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OK Google, wie kann die optimale Voice Search für Unternehmen aussehen?

Voice Search ist im Trend: Egal ob Alexa oder Google Assistent, die User greifen vermehrt auf die Hilfe von Sprachassistenten zurück. Webseiten und Unternehmen sollten sich darauf vorbereiten, dass die Voice Search zum Standard wird. Für viele Unternehmen wird dieser Trend eine Chance, aber auch eine Herausforderung sein.


Dass sich die Welt des Online Marketings im stetigen Wandel befindet, ist nichts Neues. Durch die Voice Search kommt es jetzt auf Nutzerseite zu einer dauerhaften Veränderung der Online-Suchgewohnheiten. So stellt Sprache meistens die einfachste und schnellste Interaktionsmöglichkeit dar. Vor Allem, wenn es darum geht, schnell, bequem und parallel zu anderen Tätigkeiten an Informationen zu gelangen oder eine Interaktion zu starten, wie zum Beispiel einen Anruf oder die Navigation.
Und so bereichert Voice Search nicht nur den Alltag, sondern spiegelt wider, wie in Zukunft Content bereitgestellt werden sollte, um relevant zu bleiben. Voice Search bietet nicht nur Bequemlichkeit (Suchanfragen werden laut ausgesprochen statt eingetippt), sondern vor allem Informationen zu Produkten und Dienstleistungen und kann so zu wichtigen Entscheidungen im Online-Handel beitragen.

Hey Siri, welche Anforderungen stellt die Voice Search an Domains?

Bislang wurden Domains nach den folgenden drei Kriterien ausgewählt: kurz, leicht zu merken und eine eindeutige Schreibweise. Alexa, Google und Siri ändern nun mit Hilfe von Sprachsteuerung die Online-Suche. Erfolgskriterien von URLs und Domainnamen werden so buchstäblich verändert.

  1. Domains müssen nicht mehr besonders kurz sein
    Während bislang kurze Domains mit einfacher Schreibweise Vorzug fanden, ermöglicht die Voice Search nun die Verwendung längerer URLs.
     
  2. Fragesätze imitieren das natürliche Sprachverhalten
    Das Aussprechen von Fragen gehört zur gesprochenen Sprache. Amazon’s Alexa, Siri und Cortana sollen bei der Beantwortung von Fragen behilflich sein. Der grundlegende Unterschied zwischen Sprach- und Textsuche ist der Inhalt: Während man bei der Textsuche Phrasen eingibt wie “Domains günstig kaufen”, werden bei der Sprachsuche Fragesätze und Longtail-Sätze mit zehn Keywords und mehr verwendet, z. B. “Wo kann ich meine Domains unkompliziert verwalten?”.
     
  3. Einfaches Aussprechen von Domain-Namen ist entscheidend
    Die eindeutige Phonetik, also ein verständlicher Sprachlaut einer Domain, wird mit der Voice Search zum verbindlichen Kriterium. Mit neuen Domain-Endungen wie .SHOP, .CAR lassen sich leicht verständliche und merkbare Adressen kreieren.
    Adressen mit Abkürzungen, Zeichen und Zahlen hingegen werden mit der Voice Search zunehmend an Relevanz verlieren.

Um zu überprüfen, ob sich ein Domain-Name für die Sprachsuche eignet, sollten Sie den Radio-Test durchführen. Ziel des Tests ist es, herauszufinden, ob ein potenzieller Kunde in der Lage ist, nach dem Hören des Radio-Spots, die dazugehörige Website zu finden.
Nehmen Sie hierfür einfach die Werbebotschaft samt Domain in einer kurzen Sprachnachricht auf ihrem Smartphone auf und bitten Sie Ihre Kollegen, sich diesen "Spot" probeweise anzuhören. Kann sich der Hörer danach noch an die Domain erinnern, ist der Test bestanden.

Alexa, was wird sich die Voice Search entwickeln?

Sprachassistenten werden immer intelligenter und der Grundgedanke der einfachen Suche rückt vermehrt in den Hintergrund. Dafür rückt die Bereitstellung von Informationen, die für den Hörer sinnvoll und nützlich sein können, in den Fokus. Laut einer Studie von Uberall halten fast 60 % der Befragten Voice Search für ein relevantes Zukunftsthema. 22 % der deutschen Verbraucher führen mindestens ein Mal pro Woche eine Sprachsuche durch. Bislang nutzen über 59 % der deutschen Konsumenten die Sprachsuche nicht. Die Gründe dafür liegen vor allem in der Benutzerfreundlichkeit: Rund ein Viertel der Verbraucher gab als Hauptgrund an, nicht an die Nutzung von Voice Search gewöhnt zu sein. 17 % stehen der Genauigkeit der Suchergebnisse noch skeptisch gegenüber und 11 % bezweifeln die Effizienz der Sprachsuche an sich.


Quelle: Statista

Cortana, wie integriere ich die Voice Search in meine Marketing-Strategie?

Fünf Schritte zur Voice Search für Unternehmen

  1. Suchanfragen identifizieren
    Noch bevor die Voice Search in die Marketing-Strategie mit eingebunden wird, sollten Signalwörter herausgesucht werden, welche die Voice Search klar eingrenzen. Hierzu kann eine Liste mit direkten Befehlen aller Sprachassistenten hilfreich sein.
    Bei der Identifizierung der Suchanfragen ist erneut die Sprachsuche mit Fragewörtern zu beachten: Sätze mit Longtail-Keywords sind hier die Regel. Anders als bei der Textsuche, in die der Nutzer eingeben würde “Domains günstig kaufen”, würde er bei der Voice Search fragen: “Wo kann ich die günstigsten Domains kaufen?”
     
  2. Thematische Gruppierungen festlegen
    Zunächst werden die beiden Gruppen “Fragen” und “Befehle” unterschieden. Mögliche Gruppierungen könnten dann so aussehen:
     
     Information: KostenSuche: AnbieterGoogleSiri
    FragenWie viel kostet eine .DE-Domain? Wie teuer ist ein SSL-Zertifikat?Wer ist der beste Anbieter für .DE-Domains?Ok Google, wie viel… / wer ist… ?Hey Siri, wie viel… / wer ist… ?
    BefehleSuche mir Preise für eine .DE-Domain!Zeige mir Anbieter für .DE-Domains!Ok Google, zeige mir…!Hey Siri, zeige mir…!


    Gruppierungen sind variabel und sollten so gestaltet werden, wie es für das jeweilige Produkt oder Business-Modell am sinnvollsten ist. So können die Gruppierungen auch nach Betriebssystemen oder demografischen Merkmalen erstellt werden. Auch thematische Gruppierungen können für die Erstellung von Anzeigengruppen sinnvoll sein.
     
  3. Kampagnen auf Voice Searches auslegen
    Für die Voice Search sind keine eigenen Kampagnen nötig: In bestehende Kampagnen können neue Anzeigengruppen eingebunden werden, die sich auf thematische Gruppierungen oder bestimmte Fragestellungen konzentrieren. Beim Neuerstellen der Anzeigengruppen sollte auf die Optimierung für Mobilgeräte geachtet werden. Außerdem sollten Gebotsanpassungen nach Themengruppen vorgenommen werden.
    Porbieren Sie auch verschiedene Anzeigentexte aus: Zu den fragespezifischen Anzeigengruppen könnten die Anzeigentexten beispielsweise aus Antworten auf die Fragen bestehen.
     
    Keyword“Wie viel kostet eine .DE-Domain?”
    Anzeigentext“.DE-Domain für -- € im Jahr registrieren.”

    Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die Suchen so granular wie möglich zu gestalten. Nutzer verschiedener Betriebssysteme unterscheiden sich häufig auch in ihrem Kaufverhalten. So wäre es für Nutzer, die nur über Apple Betriebssysteme kommen, sinnvoll, die Anzeigengruppe nur für Voice Searches über Siri einzubinden.

    In Bezug auf die Anzeigentexte gilt es, Inhalte auszuprobieren: Wie reagieren Voice Search User auf Inhalte? Welche Zielgruppe ist mit der Voice Search zu bedienen?
     
  4. Kundenfragen via Voice beantworten
    Sie sollten sich überlegen, welche Fragen Kunden an Sie und Ihre Produkte oder Dienstleistungen haben könnten. Interessenten benötigen relevante Informationen, um fundierte Entscheidungen über Ausgaben treffen zu können. Versuchen Sie, sich in potenzielle Kunden hineinzuversetzen und herauszustellen, wie Sie sich von Mitbewerbern am Markt unterscheiden.
     
  5. Analyse und stetige Optimierung der Voice Search
    Nach der Erstellung der Anzeigengruppen sollte die Performance beobachtet werden. Wie wirken sich die Änderungen auf Keyword-Ebene aus, gibt es positive Auswirkungen bei den Qualitätsfaktoren oder der Klickrate? Sind die Streuverluste über Suchanfrage-Berichte geringer geworden? Werden die CPC-Preise günstiger oder verändern sich die Anzeigenpositionen? Ein wichtiger Faktor sind natürlich die Conversion-Zahlen, die im Optimalfall steigen, während die Kosten pro Conversion fallen.

    In Bezug auf die Performance der Voice Search Anzeigengruppe ist zu beobachten, was sich im Vergleich zur alten Anzeigengruppe verbessert und was sich verschlechtert hat. Übliche Kriterien wie Impressions, Klicks, Conversions, Positionen usw. müssen optimiert, analysiert und weiter optimiert werden. In einem Vergleich der mobilen Zugriffe zu den letzten beiden Jahren könnte es sein, dass Longtail-Keywords häufiger auftauchen.

Wenn Sie sich dazu entschließen, Voice Search in die Marketing-Strategie aufzunehmen und entsprechend zu pushen, sollten Sie versuchen, branchenweit die besten Resultate zu liefern. Für die Suchmaschinenoptimierung auf Voice Search gilt: Ein Teil des Contents muss Fragen und eine kurze Antwort beinhalten.
Stellen Sie Google so viele und vor allem gut aufbereitete Informationen wie möglich über Ihr Unternehmen und Ihre Produkte zur Verfügung. Je leichter die Google Bots Inhalte durchsuchen und analysieren können, desto wahrscheinlicher tauchen Ihre Inhalte in den Suchergebnissen auf.

Bei der Entwicklung einer Strategie für die Nutzung der Sprachsuche sollten Sie immer den Kundennutzen im Blick behalten. Dieser sollte von der Funktion profitieren und eine möglichst einfache Bedienung erfahren können.


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