Eine österreichische Erfolgsgeschichte: .AT wird 30

Die Domain-Endung .AT feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Dies haben wir uns zum Anlass genommen, die österreichische Top-Level-Domain einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.


Laut Aussage von Richard Wein, Geschäftsführer der zentralen .AT-Registrierungs- und Verwaltungsstelle nic.AT, gibt es heute in jeder noch so kleinen Gemeinde in Österreich mindestens eine registrierte .AT-Domain. Zur Feier von .AT hat nic.AT Österreichs Domain-Landkarte 2018 veröffentlicht. Wie zu erwarten weist im Bundesland-Ranking (s. Grafik) Wien die höchste Dichte hinsichtlich Domain-Registrierungen auf: Dort sind pro 1.000 Einwohnern 149 Domains registriert. Bei den Landeshauptstädten führt wiederum Eisenstadt mit 165 Domain-Registrierungen pro 1.000 Einwohnern – noch vor Salzburg und Wien. Die durchschnittliche Länge einer .AT-Domain liegt bei 12 Zeichen, das Durchschnittsalter bei 7 Jahren. Aktuell liegt die Zahl registrierter .AT-Domains bei 1,3 Millionen.

Quelle: nic.AT

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Vom rein akademischen Mittel zur beliebten Domain-Endung

Der Startschuss für .AT fiel bereits am 20. Januar 1988 an der Universität Wien, im selben Jahr erfolgte auch die Aufnahme im Domain Name System. Zu Beginn wurde das Internet – wie vielerorts – allerdings ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke verwendet. Erst drei Jahre später, 1991, gab die Uni Wien .AT der Öffentlichkeit zur Registrierung frei. Die öffentliche Domainvergabe und der damit verbundene Aufwand war auch der Grund, warum man die Verwaltung 1998 an die neu gegründete nic.AT übergab, die seitdem keinen einzigen Systemausfall verzeichnete. Kaum vorstellbar: In den Anfangszeiten der .AT-Registrierungsstelle waren gerade einmal drei Angestellte für 30.000 Domains zuständig. Heute sind insgesamt 63 Personen bei der nic.AT beschäftigt.

Auch über die Grenzen hinaus beliebt

Nicht nur in Österreich stößt die ccTLD auf Zuspruch, auch weltweit gilt .AT als beliebte Domain-Endung: Von den knapp 1,3 Millionen Domain-Registrierungen befinden sich nahezu 30 % der Inhaber außerhalb Österreichs Grenzen. Grund hierfür ist, dass sich die Extension auch als englisches “at” oder @-Zeichen verstehen lässt und somit viel Gestaltungsfreiraum zulässt.

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