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Im InterNetX Blog erfahren Sie Neuigkeiten, Hintergründe und Innovationen
aus den Bereichen Domains, Server und SSL.

ccTLDs tragen zur Sprachenvielfalt im Netz bei

Länderspezifische Top-Level-Domains vertreten die Nationen dieser Welt im Netz. Doch wie verhält es sich mit den verschiedenen Sprachen: Sind diese ebenso vielfältig im Internet vertreten?


Englisch ist nicht nur Weltsprache, sondern auch im Internet am häufigsten zu sehen: 54 % der bestehenden Websites sind in englischer Sprache verfasst.
Vor allem Webseiteninhalte unter generischen Top-Level-Domains richten sich häufig an internationale User und werden deshalb in der Weltsprache Englisch ausgegeben.

 

Nationale Websites unter länderspezifischen Top-Level-Domains

Eine große Gruppe der am Gesamtmarkt der registrierten Domains machen die ccTLDs (country code Top-Level-Domains), also länderspezifische Top-Level-Domains aus: 44 % (162 Mio. Domains) aller registrierten Domain-Namen enden auf eine ccTLD. Zudem werden durchschnittlich 12,5 Mio. neue ccTLD-Domains pro Jahr registriert. Das ist ein jährlicher Wachstum von 8,4 %.

Öffentlicher Dienst im Namen der Internetgemeinschaft laut RFC 1591

Der RFC 1591, ein Abschnitt aus der Reihe technischer und organisatorischer Dokumente zum Internet, befasst sich mit dem Thema “Domain Name System Structure and Delegation”. Dort ist festgeschrieben, dass Country Code Domains von einem Administrator des jeweiligen Landes organisiert werden. Laut dem RFC 1591 leisten die Administratoren der ccTLDs “einen öffentlichen Dienst im Namen der Internet-Gemeinschaft”, wie folgender Ausschnitt aus dem Dokument verdeutlicht.

Quelle: heise.de

Nun zu unserer Ausgangsfrage: Tragen die weltweit 315 verfügbaren ccTLDs tatsächlich dazu bei, die Vielfalt der Nationen im Internet zu bewahren?

Sprachenvielfalt mit ccTLDs

Trotz der über 6.500 Sprachen weltweit sind die Internet-Inhalte zu 54 % in Englisch gehalten. Andererseits sind aber die vielen unterschiedlichen Sprachen eben auch ein Grund dafür, dass die Inhalte im Netz zu einem großen Teil in Englisch sind: Nur so kann ein internationales Publikum erreicht werden. Diese Auswertung bezieht sich auf alle verfügbaren TLDs, also auch generische Domain-Endungen.
Betrachtet man nur Inhalte unter ccTLD-Domains, sieht das mit der Vielfalt der Sprachen schon anders aus. Aus einer aktuellen Studie der Oxford Information Labs Diversity through localization: How ccTLDs enhance linguistic diversity online geht hervor, dass länderspezifische TLDs durchaus zur Sprachenvielfalt im Netz beitragen. Ergebnis der Studie ist, dass durchschnittlich 76 % der Websites unter einer ccTLD-Domain Inhalte in der jeweiligen Landessprache enthalten. Bei keiner der betrachteten ccTLDs lag der Wert unter 64 %.

Sprachenvielfalt unter IDN-Domains

Die Analyse der IDNs, also Domains, die Zeichen enthalten, die nicht zum Standard-Zeichensatz ASCII (American Standard Code for Information Interchange) gehören, hat gezeigt, dass hier ebenfalls lokale Sprachen stark vertreten sind. Unter IDN-Domains sind 84 % des Website-Contents in jeweiliger Landessprache verfasst. Die englische Sprache zeigt unter den IDN-Domains eine Präsenz von gerade mal 9 %.

Sprachen wie Arabisch, die offline von mehr als einer Milliarde Menschen gesprochen werden, sind online kaum vertreten. Wie die 315 verfügbaren ccTLDs weltweit verteilt sind, kannst du der folgenden Grafik entnehmen.

Verteilung der weltweit 315 verfügbaren TLDs

Eine Ausnahme: Die am häufigsten registrierte ccTLD .tk wurden nicht aufgrund der Region bzw. dem Land, für das sie steht, über 25 Mio. Mal registriert. Grund für diese immens hohe Zahl an Registrierungen ist schlicht, dass .tk Domains kostenfrei registriert werden können.

Es gibt noch viele weitere ccTLDs, die sich nicht wegen des Landes, für das sie stehen, einen Namen gemacht und damit viele Registrierungen erreicht haben, sondern aufgrund ihrer sprachlichen Bedeutung bzw. Deutung.
Die ccTLD von der Föderierten Staaten von Mikronesien .fm wird häufig für den Rundfunkbereich zweckentfremdet, da die Abkürzung “FM” mit dem UKW-Radio assoziiert wird. .io als ccTLD des Britischen Territoriums im Indischen Ozean wird mit der Abkürzung für “Input/Output” assoziiert und ist deshalb in der Tech-Szene eine beliebte Domain-Endung.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ccTLDs und geoTLDs die Präsenz lokaler Sprachen online durchaus verstärken. Für ein ganzheitliches Auftreten im Netz ist es empfehlenswert, den Fokus nicht nur auf eine landes- oder regionsbezogene Domain zu setzen, sondern eine Domain-Strategie anzuwenden, die sich auch an den internationalen Markt richtet.

Bei InterNetX stehen dir nicht nur  315 verschiedene ccTLDs, sondern auch über 1.000 new gTLDs zur Auswahl. Wenn du mehr Infos zu allen verfügbaren TLDs benötigst, haben wir genau das richtige für dich: Unser Global Domain Report liefert dir spannende Daten und News aus der Domain-Branche.

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