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Trump vs. Biden: Eine Domain-Analyse

Im Zuge der Wahlkampagnen von Biden und Trump wurden viele Domains registriert. Eine Domain-Analyse zeigt spannende Ergebnisse.


US Wahl Umrisse Trump und Biden

Die US-Wahl steht kurz bevor und der Ausgang ist noch ungewiss. Im Vorfeld werden viele Umfragen gemacht und Analysen dazu ausgearbeitet.
Unabhängig von den Umfragen zum Wahlergebnis haben wir von InterNetX eine etwas andere Auswertung vorgenommen: Wir haben die Domains, die in Zusammenhang mit Donald Trump und Joe Biden registriert sind, einer Detailanalyse unterzogen.
Hierfür haben wir über 5.000 Keyword-Domains mit dem Trademark Research Service ausgewertet. Der Trademark Research Service untersucht bei einem Scan über 350 Mio. Domains in 1.750 Root-Zonen – in diesem Fall auf die Keywords "Joe Biden" und "Donald Trump".

Domain-Registrierungen mit den Keywords “Donald Trump” und “Joe Biden”

Unter den Namen der beiden US-Präsidentschaftskandidaten “Donald Trump” oder “Joe Biden” wurden bereits in der Vergangenheit zahlreiche Domains registriert. Darunter auch Domains mit kleineren Tippfehlern, Bindestrichen und den verschiedensten Domain-Endungen. 

Im Vergleich zu "Joe Biden" sind sehr viel mehr Domains unter “Donald Trump” registriert. Trump führt deutlich bei der absoluten Anzahl an Domain-Registrierungen mit 3.867 zu 1.415 (Verhältnis 2,73:1), was mit den Google Suchergebnissen 849 Mio. zu 345 Mio. (Verhältnis 2,46:1) korreliert. Hier muss sich Joe Biden dem Rivalen Donald Trump bislang geschlagen geben.
Einer der Gründe dafür: Joe Biden war nach seiner zweiten Amtszeit als Vice President im Jahr 2017 weitgehend von der politischen Bildfläche verschwunden, bis seine Kandidatur als Präsident am 25. April 2019 angekündigt wurde. Ein sehr hoher Anteil der Joe Biden Domains wurden erst nach diesem Datum im Zuge der Wahlkampagne erstellt.
Auch bei Trump sind die Registrierungen ab der Bekanntgabe seiner Kandidatur im Jahr 2015 sprunghaft angestiegen. 

Bei den Google Trends hingegen hat aktuell Joe Biden die Nase vorn. Das war jedoch in den vergangenen zwölf Monaten nicht immer der Fall, wie die folgende Grafik zeigt. 

Quelle: Google Trends 

Die Google Trends geben den Verlauf des Suchvolumens nach den entsprechenden Keywords an. Zu sehen ist, dass sich das Suchvolumen zu Biden seit seiner Nominierung als demokratischer Kandidat am 18. August 2019 an das von Trump angenähert hat.

Nach der Analyse des Suchvolumens auf Ebene der Staaten für die Anfragen “Joe Biden” und “Donald Trump” in den vergangenen zwölf Monaten liegt der Kandidat der Republikaner in allen 51 Staaten vorn, teilweise jedoch nur mit zwei Prozentpunkten.


Quelle: Google Trends

America first – oder doch lieber .com, .net und .org?

Auch wenn Donald J. Trump nicht müde wird, seinen Wahlspruch “America first” laut zu verkünden, verwenden beide Kandidaten für ihre Kampagnen vorrangig  .com Domains. Unter allen Domains, die das Keyword “Trump” enthalten, sind weniger als 1,5 % mit der Domainendung .us registriert, mit dem Keyword “Biden” sind es knapp 2,5 %. Die offizielle Seite von Trump ist erreichbar unter DonaldJTrump.com und die von Biden unter JoeBiden.com.
Überraschend ist dieses Ergebnis in Hinblick auf die Nutzung von .us Domains in den USA allerdings nicht. Allein in den USA sind laut dem Global Domain Report über 91 Mio. .com Domains registriert, während weltweit nur weniger als zwei Mio. .us Domains registriert sind. Die Einwohnerzahl in Relation zu registrierten Domains unter der ccTLD der USA liegt unter einem Prozent. Deshalb kann .com auch als die inoffizielle Länderendung der USA betrachtet werden.

New gTLDs für die US-amerikanischen Parteien

Die US-amerikanischen Parteien haben sogar eigene new gTLDs: .democrat, .republican und .gop (grand old party). Diese wurden jeweils nur einige wenige Male registriert. Unter den insgesamt über 5.000 registrierten Domains in Zusammenhang mit Trump und Biden wurden eine einzige .gop Domain unter den Biden Keys, sechs .gop Domains, sechs .republican und eine .democrat unter den Trump Keys registriert.

Anteile von new gTLDs, ccTLDs und gTLDs

Die Wahlkampf-Manager und die Anhänger von Trump und Biden verlassen sich jedoch zum größten Teil auf die Registrierung von .com Domains und verwenden vergleichsweise wenige new gTLDs.
Die generischen Endungen .org und .net liegen bei beiden Kandidaten bei über 5 %, während zahlreiche new gTLDs nur weniger als 1 % ausmachen und mit ein- und zweistelligen Registrierungen auffallen. Das könnte von kritischen Beobachtern als konservativ ausgelegt werden.

 

Domains mit dem Keyword Joe BidenDomains mit dem Keyword Donald Trump
TLDAnzahlin %Anzahlin %
.com95567.49263269.52
.org1168.202526.66
.net805.561945.12
.us621.64352.47
.co280.74100.71
.xyz160.4260.42
.biz150.490.64
Rest37910.0117112.08

Interessant an dieser Stelle ist, dass Joe Biden einige new gTLDs aktiv für seine Kampagne im Einsatz hat.

  • therealjoebiden.org → Startseite
  • joebiden.io → Startseite
  • joebiden.lgbt → Unterseite: joebiden.com/lgbtq/
  • realjoebiden.net → Startseite
  • realjoebiden.com → Startseite

Wie gut sind die Domains der US-Präsidentschaftskandidaten geschützt?

Wie eingangs gezeigt, werden zahlreiche Tippfehler-Domains registriert. Diese werden nicht nur von den Wahlkampf-Teams selbst verwendet, sondern häufig auch von Cyberkriminellen.

Einige eng mit den Kampagnen-Websites von Joe Biden und Donald J. Trump verknüpfte Domains weisen keine grundlegenden Domain-Sicherheitsprotokolle auf und werden gezielt für cyberkriminelle Aktivitäten wie Domain-Spoofing und für Bedrohungen wie die Entführung von Domains sowie Phishing missbraucht.

Über 90 % dieser Websites verwenden keinen Registry-Lock, um ihre Domains vor Domain- und DNS-Hijacking zu schützen. Die Websites sind Phishing-Angriffen, Netzwerkangriffen und E-Mail-Missbrauch ausgesetzt.
Auch wenn Domains sich häufig als Bedrohungsfaktor für Unternehmen und prominente Personen herausstellen, wird dieser Bereich bei der Cybersicherheit oft übersehen. 
In Bezug auf die US-Wahl, die von der ganzen Welt verfolgt wird, bieten die Domains der beiden Präsidentschaftskandidaten hohes Potenzial. Die Domains JoeBiden.com und DonaldJTrump.com stehen dementsprechend stark unter Beschuss.

Kurz vor den Wahlen wurde die Website von Donald Trump gehackt. Am Dienstag, den 27. Oktober 2020, prangte auf der Unterseite zum Thema Events ein Hinweis darauf, dass die Seite beschlagnahmt wurde und die Welt genug von Donald J. Trumps Fake News hätte. Es folgten Anschuldigungen gegen die amerikanische Regierung sowie gegen Trump persönlich.Mit sinnvollen Schutzmaßnahmen hätte dieser Angriff verhindert werden können.

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