Was ist eigentlich dieses Kubernetes und wie schmeckt das?

Ok, Spaß beiseite: Essen kann man es nicht, aber für den ein oder anderen könnte es dennoch ein Leckerbissen sein. Kubernetes oder K8S ist auf einmal in aller Munde. Dabei wissen die Wenigsten, was es eigentlich ist. Wo es herkommt und was es eigentlich ist, erfahren Sie hier in unserem Blog-Beitrag.


Vereinfacht ausgedrückt – und nur um eine erste Idee zu bekommen: Kubernetes ist ein Open-Source-System zur automatisierten Bereitstellung, Skalierung und Verwaltung von Containeranwendungen. An diesem Punkt ergab sich für uns schon die erste Frage: Was sind Container-Anwendungen? Da war unserem SysAdmin, der mir Kubernetes erklären sollte, klar: Er fängt am besten nochmal ganz von vorne an. Dieser Artikel kann die Thematik nicht bis ins kleinste Detail erläutern, aber er bietet einen ersten Einblick in das Thema Kubernetes.

Alles rein in den Container

Container haben DevOps revolutioniert: Sie sorgen dafür, dass Anwendungen verlässlich laufen, nachdem sie von einer Umgebung in eine andere versetzt worden sind. Aus Sicht des Linux-Betriebssystems sind Container auf Namespaces eingeschränkte Prozesse. Ein Prozess in einem Namespace ist ein völlig anderer, als einer außerhalb dieser Umgebung. Prozesse, die sich einen Namespace teilen können Ressourcen gemeinsam nutzen und sind dennoch von anderen Prozessen isoliert. Mit der stetig wachsenden Zahl an Containern hat sich die Frage nach der Orchestrierung ergeben. Container müssen nicht nur gestartet und gestoppt werden können, auch die Zusammenarbeit muss organisiert werden. Zudem sind Container die perfekte Verpackung für Microservices. Aber was sind nun Microservices?

Monolithische Systeme werden abgelöst

Monolithen sind durch das immense Spektrum an Funktionen, das sie beinhalten, unübersichtlich. Sie erfüllen zwar ihren Zweck, sind aber in der Handhabung sehr kompliziert. Kubernetes bricht die schweren Monolithen auf: Dank der Microservices, die einzeln in Container verpackt werden, gewinnt das Ganze an Übersicht. So kann auf die verschiedenen Services leichter und schneller zugegriffen werden. Der große Monolith ist also in mehrere kleine Services unterteilt und die kleinen Services stecken dann allein oder zu zweit in einem Container. Neue Funktionen, Services und Fixes können dank Containern und deren Orchestrierung mit Kubernetes ohne Downtime ausgerollt werden.

Container-Orchestrierungs-System K8S

K8S sorgt dafür, dass Entwickler und IT-Administratoren Deployment, Betrieb, Wartung und Skalierung von Container-basierten Anwendungen vereinfachen und automatisieren können. Das kann man sich ungefähr so vorstellen wie bei einer Sitcom: Die Pods, die von K8S organisiert werden, sind einzelne Folgen, die eine abgeschlossene Handlung, einen Anfang und ein Ende haben. Als Großes und Ganzes betrachtet zieht sich aber ein Erzählstrang durch die ganze Serie: Die Charaktere bleiben erhalten und entwickeln sich weiter - ähnlich wie die Pods im Container-Orchestrierungssystem erhalten bleiben und innerhalb dieses Systems arbeiten.

Aye aye, Captain!

„Kubernetes“ ist eigentlich das griechische Wort für Kapitän oder Pilot. Container werden sozusagen durch das große Kubernetes-Schiff zu einem Part von etwas Großem, Ganzen. Die Container bekommen ein Zuhause und irren nicht mehr auf einem Floß im Ozean herum. Sie werden sozusagen Teil eines großen Schiffs, unterstehen dem Kubernetes-Kapitän. Die sogenannten Pods verbinden die einzelnen Elemente miteinander - also eigentlich das Overlay-Network mit dem Rest der Umgebung. Er hält sozusagen eine beliebige Anzahl von Containern, in der Regel aber zwei.

Warum braucht es nun Kubernetes?

Kubernetes verspricht eine radikale Optimierung, von der Entwicklung bis zum Deployment und dem Betrieb von komplexen Server-Anwendungen, die eine hohe Last bewältigen und schnell automatisiert skalieren müssen. Entwicklern, IT-Administratoren und DevOps-Teams wird mit K8S die Arbeit erleichtert. Sowohl für Start-ups als auch für große Konzerne ist K8S eine geeignete Lösung. Komplexe Monolithen lassen sich durch eine Infrastruktur ersetzen, die auf Containern und Mircoservices basiert. Mit Kubernetes lässt sich diese neue Form von Infrastruktur einfach und professionell verwalten, da die Orchestrierung von Containern über mehrere Maschinen ermöglicht wird. Softwarehersteller die langfristig mit der Konkurrenz mithalten wollen, sollten sich mit Kubernetes auseinandersetzen.

Ein Blick in die Zukunft verrät uns, dass Kubernetes erst ganz am Anfang steht und das System noch weite Kreise ziehen wird. Um noch mehr zum Thema Kubernetes zu erfahren, warum und vor allem wie man es einsetzt, erfahren Sie auch in unserem Podcast:


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