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Angela Merkels Webseite auf Abwegen

Die Adresse www.angelamerkel.de leitet ihre Besucher auf die Wahlkampf-Seite der SPD. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Betreiber der Domain einen Spaß mit der Kanzlerin erlauben.


Ein kleiner Strich macht manchmal einen großen Unterschied. Er kann zwei Seiten miteinander verbinden oder voneinander trennen – zum Beispiel die echte und falsche Internet-Präsenz der deutschen Kanzlerin. Anfang der Woche stellte Angela Merkel ihre neue Webseite vor. Auf www.angela-merkel.de gibt Deutschlands höchste Frau im Amt in Bildern und Anekdoten verschiedene Details aus ihrem persönlichen und politischen Leben preis. Auch wer www.angelamerkel.de ansurft findet Bilder von der Kanzlerin, allerdings weniger schmeichelhafte als auf dem Original. Die Adresse wird auf eine Unterseite der SPD umgeleitet. Dort zeigen die Sozialdemokraten ihre Wahlplakate, die teilweise gegen die Kanzlerin und ihre Politik sticheln. Nur der Seitentitel unterscheidet die beiden Seiten: Bei der SPD wird das Motto der Sozialdemokraten genannt. Auf der vermeintlichen Kanzlerinnen-Seite steht „Nahles plakatiert Merkel statt Steinbrück. Hat die SPD schon aufgegeben?“. Daneben ist das Logo der CDU abgebildet. Ende Juli hatte die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles die Wahlplakate vorgestellt. Offensichtlich hält der Seitenbetreiber von angelamerkel.de nur wenig von der Aktion. Über seine genauen Absichten schweigt sich der Urheber der Weiterleitung aber bislang aus. Der DENIC zufolge ist die Domain angelamerkel.de auf Victor Stoilov, wohnhaft in Odessa (Ukraine), zugelassen. In Deutschland wird Stoilov von einem Rechtsanwalt in Offenburg vertreten, der sich bisher noch nicht öffentlich äußerte. Die SPD dementierte inzwischen gegenüber verschiedenen Medien ihre Beteiligung an dem Schabernack: Die Partei habe damit nichts zu tun, habe aber die Kollegen der CDU gebeten, etwas gegen die falsche Verlinkung zu unternehmen, zitiert der Tagesspiegel einen Sprecher der Sozialdemokraten. Die Union scheint die Umleitung dagegen gelassen zu sehen. Es werde geprüft, ob Handlungsbedarf bestehe und welche technischen und rechtlichen Möglichkeiten es gebe, sagte ein Pressesprecher der Partei der Süddeutschen Zeitung. Die Umleitung auf die SPD ist nicht der erste Scherz, den sich der Betreiber von angelamerkel.de mit der Domain erlaubt. In der Weiberfastnacht zeigte die Seite ein Bild von einem Clown mit bunten Luftballons und den Spruch: „Geschlossen wegen Weiberfastnacht“. Dazu prangte das Logo der SPD auf der Seite.

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