Hosting in Deutschland – Warum der Standort so wichtig ist

Deutsche Rechenzentren sind weiter auf dem Erfolgskurs. Wir liefern Ihnen 4 gute Gründe, warum das Hosting in Deutschland seine Vorteile hat!


Webseitenbetreiber sollten sich nicht nur vom Preis leiten lassen und ihren Hosting-Anbieter nach diesem Faktor auswählen. Welche Kriterien es noch zu beachten gilt und warum in Hinblick auf den Standort des Hostinganbieters auch SEO und vor allem Sicherheit eine große Rolle spielen, erfahren Sie weiter unten.

 

Zeiten ändern sich: Deutsche Rechenzentren auf Erfolgskurs

Die Anfänge von Server- und Domain- Angeboten sind in den USA zu finden. Lange Zeit waren die Verbindungen mit einem amerikanischen Server schneller und besser als bei einem deutschen. Das hat sich inzwischen geändert. Und auch, obwohl vor über zwanzig Jahren noch niemand so richtig an Datendiebstahl oder Abhörskandale gedacht hat, war und ist der Support in einem inländischen Rechenzentrum einfacher zu gewährleisten. Ein weiterer wesentlicher Faktor, Deutschland als Serverstandort zu nutzen, ist die bessere Kontrollmöglichkeit der verwendeten Technik. Und noch weitere, ausschlaggebende Kriterien machen Deutschland heute als Hosting-Standort besonders attraktiv:

1. Besseres SEO-Ranking – Mit dem Server das SEO-Ranking optimieren

Google kann anhand der zur Verfügung stehenden Daten den Server-Standort feststellen. Dies kann Einfluss auf das Google-Ranking haben. Für ein lokal agierendes Unternehmen ist es in jedem Fall empfehlenswert, einen Serverbetreiber zu wählen, der sich im selben Land befindet, wie das Unternehmen. Google wertet dies u.U. als Zeichen für höhere Relevanz und Mehrwert für den Nutzer bzw. potenziellen Kunden. Auf diese Weise kann die Wahl des Server-Standorts Deutschland einen positiven Einfluss auf das SEO-Ranking haben und die Optimierungsbemühungen unterstützen.

2. Verhinderung von Unternehmens-Spionage – Hosten in Deutschland ist sicherer

Seit den Veröffentlichungen Snowdens oder dem NSA-Skandal machen sich Seitenbetreiber mehr Gedanken darüber, wer Zugriff auf Rechenzentren hat. In Deutschland unterliegen die Rechenzentren dem deutschen Recht und sind keiner Behörde zur Auskunft oder sogar zum Zugriff verpflichtet, zumindest solange sich keine Straftat ereignet. Auch im Falle einer Straftat haben deutsche Behörden keinen uneingeschränkten Zugriff auf alle Daten. Dies gilt jedoch nur für Unternehmen, die neben dem Unternehmenssitz auch den Serverstandort in Deutschland haben. Ausländische Behörden können nicht selbst auf die vom Hoster gespeicherten Daten zugreifen, sondern müssen ein sogenanntes Amtshilfeersuch bei den Behörden stellen.

3. Rechtliche Vorteile – Warum Hosting außerhalb der EU gefährlich werden kann

Nicht nur der Unternehmenssitz, sondern auch der Serverstandort ist entscheidend dafür, welche Rechtsgrundlagen für ein Unternehmen gelten. Innerhalb der EU wird über das sogenannte Sitzland entschieden, welches Recht in Bezug auf den Datenschutz gilt. Ist der Hostinganbieter also nur in Deutschland ansässig, kann der Server auch in einem anderen Land gehostet sein, ohne dass ein anderes Recht gilt. Betreibt der Hosting-Anbieter jedoch Niederlassungen in jenen Ländern, in denen er auch einen Serverstandort hat, gilt das dortige Landesrecht. Liegt der Unternehmenssitz außerhalb der EU, kommt das deutsche Datenschutzrecht zum Tragen, wenn die Server in Deutschland stehen.

Das InterNetX-Rechenzentrum in München

Ein Unternehmen mit Sitz in den USA muss aber nach US-Recht Daten an die NSA herausgeben, egal wo die Server stehen. Vor dem Zugriff amerikanischer Behörden wären die Daten in diesem Fall also nicht geschützt. Vor allem Betreiber von Online-Shops sollten daher Deutschland als Serverstandort in Erwägung ziehen. Durch einen deutschen Hosting-Standort können sie auch ihren Kunden eine hohe Rechtssicherheit signalisieren. Web Hosting auf ausländischen Servern setzt voraus, dass man mit dem jeweiligen Recht vertraut ist. Auch diese Tatsache macht das Hosting in Deutschland und der EU einfacher als anderswo.

4. Sicherheit: deutsche Rechenzentren haben die Nase vorn

Last but not least ist die Sicherheit von Rechenzentren zu erwähnen, für die Hoster die Verantwortung tragen und die vom Kunden kaum zu beeinflussen ist. Zu diesem Aspekt zählen Gebäudesicherheit, ausfallsichere Stromversorgung und Klimatisierung. Gerade die Brandgefahr ist aufgrund der hohen Energiedichte in Rechenzentren nicht zu unterschätzen, da die installierten elektrischen Anlagen eine große Abwärmemenge produzieren. Typisch sind Schwelbrände, die durch Kurzschlüsse oder technische Defekte entstehen. Moderne Klimaanlagen erschweren eine frühzeitige Branderkennung. Wenn es für Rechenzentren in Deutschland auch noch keine eigene DIN-Norm gibt, müssen diese sich aber zumindest an die Brandschutzmaßnahmen halten, die in Deutschland für Wohnhäuser gelten. Dieser ist weltweit führend.
Deutsche Rechenzentren sind dazu angehalten, verfügbare Brandschutzmaßnahmen (Früherkennung und Löschung), Zutrittskontrolle, redundante Technik und andere physikalische Maßnahmen, die den Schutz der Daten im Brandfall ermöglichen sollen, zum Einsatz zu bringen. Außerdem ist in den meisten Rechenzentren ein Wachschutz im Einsatz, der 24/7 vor Ort ist.

Aus Datenschutz- und Performance-Sicht gibt es folglich einleuchtende Gründe, einen in Deutschland ansässigen Hoster zu wählen. Mögen auch Preise von Anbietern, die außerhalb der EU ansässig sind, verlockend sein, sollten dennoch Daten-Sicherheit sowie rechtliche Aspekte nicht außer Acht gelassen werden.


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