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Die Bundesliga-Webseiten im Test – von Höchstleistungen weit entfernt ...

Wir haben die Webseiten der Bundesligisten unserer PageMetriX-Analyse unterzogen. Für die Champions League konnte sich niemand qualifizieren.


Per Definition der freien Enzyklopädie Wikipedia ist Fußball „eine Ballsportart, bei der zwei Mannschaften mit dem Ziel gegeneinander antreten, mehr Tore als der Gegner zu erzielen und so das Spiel zu gewinnen.“ Fußball ist in der Realität jedoch so viel mehr als das. Das Standing dieses Teamsports kann in vielen Ländern – unter anderem in Deutschland – nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die Bezeichnung „Verein“ ist gerade in der ersten Bundesliga entsprechend ein klares Understatement, so handelt es sich bei den Bundesligisten nicht nur um Sportsfreunde, sondern um sehr erfolgreiche Wirtschaftsunternehmen. Vom assoziierten Kreisklassen-Charme bleibt nur wenig übrig. Augenfällig wird dies nicht zuletzt an den scheinbar ins Unermessliche steigenden Transfersummen. Freiburg-Trainer und Fußballphilosoph Christian Streich kommentierte den bisher teuersten Transfer der Fußballgeschichte (222-Millionen-Euro) von Neymar nach Paris Saint-Germain kürzlich wie folgt: „Der Gott des Geldes wird immer größer und irgendwann verschlingt er alles. (...) Mir ist wirklich völlig egal, ob der 220 Millionen kostet oder 440 Millionen. (...) Es übersteigt meine Fähigkeit, das einzuordnen.“ Hinzu kommen noch Marketingeinnahmen, Eintrittsgelder und der hinter alldem stehende administrative Wasserkopf, der sich in der Größenordnung mittelständischer oder großer Unternehmen bewegt. Der sportliche Erfolg eines Vereins ist also direkt mit dem wirtschaftlichen Erfolg des dazugehörigen Wirtschaftsunternehmens verbunden und umgekehrt. Das Eine bedingt das Andere. Am Freitag, den 18. August 2017 ist es wieder soweit. Die neue Saison startet traditionell mit einem Heimspiel des Meisters der vorherigen Saison. Konkret: Der FC Bayern München bittet Bayer 04 Leverkusen zum Auftaktspiel in die Allianz Arena. Die ersten Spiele werden stets mit Argusaugen beobachtet: Sind die Neuzugänge die erhofften Verstärkungen? Konnten sich verletzte Spieler in der Sommerpause regenerieren? Versucht sich ein Trainer an einem anderen Spielsystem abseits der im modernen Fußball so beliebten Doppelsechs? Sportliche Analysen zählen nicht zu unseren Kompetenzen, aber wir haben stattdessen die Webseiten der 18 Bundesligisten einmal genauer unter die Lupe genommen. Sind auch diese bereit für die neue Saison, oder lässt ihre Form zu wünschen übrig? Um das herauszufinden, haben wir die Vereinswebseiten einem „medizinischen“ Check-up unterzogen und die Rankingfaktoren Ladezeit, Komprimierung und Sicherheit mit Hilfe unseres PageMetriX-Reports (kurz PMX-Report) ermittelt. Die Ergebnisse werden als Kennzahl im sogenannten PMX-Score zusammengefasst, der von 0-100 reicht. Werte bis 92 gelten als „sehr gut“, 91-81 als „gut“, 80-67 als „befriedigend“, 66-50 als „ausreichend und alles unterhalb der 50 wird als „ungenügend“ bewertet.

Wenn der Durchschnitt schlechter als durchschnittlich ist

Der durchschnittliche PMX-Score, den die Webseiten der 18 Bundesligisten erreicht haben, liegt bei 33 und ist damit ungenügend. Die Seitenladezeit aller Vereinswebseiten beträgt im Schnitt 3,5 Sekunden. Ein bedenklicher Wert, wenn man sich vor Augen führt, dass 40% aller User eine Webseite verlassen, wenn diese länger als 3 Sekunden zum vollständigen Laden benötigt. Das Ziel einer Seitenladezeit von weniger als einer Sekunde liegt damit in etwa so weit entfernt wie derzeit die Löwen von der Champions League. Die Zahl der Requests betrug im Durchschnitt 185. Google empfiehlt einen Wert unter 50. Auch hier besteht also deutlicher Nachbesserungsbedarf. Ähnlich sieht es bei der JavaScript-Reduzierung aus: Lediglich 5 von 18 Webseiten nutzen diese. Immerhin die Hälfte aller Bundesligisten hat eine CSS-Reduzierung und eine HTML-Komprimierung aktiviert.

Tabellenführer, aber eines Meisters nicht würdig

Am Ende einer Saison wird eine Mannschaft die Meisterschale des DFB in der Hand halten. In unserem PMX-Report ist das anders. Tatsächlich erreicht keiner der 18 Bundesligisten einen PMX-Score oberhalb der 91 Punkte. Eine meisterhafte Leistung liefert damit also niemand ab. Der RB Leipzig (57 Punkte) führt jedoch die Tabelle an. Verdient gemacht haben sich die Bullen um diesen Platz mit ihrer schnellen Antwortzeit des Servers, ihrem SSL-Zertifikat und der aktivierten CSS-Reduzierung. Trotzdem bleibt viel Luft nach oben. Der 1. FSV Mainz 05 schafft es immerhin zum Request-Meister (81 Requests).

Relegation und Absteiger

PMX-Absteiger ist der SC Freiburg. Mit 6 PMX-Score-Punkten ist der schwäbische Traditionsverein das Schlusslicht. Unwesentlich besser schneidet der Derbypartner aus Cannstatt ab: Der VfB Stuttgart erreicht einen PMX-Score von 11 Punkten. Beim DFB-Pokal hat sich der HSV bereits blamiert, um seine Webseite ist es nicht besser bestellt. Mit 17 Punkten kann sich der HSV immerhin noch auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz retten. Einen Punkte weniger hat der WfL Wolfsburg und muss auf Platz 16 in die Relegation: Ein Platz, der den Wölfen bestens bekannt ist.

Eine sichere Bank sieht anders aus

Seit fast einem Jahr werden bereits über 50% des weltweiten Traffics über sichere HTTPS-Verbindungen übertragen. Zu sechs Vereinen ist die Bedeutsamkeit einer SSL-Verschlüsselung offensichtlich noch nicht durchgedrungen: Die Webseiten von Schalke 04, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, dem FC Augsburg, dem VfB Stuttgart und Bayer 04 Leverkusen können kein SSL-Zertifikat vorweisen. Eine extra Trainingseinheit in Sachen Implementierung sollten Borussia Dortmund, der VfL Wolfsburg der SC Freiburg, der HSV und TSG Hoffenheim einlegen: Ein fehlerhaft eingebundenes Zertifikat fühlt sich schließlich an wie ein Unentschieden – man hat sich nicht blamiert, aber viele Punkte nimmt man auch nicht mit nach Hause. Ein Sonderlob geht in den Norden: Grün ist nicht nur die Farbe von Werder, sondern auch die ihrer Browserleiste. Als einziger Verein der Bundesliga kann Werder Bremen einen Komplettschutz vorweisen.

Müller-Wohlfahrt alias PROCEED

Nach einer durchwachsenen Saison gilt es, Fehler zu eruieren und an den Stellschrauben zu drehen. Die Webseitenperformance der 18 Bundesligisten ist durch die Bank in schlechter körperlicher Verfassung: Angefangen bei der Seitenladezeit bis hin zur Zahl der Requests. Für die kleinen und großen Zipperlein verschlägt es die Hochkaräter des deutschen Fußballs gerne in die bayerische Landeshauptstadt. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der Miraculix unter den Orthopäden und Sportmedizinern, bekommt sie alle wieder heil. Um die Webseiten der Bundesligisten in Form zu bekommen, braucht es lediglich PROCEED: Mit Hilfe weniger Klicks können zahlreiche SEO- und Performance-Optimierungen, wie die Implementierung von SSL-Zertifikaten, SSL-Offloading, CDN, Content-Caching sowie JavaScript- und CSS-Komprimierungen vollautomatisch umgesetzt werden. Starten Sie hier Ihre PageMetriX-Analyse und optimieren Sie Ihre Webseite mit PROCEED! Die Infografik können Sie im PDF-Format hier downloaden.

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