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new gTLDs: .berlin und .wien sind die ersten Städte-Endungen

Die deutsche und die österreichische Hauptstadt bekommen jede eine eigene Top-Level-Domain. Ende des Jahres sollen die ersten Adressen registriert werden können. Gleichzeitig kündigt ICANN-Chef Fadi Chehadé tiefgreifende Reformen der Organisation an.


Die Betreiberverträge für .berlin und .wien sind unter Dach und Fach: Auf der Fachkonferenz newdomains in München haben dotBerlin-Chef Dirk Krischenowski und punkt.wien-Geschäftsführer Nikolaus Futter gemeinsam mit ICANN-CEO Fadi Chehadé die Dokumente unterzeichnet. In vier Wochen sollen die TLDs in die Root-Zone eingetragen werden, der zentralen Datenbank des Domain Name System (DNS). Die beiden Städte-Endungen sind damit die ersten TLDs einer Geo-Community, die online gehen werden. Ende des Jahres sollen Nutzer dann Adressen wie pizza.berlin oder stadtrundgang.wien registrieren können. Schon jetzt aber können Domains unverbindlich vorbestellt werden. Domain-Experten rechnen damit, dass Städte-Endungen im großen Feld der neuen TLDs gut angenommen werden: Durch ihre eindeutige Positionierung sprechen sie automatisch eine klare Zielgruppe an. Vor allem für lokale und junge Firmen, die möglicherweise keine griffige Adresse unter.de oder .com registrieren konnten, dürfte das Interesse an einer Städte-Endung groß sein. Für Fadi Chehadé und die ICANN ist die Vertragsunterzeichnung mit dotBerlin und punkt.wien die zweite Erfolgsmeldung in wenigen Tagen: Schon vor gut einer Woche vermeldete ICANN, dass die ersten new gTLDs in die Root-Zone eingetragen wurden. Dabei handelte es sich aber um sogenannte Internationalized Domain Names (IDN) – also um Adressen, die keine lateinischen Zeichen enthalten. Der Ball liege jetzt bei den TLD-Betreibern, sagte Chehadé in einer Keynote auf der newdomains. Es liege jetzt an ihnen, die Endungen zu verbreiten. Auf der newdomains kündigte Chehadé außerdem Reformen innerhalb von ICANN an. Chehadé will die Organisation künftig internationaler ausrichten. Die alleinige Aufsicht der Rootzone durch die USA nannte der ICANN-CEO einem Bericht von heise online zufolge "nicht nachhaltig". Es sei denkbar, dass mögliche Veränderungen an Länderadressen wie .de oder .at künftig von den jeweiligen Registrys selbst beaufsichtigt werden. Selbst für generische Top-Level-Domains schloss Chehadé solche Schritte nicht aus. ICANN will nicht als US-amerikanischer Konzern wahrgenommen werden. Mittlerweile hat die Organisation neue Büros in Singapur und Istanbul eröffnet, ein weiteres in Genf soll folgen. Möglicherweise soll ICANN künftig auch unter neuem Recht eingetragen werden, kündigte Chehadé auf der newdomains an.

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