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Link Cleaning: So entfernen Sie toxische Backlinks von Ihrer Webseite

Der heutige Konkurrenzdruck im Internet macht Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen zur Pflicht. Verzeichnen Sie trotz Bemühungen im SEO-Bereich schlechte Rankings? Nicht selten sind toxische Backlinks die Ursache.


Platz 1 in den Suchergebnissen von Google – diesen Erfolg wünscht sich wohl jedes Unternehmen für seine Webseite. Dass die Umsetzung in der Praxis nicht ganz so einfach ist, sollte den meisten SEO-Verantwortlichen heute bewusst sein. Müssen doch zahlreiche Maßnahmen vorgenommen werden, damit eine Webseite erfolgreich rankt – Onpage wie auch Offpage. Ein wichtiger Bestandteil der Offpage-Optimierung ist seit jeher der Aufbau eines guten Backlink-Profils. Backlinks von Webseiten, die Google aufgrund ihrer Inhalte, ihrer Struktur oder anderen Gründen schlecht bewertet, sollten hingegen möglichst vermieden werden. Dieser sogenannte schlechte Link Juice kann sich nämlich negativ auf das eigene Ranking auswirken. Nur leider liegt das nicht in Ihrem Ermessen, da grundsätzlich jeder ungefragt auf Ihre Webseite verlinken kann. Doch wie gelingt es dann, toxische Backlinks von einer Webseite zu entfernen? Die Antwort lautet: Link Cleaning.

Link Audit und Link Cleaning über die Google Search Console

Bevor Sie sich dem Link Cleaning widmen, macht es natürlich Sinn, zuerst einmal die toxischen Backlinks zu identifizieren. Die Backlink-Analyse wird im SEO-Bereich auch als Link Audit bezeichnet. Sowohl das Link Cleaning als auch der Link Audit erfolgen über die Google Search Console.

Link Audit: Gute Backlinks, schlechte Backlinks

Um das Backlink-Profil Ihrer Webseite aufzurufen, müssen Sie in der Google Search Console im Reiter “Suchanfragen” die Option “Links zu Ihrer Webseite” auswählen – und schon sehen Sie, wer auf Ihre Webseite verweist. Aber wie bewertet man, ob ein Backlink nun gut oder schlecht ist? Die SEM-Agentur SEM Boutique zählt in ihrem Magazin vier Kriterien auf, die auf die Qualität einer Domain hinweisen:

  • Die SEO-Sichtbarkeit
  • Die Backlink-Anzahl
  • Die Thematik
  • Die Webseitenstruktur

Weist eine Domain also gute Google-Rankings auf, verfügt über viele Backlinks, passt thematisch mit Ihrer Webseite überein und überzeugt obendrein durch einen strukturierten Aufbau, so können Sie sich sicher sein, dass die Backlinks eine positive (oder zumindest keine negative) Wirkung hervorrufen werden. Ist dies jedoch nicht der Fall, gilt es die betreffenden Backlinks unverzüglich zu beseitigen. Noch akuter ist der Handlungsbedarf, wenn Sie bereits von Google gewarnt wurden, dass schlechte Backlinks auf Ihre Webseite verweisen. Denn dann wurde bereits Schaden angerichtet.

Link Cleaning: Diese Möglichkeiten haben Sie

Die toxischen Backlinks wurden entdeckt – nun geht es im nächsten Schritt an deren Beseitigung. Hier haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder kontaktieren Sie die Linkgeber und bitten sie, die Verlinkungen zu entfernen, oder Sie wenden sich direkt an Google, um toxische Backlinks über das sogenannte Disavow-Tool für ungültig zu erklären.

Alternative #1: Domain-Inhaber kontaktieren

Stammen die toxischen Backlinks von mehreren Webseiten ist der Aufwand natürlich groß, jeden einzelnen Domain-Inhaber zu kontaktieren und ihn zur Löschung aufzufordern. Dennoch: Ein Hinzuziehen von Google sollte erst dann in Betracht gezogen werden, wenn der Linkgeber nicht erreichbar ist oder er sich weigert, die betroffenen Backlinks zu entfernen.

Alternative #2: Backlinks bei Google für ungültig erklären

Google bietet Webseitenbetreibern in der Search Console die Möglichkeit an, bestimmte Backlinks für ungültig zu erklären. Hierzu muss lediglich eine Liste, in der die betreffenden Backlinks stehen, in Form einer TXT-Datei erstellt und hochgeladen werden. Achten Sie dabei darauf, dass in jeder Zeile ein einzelner Link stehen muss. Beschreibende Texte müssen stattdessen mit einem Hashtag (#) gekennzeichnet werden. Sollen alle Backlinks einer Domain entfernt werden, erfolgt dies über eine extra Zeile “domain:[Domain-Name].[Domain-Endung]”. Wie eine solche Liste aussehen kann, zeigt Google anhand dieses Beispiels:

Quelle: Google

Um Backlinks entfernen zu lassen, müssen Sie zuerst das Disavow-Tool von Google aufrufen und dort Ihre Webseite auswählen. Anschließend klicken Sie auf “Links für ungültig erklären” und laden im letzten Schritt Ihre TXT-Datei hoch. Hinweis: Die Indexierung kann – je nachdem, wann das nächste Google-Crawling bevorsteht – einige Zeit in Anspruch nehmen.

Link Audit und Link Cleaning sind laufende Prozesse

Wie schon eingangs erwähnt, lassen sich toxische Backlinks nur sehr schwer vermeiden. Link Audit und Link Cleaning sollten daher in regelmäßigen Abständen für Ihre Webseite durchgeführt werden. Dass trotz Aufwand der ein oder andere toxische Backlink weiterhin besteht, ist nicht ungewöhnlich. Das ist aber auch nicht weiter schlimm: Wichtig ist, dass die guten Backlinks die Oberhand behalten.

Was haben wir also gelernt: Dank regelmäßigem Link Audit und Link Cleaning können Sie toxische Backlinks identifizieren, löschen und somit das SEO-Ranking Ihrer Webseite positiv beeinflussen – oder sie zumindest vor schlechtem Link Juice bewahren. Über die Google Search Console setzen Sie diese heute so wichtigen Offpage-Optimierungsmaßnahmen kinderleicht um.


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