Augen auf bei der Serverwahl – welcher Server passt zu meinem Unternehmen?

Wir verschaffen Ihnen einen Überblick über die unterschiedlichen Servertypen und geben Tipps, damit Sie die richtige Wahl treffen.


Im Zuge immer größer werdender Datenmengen in Unternehmen stellt sich häufig die Frage nach der geeigneten Unterbringung und Sicherung dieser Daten. Server sind heutzutage ein wichtiger Faktor, um die Funktionsfähigkeit der modernen Arbeitsumgebung sicherzustellen. Für nahezu jedes Unternehmen - in allen Größenbereichen - bietet es sich an, Server zu hosten. Doch oft ist es schwierig überhaupt zu wissen, welcher Server für das individuelle Bedürfnis der Richtige ist. Wir haben uns mal mit den unterschiedlichen Typen beschäftigt und geben Ihnen Tipps, auf was Sie beim Serverkauf achten sollten.

Den richtigen Anbieter wählen

Professionalität in Service und Support ist ein wichtiger Faktor bei der Wahl des Server-Anbieters. Nur damit ist es möglich, ein hohes Maß an Sicherheit, Verfügbarkeit und Leistung zu gewährleisten. Gerade im heutigen Zeitalter, in dem Daten ein wichtiges Gut darstellen, das - einmal in die falschen Hände geraten - großen Schaden anrichten kann, ist Sicherheit ein wichtiger Aspekt. Die Server von Unternehmen sollten daher gut geschützt sein. Die Verfügbarkeit von Daten und Webseiten ist ein weiterer Faktor, der in unserer schnelllebigen Zeit unabdingbar ist. Jeder möchte jederzeit von überall auf seine Daten zugreifen können. Gerade bei Online-Shops kann ein Server-Ausfall großen Schaden anrichten - sowohl finanzielle als auch Reputationsschäden. Zudem muss die Leistung stimmen und an die individuellen Bedürfnisse angepasst sein. Dazu gehört auch eine anpassbare Kapazität der Server im Bedarfsfall.

Dedicated Server

Dedizierte Server sind nur für einen bestimmten Einsatzzweck vorgesehen und die Hardware-Komponenten stehen meist nur einem Hosting-Kunden zur Verfügung. Diese Hardware-Komponenten befinden sich dabei im Rechenzentrum des Anbieters. Der Vorteil bei Nutzung dieser Art von Server ist, dass der Kunde nach eigenen Wünschen Konfigurationen vornehmen kann. Einsatzbereiche von Dedicated Servern sind vor allem aufwendigere Webprojekte mit einem kalkulierbaren Ressourcenbedarf, aber auch ambitionierte Entwicklerprojekte oder große Onlineshops können diese Server nutzen. Ein weiterer Vorteil ist der hohe Sicherheitsfaktor. Dieser ist gegeben, da bei korrekter Administration normalerweise niemand außer dem Hoster und dem Mieter auf den Server zugreifen kann.
Da es sich bei Dedicated Servern um ein abgeschlossenes physisches Gerät in einem Rechenzentrum handelt sind Erweiterungen nur eingeschränkt möglich. Hier sind Bare Metal Server die bessere Alternative.

Bare Metal Server

Ein Bare Metal Server baut im Grunde auf dem Dedicated Server auf. Auch hier handelt es sich um einen Rechner, der sich im Rechenzentrum des Hosting-Anbieters befindet. Und auch hier stehen die Ressourcen allein einem Kunden zur Verfügung. Der Bare Metal Server vereint jedoch die Vorteile einer leistungsstarken, dedizierten Hardware zusätzlich mit der flexiblen Skalierbarkeit und einfachen Backupfähigkeit einer cloudbasierten Infrastruktur. Auch diese Art von Server eignet sich für Webprojekte, hier sind allerdings anspruchsvolle Vorhaben mit kontinuierlich hohem Ressourcenbedarf möglich. Bare Metal Server sind generell mit höheren Kosten verbunden als beispielsweise Cloud-Lösungen. Dieser Typ richtet sich somit vor allem an Businesskunden und professionelle Webprojekte. Im Gegensatz zu Dedicated Servern entfallen hier eine aufwendige Migration und Updates, sollten sich die Leistungsanforderungen später erhöhen. Bei Bare Metal Servern lassen sich das Betriebssystem und Dienste in der virtuellen Maschine (VM) problemlos auf eine leistungsfähigere Hardware migrieren.

Die Cloud hält Einzug in den Serverbereich

Sowohl bei Shared Hosting, als auch bei Cloud Computing Modellen werden Server Ressourcen von mehreren Mietern geteilt. Cloud Server zeichnen sich generell durch ihre hohe Flexibilität aus und garantieren meist eine maximale Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit. Im Gegensatz zum klassischen Hosting bietet diese Option eine umfassende Hardware-Redundanz, denn die Nutzerdaten werden nicht auf einem abgeschlossenen System, sondern gespiegelt über mehrere Festplatten verteilt. Auch finanziell bieten Cloud-Lösungen Vorteile, denn hier wird nur die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung abgerechnet. Diese Lösung eignet sich also vor allem für flexible Projekte, bei denen die Auslastung nicht von vorne herein absehbar ist. Der Ressourcenbedarf kann in Echtzeit angepasst werden.
Bei Shared und Cloud-Hosting Modellen muss man aber immer auch mit dem so genannten Noisy-Neighbour-Effekt rechnen. Dieser tritt auf, wenn ein Teilnehmer bewusst oder unbewusst mehr Ressourcen braucht, als ihm eigentlich zustehen. Dies kann Auswirkungen auf die Performance und Stabilität der anderen Mieter haben. Ein Cloud Server eignet sich somit ideal zum Einstieg in die Welt der virtuellen Server. Diese Lösung ist besonders für kleine und mittlere Webseiten-Projekte geeignet, für die ein einfaches Shared Hosting Paket zu wenig Konfigurationsmöglichkeiten und Leistung bietet, ein eigener dedizierter Server die Anforderungen des Server Projektes jedoch überschreiten würde. Im Vergleich zu herkömmlichen dedizierten Servern (ISO27001) bieten Cloud Server eine höhere Flexibilität.

Der Server allein ist nicht alles

Neben den konkreten Eigenschaften des jeweiligen Servers sollte man - wie oben bereits erwähnt - auf weitere Dinge achten. Damit sind unter anderem das Vorhandensein eines SLA’s oder die Zertifizierung am Rechenzentrum gemeint. Besonders bei Dedicated und Bare Metal Servern sollte man auch darauf achten, welche Hardware eingesetzt wird. Dies alles sind Faktoren, die zudem den Preis beeinflussen.
Was passiert nun, wenn meine Anforderungen doch höher sind als gedacht und ich mich anfangs für den falschen Server entschieden habe? Es ist sehr Anbieterabhängig, wie schnell man auf eine andere Lösung umsteigen kann. Auch das sollte man bei der Auswahl also berücksichtigen, gerade wenn man noch nicht so viele Erfahrungen mit seinem Business hat. Ein Serverausfall kann große Schäden anrichten, ein kompletter Serverausfall ist jedoch tatsächlich der Worst Case, der in der heutigen Zeit normalerweise mit einer Vielzahl von Gegenmaßnahmen im Vorhinein verhindert werden kann.

Der Servermarkt wächst

Aktuellen Mitteilungen zufolge ist das Geschäft mit Servern sehr lukrativ. So stieg der weltweite Servermarkt im vierten Quartal 2017 um 26% auf rund 18,6 Milliarden Dollar an. Dabei konnten besonders zwei Serveranbieter großen Zuwachs erzielen. Neben IBM ist das vor allem die chinesische Firma Inspur Electronics. Demnach war der rasante Anstieg vor allem in den USA und dem asiatisch/pazifischen Raum zu beobachten. Auch der so genannte EMEA-Raum (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) konnte zulegen. Einzig in Japan und Südamerika stagnierte der Server-Absatz und –Umsatz. Gleichzeitig mit den Einnahmen ist auch der Absatz von Servern im letzten Quartal um 8,8% auf ca. 3,2 Millionen Geräte gestiegen. Dies ist auf den eingangs genannten Fakt zurückzuführen, dass immer mehr Daten in Unternehmen anfallen, die irgendwo untergebracht werden müssen.

 

Die Server-Infrastruktur eines Unternehmens ist ein sehr wichtiger Faktor für dessen Erfolg. Bei der Auswahl des richtigen Servers für Ihr Unternehmen sollte auf jeden Fall der geplante Einsatzbereich klar sein, denn unterschiedliche Aufgabenbereiche stellen unterschiedliche technische Anforderungen. Daneben gibt es aber noch viele weitere Faktoren zu beachten, die hier nicht aufgezählt wurden. Sei es die Energie-Effizienz, das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Kompatibilität usw. Die Möglichkeiten sind vielfältig - wenn man kein IT-Experte ist, kann eine professionelle externe Beratung auf jeden Fall sinnvoll sein. Wichtig ist auch, dass man in regelmäßigen Abständen Bilanz zieht und sich, wenn nötig, für eine neue Serverlösung oder ein Upgrade entscheiden muss. Sollte man mal den falschen Server mit zu wenig Auslastung gewählt haben, ist dies in den meisten Fällen kein Problem: Im Optimalfall ist bei einem guten Anbieter innerhalb von wenigen Minuten ein Upgrade möglich. Weitergehende Informationen und passende Server-Lösungen finden Sie auf unserer Webseite.


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