26.01.2017

Statistik #2: ccTLDs und geoTLDs – local heroes 2.0

Länderspezifische Domainendungen sind begehrt wie eh und je. Kurze und einschlägige Domains mit ccTLDs sind inzwischen jedoch rar geworden. Die neuen geoTLDs sind eine echte Alternative.


Wirft man einen Blick in die internationale Domainstatistik, so ist nach wie vor .COM der Marktanführer. Mit 127 Millionen Registrierungen ist diese Domainendung die unangefochtene Nummer 1. Die Plätze 2 und 3 belegen die länderspezifischen Domainendungen .CN und .DE. ccTLDs erfreuen sich seit je her großer Beliebtheit. Dies liegt zum einen daran, dass man mit ihnen ein unmissverständlichen Hinweis darauf geben kann, in welchem Land das eigene Unternehmen ansässig ist, zum anderen sind ccTLDs stets nur zwei Buchstaben lang. Schließlich wird jedem Land nach ISO3166 ein Zwei-Buchstaben-Code zugewiesen.

Die Top 10 der ccTLDs

Spitzenreiter im Ranking der ccTLDs ist das Land der Mitte. 19,36 Millionen registrierte Domains tragen die Domainendung .CN. Platz zwei belegt tatsächlich das hinsichtlich der Einwohnerzahl stark unterlegene Deutschland mit .DE. Stolze 16,13 Millionen Domains sind mit der Länderendung der Bundesrepublik auf dem Markt – dies bedingen vornehmlich die liberalen Registrierungsbedingungen der DENIC. 10,76 Millionen Domains tragen die königliche Domainendung .UK. Das Vereinigte Königreich schafft es damit auf Platz 3. Die Plätze 4 und 5 liegen mit 5,64 Millionen und 5,25 Millionen registrierter Domains nah beieinander. Im Wettstreit: David gegen Goliath – die Niederlanden (.NL) verweisen die Russische Föderation (.RU) auf den fünften Platz. Noch enger geht es zwischen dem Gastgeber der WM 2016 und der Europäischen Union zu. Aktuellen Zahlen zufolge hat Brasilien die Nase vorn und sichert sich mit 3,87 Millionen Domains mit der Endung .BR den sechsten Platz vor der Europäischen Union mit .EU und 3,86 Millionen Registrierungen. Australien, Frankreich und Italien belegen die letzten drei Plätze in der Top 10 Liste der ccTLDs. Mit 3,05 Millionen registrierten .AU-Domains, 2,98 Millionen .FR-Domains und 2,96 Millionen .IT-Domains trennen auch sie nicht allzu viele Registrierungen voneinander.

Top 10 der ccTLDs
Top 10 der ccTLDs

Die Top 10 der geoTLDs

Seit 2013 werden die ccTLDs um die sogenannten geoTLDs ergänzt: Die erfolgreichste unter Ihnen ist mit großem Abstand .KIWI mit 201.542 registrierten Domains. Den zweiten Platz sichert sich der Big Apple mit .NYC und 70.482 registrierten Domains. Die europäischen Metropolen .BERLIN mit 57.925 Registrierungen und .LONDON mit 55.438 Registrierungen belegen die Plätze 3 und 4. Die japanische Millionenstadt Tokyo holt sich mit ihrer gleichnamigen geoTLD und 48.861 Registrierungen den fünften Platz. Für uns Regensburger ist es besonders erfreulich, dass es unsere Freistaat-Domain .BAYERN mit 30.258 Registrierungen vor .AMSTERDAM (24.815 Domains) auf den 6. Platz geschafft hat. Die deutschen Großstädte Hamburg (23.818 Registrierungen) und Köln (23.729 Registrierungen) holen sich mit ihren gleichnamigen geoTLDs die Plätze 8 und 9. Das Schlusslicht der Top 10 geht an die Hauptstadt der Russischen Föderation mit 20.201 Domains. .PARIS verfehlt die Top 10 um gerade einmal 289 Registrierungen (19.903 Domains). Ebenfalls nicht mehr unter die Top 10 schaffen es .ISTANBUL und .SWISS - .SWISS. bleibt mit 16.565 Registrierungen weit hinter den Erwartungen zurück. Dies liegt vornehmlich an den strengen Auflagen des schweizerischen Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM). Zudem werden viele der registrierten .SWISS-Domains nicht autark genutzt, sondern sind lediglich mit einem Redirect versehen. Die bevölkerungsstärkste Stadt der Türkei erfreut sich mit ihrer Endung .ISTANBUL hingegen eines kontinuierlichen Wachstums und wird in absehbarer Zeit von ihrem zwölften Platz sicherlich einige Platzierungen nach oben wandern.

Top 10 der geoTLDs
Top 10 der geoTLDs

geoTLDs – eine echte Alternative

Unabhängig vom Patriotismus oder der besonderen Zuneigung zur eigenen Stadt, der Region oder dem Freistaat sollte der Wechsel auf eine geoTLD noch aus einem anderen Grund ernsthaft in Erwägung gezogen werden: Wird die Domain in einem regionalen Kontext betrieben, so verschafft man sich mit der passenden geoTLD einen Vorteil in den Suchmaschinen. Gemäß einer Studie von searchmetrics aus dem Jahr 2014 erreichen Domains mit geoTLDs bei regionalen Suchanfragen einen Rankingvorteil von 1,18 Positionen. Zudem sind bei den neuen geoTLDs noch kurze, einschlägige Domains verfügbar, die leichter im Gedächtnis bleiben und so dem Webseitenbetreiber mehr Klicks bescheren. Ob Ihre Wunschdomain mit der passenden geoTLD noch verfügbar ist, können Sie hier überprüfen!


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