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Im InterNetX Blog erfahren Sie Neuigkeiten, Hintergründe und Innovationen
aus den Bereichen Domains, Server und SSL.

IDN-Domains: Sind Sonderzeichen eine echte Alternative oder eher ein klassischer Problemherd?

Domains können neben Buchstaben des lateinischen Alphabets auch Sonderzeichen und Umlaute enthalten. Diese Domains werden als Internationalized Domain Names (kurz: IDN-Domains) bezeichnet. Wir erklären, welche Vorteile die Verwendung von IDN-Domains bringt und welche Probleme auftreten können.


Unter IDN-Domains (International Domain Names) sind alle Domains zusammengefasst, die Zeichen enthalten, die nicht zum Standard-Zeichensatz ASCII (American Standard Code for Information Interchange) gehören. Zu diesen zählen auch solche Domains, die Umlaute, also ä, ö oder ü enthalten. Das Problem mit den Sonderzeichen: Englischsprachige Personen z. B. müssten nicht nur mit den griechischen Zeichen vertraut sein, sondern auch griechische Buchstaben schreiben können und diese müssten den gewünschten englischen Buchstaben entsprechen. Tastaturen verschiedener Nationen enthalten nicht die gleichen Sonderzeichen, weshalb es nicht möglich ist, Zeichen einer anderssprachigen Nation direkt einzugeben. Da es keine genauen Übereinstimmungen zwischen den Skripten gibt, müsste die Schreibweise bestimmter Wörter erraten werden. Zur Lösung dieser Probleme mit Umlauten und Sonderzeichen verschiedener Sprachen wurden die internationalisierten Domains eingeführt.

Umwandlung von IDN-Domains in ASCII-kompatible Kodierungen

Der Domain-Name wird durch die Voranstellung der Sequenz “xn” in Kombination mit einem doppelten Bindestrich als konvertierte IDN-Domain gekennzeichnet. Für jedes erkannte Sonderzeichen wird im Prinzip eine ASCII-Zeichensequenz als Entsprechung erstellt. Beim Aufruf einer IDN-Domain wird die Domain im Hintergrund in den Punycode überführt und so ASCII-kompatibel kodiert. Alle Zeichen, die nicht im ASCII-Datensatz enthalten sind, werden aus der Domain extrahiert und ans Ende angehängt. Dieses Umsetzungsverfahren ermöglicht Browsern das problemlose Lesen der IDN-Domains.

Mit dem Konvertierungstool der DENIC kannst du einsehen, wie die IDN-Domain umgesetzt aussehen würde. Bei der Beispiel-Domain www.herr-müller.de würde die Umsetzung so aussehen:

Im Jahr 2003 wurde das System zur Übersetzung internationalisierter Domainnamen eingeführt. Dieses System wird als Internationalizing Domain Names for Applications (kurz IDNA2003) bezeichnet.

Überarbeitung des Systems zur Übersetzung von IDN-Domains

Im ursprünglichen Übersetzungssystem IDNA2003 wurden die Domain-Namen zunächst durch das Nameprep-Verfahren normalisiert. Die Normalisierung bestand darin, alle Großbuchstaben durch Kleinbuchstaben zu ersetzen und äquivalente Zeichen auszutauschen. So war beispielsweise das „ß“ als äquivalent zu „ss“ spezifiziert.

Mit der überarbeiteten Version IDNA2008 ist die Normalisierung nicht länger Teil von IDNA, sondern wird von der Benutzerschnittstelle übernommen. Die 2010 eingeführte Überarbeitung IDNA2008 sollte die Probleme aus IDNA2003 zu lösen: Sie erweitert das gültige Repertoire an Zeichen in Domain-Namen und etabliert einen automatischen Prozess für die Aktualisierung auf zukünftige Versionen des Unicode-Standards. Darüber hinaus definiert IDNA2008 klar das Konzept eines gültigen Domain-Namens, so dass Registranten auf Anhieb einsehen können, welche Zeichenfolge des Domainnamens registriert wird.

Die Verarbeitung in IDNA2008 ist für einige gängige Domain-Namen identisch mit IDNA2003. Sowohl IDNA2003 als auch IDNA2008 transformieren einen Unicode-Domain-Namen in die Punycode-Version. Diese Revision weist allerdings eine Reihe von Inkompatibilitäten mit IDNA2003 auf. Deshalb kann es trotz der Einführung von IDNA2008 bei der Browser-Umsetzung noch zu Problemen kommen.

IDN-Domains sind nicht immer möglich

Es gibt noch immer TLDs, bei denen eine Registrierung nur mit ASCII-konformen Zeichen möglich ist. Ob eine Registrierung der Wunsch-TLD mit Sonderzeichen und Umlauten möglich ist, kann den jeweiligen Registrierungsrichtlinien entnommen werden.
Die DENIC, die Registrierungsstelle für .de-Domains, lässt aktuell 93 Sonderzeichen zu.

Vorteile von IDN-Domains

  • Vor allem bei Umlauten, also ä, ö und ü, wirkt die Umschreibung meist sperrig und sprachlich unschön. Etablierte Markennamen verzichten nur ungern auf die richtige Schreibweise. Eigentlich schon zwei Argumente pro IDN-Domain
  • Umlaut-Domains sind häufig noch verfügbar und stehen frei zur Registrierung.

 

Nachteile von IDN-Domains

  • Die Umlaute ä, ö und ü gibt es nicht in jeder Sprache. Für Nutzer aus dem nicht-deutschsprachigen Raum entsteht an dieser Stelle ein Problem: Die Zeichen befinden sich nicht auf der Tastatur und können nicht eingegeben werden.
  • Umlaut-Domains sind häufig die Ursache für technische Probleme, für Content-Management-Systeme ebenso wie für E-Mail-Programme. Um diese Probleme zu verhindern, müsste die Software auf Sender- und Empfängerseite auf dem aktuellsten Stand sein. Aber gerade bei Freemail-Diensten kommt es immer wieder vor, dass E-Mails nicht an IDN-Adressen verschickt werden können.
  • Auch beim Thema Suchmaschinenoptimierung kann es zu Komplikationen kommen: Bei ältere Content-Management-Systemen kann es passieren, dass die Schreibweise mit Sonderzeichen nicht erkannt wird und auch Webmaster sind mit Umlauten und Co. nicht immer vertraut. Funktionieren in der Folge Backlinks und Social Shares nicht, leidet das Ranking.

Das rät InterNetX bei der Verwendung von IDN-Domains

Bei der Verwendung von IDN-Domains raten wir zu einer Multi-Domain-Strategie. Für ein Unternehmen oder ein Projekt solltest du also mehrere Domains registrieren und dich nicht allein auf den Erfolg einer Umlaut- oder Sonderzeichen-Domain verlassen. Um Probleme auf jeden Fall zu vermeiden, ist der Besitz der Umlaut-Domain und der umschriebenen Version ratsam. Die Variante ohne Umlaut kann dann auf die Umlaut-Domain weitergeleitet werden. 

Registriere hier die passenden Domains für eine ganzheitliche Domain-Strategie

Zu AutoDNS


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