Schlechte Nachrichten für die Tages- und IT-Presse

Gerade die großen Nachrichtenhäuser haben wohl die Umstellung auf HTTPS, also die Verschlüsselung von Webseiten mit SSL-Zertifikaten, noch nicht mitbekommen – sind sie etwa "nicht sicher", was zu tun ist?


"Fake News", zu Deutsch "Falschmeldungen" oder auch "Lügenpresse": Die Medien haben mit vielerlei Vorwürfen zu kämpfen, die auf eine falsche Berichterstattung anspielen. "Lügenpresse" war sogar das Unwort des Jahres 2014. Viele Medienhäuser versuchen, das Vertrauen der Leser zurückzugewinnen. Dazu gehört unserer Meinung nach auch ein gültiges SSL-Zertifikat, das dem digitalen Leser suggeriert, dass Daten sicher übermittelt werden. Schließlich nehmen viele der Leser auch über die Online-Auftritte Kontakt zu den Publishern auf.

Die Großen hinken hinterher

"Unsichere Nachrichten" sind vielleicht nicht mit Falschmeldungen gleichzusetzen, können aber bei digitalen Lesern dennoch für Unmut sorgen. Das kann für kleinere Medienhäuser gefährlich werden, für die großen stellt es eher einen Fauxpas da und fällt natürlich umso mehr ins Auge. Deutschlandweit bekannte Zeitungen wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (kurz: FAZ), der Spiegel und sogar die Computer-Bild schützen ihre Online-Auftritte bislang nicht – und das obwohl auf den jeweiligen Seiten sogar Kontaktformulare zu finden sind.


Quelle: www.faz.de | Grafik: InterNetX

Lobenswert zu erwähnen sind kleinere Verlagshäuser wie die Mittelbayerische oder die Wetterauer Zeitung, denn diese werden auch über den Chrome-Browser als „sicher“ gekennzeichnet. Vielleicht sollten sich die Großen hier an den Kleinen ein Beispiel nehmen, denn die Glaubwürdigkeit ist für eine Zeitung unerlässlich.

Auch Computer Bild und der Spiegel haben kein SSL-Zertifikat
Quelle: www.spiegel.de / www.computerbild.de | Grafik: InterNetX

Chrome ist der weltweit meistbenutzte Browser

Mit 66,9% Marktanteil ist Google Chrome der weltweit am meisten genutzte Browser. Sich hierbei hinter der Annahme zu verstecken, dass Leser oder auch Kunden einen anderen Browser wie Firefox oder Safari verwenden können, kann wäre leichtsinnig und löst das Problem nicht. Nutzergewohnheiten sind schwer zu ändern und die meisten werden kaum den Browser wechseln, nur weil eine Webseite in Chrome nicht oder nur eingeschränkt erreichbar ist. Besser ist es also, ein gültiges SSL-Zertifikat zu verwenden, dass dem Nutzer Sicherheit garantiert.

Infografik: IE und Firefox auf dem Weg in die Nische | Statista Quelle: Statista

Einbindung eines SSL-Zertifikats: Zu schwer?

"Gefahr aus dem Netz"? – dabei könnte alles so sicher sein. Die Einbindung eines SSL-Zertifikats klingt vielleicht kompliziert, kann aber eigentlich von jedermann durchgeführt werden. Wer sich die Einbindung nicht selbst zutraut, kann sich auch ganz einfach helfen lassen. Mit dem Optimierungstool PROCEED werden SSL-Zertifikate sogar automatisch implementiert und 301-Redirects eingerichtet. Perfekt also für diejenigen, die Einbindung nicht selbst übernehmen oder viel Arbeitsaufwand vermeiden wollen.
Ob Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung oder der IT-Spezialist Computer-Bild: Dieses Missgeschick hätte leicht verhindert werden können.


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