InterNetX Blog https://www.internetx.com/blog/ de_DE TYPO3 News Wed, 07 Dec 2022 09:31:58 +0100 Wed, 07 Dec 2022 09:31:58 +0100 TYPO3 EXT:news news-1505 Wed, 16 Nov 2022 16:01:32 +0100 Krypto & NFT: Eine Analyse der beiden Trend-Keywords in Domains https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1505&cHash=c0605e3614e535b448d447d6be86d4f2 Wir haben Domains recherchiert und analysiert, die die Keywords “Krypto” und “NFT” enthalten. Das Ergebnis? Die Zahl der Domains mit den beiden Keywords verzeichnet einen hohen Anstieg. Wir alle wissen, dass Domains für die Online-Präsenz unerlässlich sind. Und die Verwendung von Keywords mit Bezug zum Unternehmen in Domains ist ein erfolgreiches Best Practice Beispiel. Durch das schnelle Wachstum der Krypto- und NFT-Branche in den letzten Jahren hat auch die Verwendung dieser beiden Keywords in Domains einen Boom erlebt.

Auch wenn das Rekordwachstum jüngst zum Erliegen kam: Der Erfolg des Krypto- und NFT-Marktes der letzten Jahre sorgt dafür, dass immer mehr Unternehmen Domains mit den beiden Trend-Begriffen registrieren. In unserem Global Domain Report 2022 haben wir einen Trend zu Domains mit Krypto und NFT in den Top-Premium-Suchbegriffen festgestellt. Krypto- und NFT-Keywords erreichten 2021 den Spitzenwert und machten auch die teuersten Domain-Verkäufe aus.

Wir wollten Licht ins Dunkel bringen und besser verstehen, wie sich der Markt entwickelt. Durch Nutzung der Suchmaschine von Dataprovider.com konnten wir das Netz scannen und einen Überblick der aktuellen Marktsituation von Domains mit den Keywords “Krypto” und “NFT” zu erhalten. Die Daten geben uns einen zuverlässigen Überblick und liefern spannende Einblicke in das volatile Marktsegment.

Die Datenbasis: Domains mit dem Keyword “Krypto”

Es ist nicht verwunderlich, dass Verisign während einer der ersten Bitcoin-Rallys im Jahr 2017 berichtete, dass neun von zehn Trend-Keywords für .com und .net mit Kryptowährungen in Verbindung standen. Das Keyword hat seitdem an Wert gewonnen und ähnliche Domains wurden auf verschiedenen Marktplätzen für Tausende USD verkauft und erreichten dadurch neue Rekordzahlen.

Um die aktuelle Marktsituation von Domains mit Krypto-Keywords so genau wie möglich widerspiegeln zu können und eine möglichst breite und zuverlässige Datenbasis zu haben, haben wir verschiedene Variationen in mehreren Sprachen berücksichtigt und mögliche IDNs in den weltweit meistgesprochenen Sprachen analysiert. Unser Datensatz umfasste folgende Varianten:

  • Crypto und crypt für Englisch
  • Krypto und krypt für die meisten germanischen Sprachen
  • Крипто im kyrillischen Alphabet für die meisten slawischen Sprachen
  • Κρυπτο für Griechisch
  • Kripto für Turksprachen
  • Krypto für romanische Sprachen
  • 密码 für vereinfachtes Chinesisch
  • 暗号 für Japanisch
  • क्रिप्टो für Hindi
  • تشفير für Arabisch

Wir weisen jedoch darauf hin, dass Domains in anderen Sprachen als Englisch und Romanisch nur ein paar hundert weitere Domains zu den Ergebnissen beigetragen haben. Internationalisierte Domains (IDNs) machen nur 0,3 % des Datensatzes aus. Wir haben auch berücksichtigt, dass das Keyword “Krypto” mehr als nur Kryptowährungen betrifft. So kann es beispielsweise auch für die Studienrichtung Kryptografie oder Verschlüsselungsdienste stehen. Um genauere Ergebnisse zu erzielen, haben wir die Daten gefiltert. Beispielsweise wurden alle Domains entfernt, die das Wort "Kryptografie" enthalten. Das verkleinerte die Datenbasis nur geringfügig. Es bleibt im Ergebnis ein Datensatz mit 576.582 Domains übrig.

Krypto-Keywords in Domains liegen im Trend

Der Währungsmarkt für Krypto ist in den letzten Jahren enorm gewachsen und dieser Trend hat sich auch auf Domains ausgewirkt. So hat das Keyword “Krypto” in den letzten zwei Jahren einen Boom erlebt. Von Oktober 2019 bis September 2022 gab es einen Anstieg von 92,98 % bei Hostnamen, die das Keyword „Krypto“ enthielten. Sehen wir uns die Daten im Detail an.

Als Erstes haben wir die Herkunft der Domains analysiert. Betrachtet man das geografische Gebiet, aus dem die Domains stammen, liegt Nordamerika mit 67,5 % weit vor allen anderen Kontinenten.

Die USA ist das Land mit der größten Anzahl dieser Domains. Die Top-3-Regionen sind Kalifornien (11,4 %), New York (9,6 %) und Florida (4,1 %). Die Regionen mit dem höchsten Anteil an “Krypto”-Keyword-Domains in Europa sind der Großraum London (4,5 %) im Vereinigten Königreich, Nordrhein-Westfalen in Deutschland (2,3 %) und Oberösterreich (2,1 %).

Inhalte bei Domains, die das Keyword “Krypto” enthalten

Sehen wir uns nun die Inhalte an, die auf den Domains mit “Krypto”-Keywords gehostet werden. Nur 40,4 % der insgesamt 576.582 Domains weisen auf eine entwickelte Website hin, d. h. eine Website mit manuell erstellten Inhalten. 28,6 % der Domains verweisen auf Platzhalter-Seiten und 24 % dieser Domains sind geparkt. Sie stehen also zum Verkauf, sind reserviert oder zeigen nur Werbung.

Wenn wir unseren Fokus auf geparkte Domains setzen, lässt sich Folgendes feststellen: Die Daten stellen einen interessanten Vergleich des aktuellen Trends in der Kryptowelt und seines Einflusses auf die Domain-Branche dar. Stand Oktober 2019 machten geparkte Domains mit dem Keyword “Krypto” 3,9 % der Daten aus. Zwei Jahre später, im September 2022, ist ein Anstieg der geparkten Domains mit dem Keyword “Krypto” um 679 % zu verzeichnen. Domain-Investoren sind also dem Trend gefolgt und haben stark in Domains investiert, die das marktrelevante Keyword enthalten.

56,3 % der identifizierten Inhalte auf Websites innerhalb unserer Daten beziehen sich auf die Arbeit, Finanzen oder IT-Dienstleistungen. 7,4 % beziehen sich auf die Krypto-Multimedia- und Unterhaltungsinhalte. Beim verwendeten CMS entschieden sich 49,9 % für WordPress, gefolgt von Sitefinity (38,6 %). Es ist auch nicht verwunderlich, dass 59,9 % als Zahlungsmethode Bitcoin akzeptieren.

Unter welchen TLDs sind Domains mit dem Keyword “Krypto” registriert?

19,5 % der Domains mit dem Keyword “Krypto” wurden unter new gTLDs registriert, 8,7 % unter ccTLDs. Spitzenreiter ist die gTLD .com.

Ohne die ccTLD .co, die allgemein als generische Top-Level Domain für Unternehmen (engl. “company”) verwendet wird, stehen folgende ccTLDs in der Top 5: .de (1,2 %), .eu und .ru (0,5 %), gefolgt von .nl und .uk (0,4 %). Hervorzuheben ist außerdem das Wachstum innerhalb der letzten zwei Jahre der TLD .xyz von 265 % innerhalb dieses Sektors. Die Registry XYZ Inc. hat in mehrere Partnerschaften mit Akteuren des Web3.0-Ecosystems investiert und .xyz zu einer der beliebtesten gTLDs innerhalb des Segments gemacht. Beispielsweise durch die Zusammenarbeit mit Ethereum Name Service (ENS), die es Registranten ermöglicht, eine .xyz-Domain als Wallet-Adresse zu verwenden.

Das steigende Interesse an NFT hinterlässt Spuren in der Domain-Branche

Der non-fungible Token (NFT) ist eine neue und spannende Möglichkeit, digitale Assets zu sammeln. NFTs sind digitale Gegenstände, die man besitzen und verkaufen kann, aber nicht kopieren oder duplizieren. Dies macht NFTs für Sammler und Investoren attraktiv, da sie einzigartig und einmalig sind. Die Elemente basieren auf der Blockchain-Technologie und werden hauptsächlich auf Marktplätzen verkauft. In den letzten zwei Jahren ist das Interesse an NFTs gestiegen. Der Höhepunkt in der Google-Suche wurde im Januar 2022 erreicht.

Die Verwendung des Keywords “NFT” in Domains

Die Suche nach Domains mit dem Keyword “NFT” in der Datenbank von Dataprovider.com ergab 341.246 Datensätze. Anders als beim Keyword Krypto haben wir nicht nach alternativen Versionen in anderen Sprachen gesucht. Obwohl es für die erweiterte Version von „non-fungible token“ eine Übersetzung in alle Sprachen gibt, ist die Abkürzung weit verbreitet. Es war fast schon offensichtlich, dass ein so großer Trend die Branche beeinflussen würde. Die Zahl der Hostnamen mit dem Keyword “NFT” ist von Oktober 2019 bis September 2022 um 500 % gestiegen.

Wieder einmal sind Nordamerika und die USA Trendsetter in diesem Bereich. Bei genauer Betrachtung der Daten und Regionen ist jedoch ein spannender Plot Twist im Angebot zu beobachten.

Deutschland ist zwar das zweitgrößte Land nach der Anzahl der gehosteten Domains mit dem Keyword “NFT”, ist jedoch weit entfernt von Nordamerika. Regional gesehen erreicht Deutschland aber den ersten Platz. Baden-Württemberg (11,8 %) und Nordrhein-Westfalen (11,4 %) sind die Regionen, in denen sich die meisten Websites mit dem Keyword “NFT” in der Domain befinden. Gefolgt von Bayern (9,7 %) und dem Berliner Umland (5,5 %).

Auch auf Stadtebene führt Deutschland die NFT-Tabelle, mit Berlin an erster Stelle (11,3 %), an. Gefolgt von Hamburg (4,3 %) und München (4 %). Städte wie New York (1,8 %), San Francisco (1,5 %) und London (1,5 %) weisen niedrigere Raten auf.

Inhalte auf Domains, die das Keyword “NFT” enthalten?

Ein Thema wie NFT entfachte einen Wettlauf um die besten Domains für den Start zukünftiger Projekte oder den Verkauf an den meistbietenden Käufer. Unter den 341.246 ausgewerteten Datensätzen haben nur 32,3 % eine entwickelte Website mit manuell erstellten Inhalten. 33,4 % der Domains sind Platzhalter mit Inhalten, die von einem Registrar bereitgestellt werden, und 25,9 % sind geparkte Domains.

Welche TLDs sind für Domains mit dem Keyword “NFT” registriert?

22,9 % der Domains, die das Keyword “NFT” enthalten, sind unter einer new gTLDs registriert. 12,7 % sind unter einer ccTLD registriert. Die deutsche ccTLD .de ist am präsentesten (6,2 %). Ohne erneute Berücksichtigung von .co, nimmt die chinesische ccTLD .cn (1 %) den zweiten Platz ein, gefolgt von .at (0,5 %) und .ch (0,4 %). Da NFTs eine enge Verbindung zur Kunstwelt haben, sollte es nicht überraschen, die new gTLD .art in den Charts zu sehen.

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Trends beeinflussen die Domain-Branche

In einer sich ständig verändernden Welt ist die Domain-Branche keine Ausnahme. Sie entwickelt sich ständig weiter, da soziale, technologische und wirtschaftliche Trends die Märkte laufend beeinflussen. Alles, was heutzutage im Netz passiert, benötigt eine Domain – von Websites, über Blogs und Web-Apps, bis hin zu mobilen Apps. Analysiert man die aktuelle Marktlage, wird der Ansturm auf die Registrierung von Domains mit den Keywords “Krypto” und “NFT” deutlich sichtbar. Bestimmte Nischen entwickeln immer noch Inhalte unter diesen Domains, während andere bereits ihre einprägsamen Internetadressen nutzen.

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Domains
news-1503 Mon, 31 Oct 2022 15:54:53 +0100 IaaS: 6 Vorteile für das Wachstum Ihres Unternehmens https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1503&cHash=16573893c2500eeb66af9a40e3128128 Infrastructure as a Service ist die perfekte Cloud-Lösung für Unternehmen, die expandieren möchten, ohne die Vorteile einer On-Site- Infrastruktur zu verlieren. Und auch ohne die damit verbundenen Kosten. Die Umstellung auf Cloud Computing ist die Grundlage der heutigen digitalen Revolution und ermöglicht es, Geschäftsprozesse online zu stellen. IaaS (Infrastructure as a Service) ist eine der primären Technologien, die durch Cloud Computing ermöglicht werden und die erfolgreichsten Unternehmen weltweit unterstützen. Zusammen mit PaaS (Platform as a Service) und SaaS (Software as a Service) gelten sie als Vorbilder der Infrastruktur- und Anwendungsnutzung. Bei traditionellen On-Site-Computing-Lösungen verwaltet eine Organisation den gesamten End-to-End-Stack (einschließlich aller Hardwarekomponenten, Software, Betriebssysteme, Virtualisierung usw.). Im Gegensatz dazu übernimmt Cloud Computing einige oder sogar alle diese Aufgaben und macht sie als Option über die Cloud zugänglich. Diese Cloud-basierten IT-Services haben die Interaktion mit Daten neu definiert und die Beziehung zwischen Unternehmen und Anbietern von Informations-Equipment neu ausgerichtet, während sie den internen IT-Abteilungen eine andere Rolle zuweisen.

Um die Gründe für diesen Erfolg zu verstehen, schauen wir uns zunächst an, was IaaS ist und wie es funktioniert, um dann die Vorteile von IaaS für die Geschäftserweiterung zu diskutieren.

Infrastructure as a Service: Was ist das?

In letzter Zeit gab es viele Neuigkeiten über Cloud-Dienste und die Zukunft der Infrastruktur. Sie fragen sich, was IaaS ist? IaaS steht für Infrastructure as a Service, wird aber manchmal auch als Hardware as a Service bezeichnet. Unternehmen entscheiden sich für das IaaS-Modell, um auf wichtige Computer-, Netzwerk- und Speicherressourcen zugreifen zu können, ohne diese Ressourcen kaufen und in ihren eigenen Räumlichkeiten installieren oder warten zu müssen.

Sie "mieten" Rechenressourcen und können über jede sichere und verschlüsselte Internetverbindung auf diese Ressourcen zugreifen. Der Vorteil ist klar: Sie können klein anfangen und die Ressourcen anpassen, wenn Ihre Applikation oder Leistung an Größe zunimmt. Unternehmen schätzen und verstehen den Wert von IaaS. IaaS machte 2020 mehr als ein Viertel des Cloud-Computing-Marktes aus und soll 2023 eine Wachstumsrate von 30,5% erreichen.

Quelle: Statista

IaaS, SaaS und PaaS: Was ist der Unterschied?

IaaS, SaaS und PaaS sind drei Säulen des Cloud-Computings. Worin unterscheiden sie sich? Sie haben ihre jeweils eigenen Vor- und Nachteile und passen zu verschiedenen Arten von Usern. Sehen wir mal etwas genauer hin.

IaaS steht für Infrastructure as a Service. Hier besitzt und verwaltet der Cloud-Anbieter seine eigenen Server, aber Sie können über die Cloud darauf zugreifen. Das ist empfehlenswert, wenn Sie die vollständige Kontrolle über Ihre Infrastruktur haben möchten. Diese muss jedoch eigenständig verwaltet werden. In diesem Artikel wird hauptsächlich über dieses Cloud-Modell diskutiert.

Der nächste Typ ist SaaS, was für Software as a Service steht. In diesem Fall hostet Ihr Cloud-Anbieter Ihre Anwendung auf seinen Servern und gewährt Ihnen über seine Website oder API Zugriff darauf. Sie müssen sich nicht um die Installation von Software auf Ihren Servern kümmern, sondern können stattdessen einfach die API aufrufen oder eine Website besuchen, um die Software zu verwenden. Der Anbieter verwaltet alles, vom Hosting bis hin zu Wartung und Updates, sodass Sie sich nur über eine Applikation mit Ihrem Konto anmelden müssen und gleich mit der Nutzung beginnen können.

Schließlich gibt es noch PaaS, was für Platform as a Service steht. Mit PaaS müssen Sie sich keine Gedanken über die Einrichtung von Servern machen. Der Cloud-Anbieter hostet eine vollständige Entwicklungsplattform, die Datenbanken, Speicher, Webserver usw. umfasst. Sie ermöglicht es Ihnen, Ihre Anwendungen auf der vom Cloud-Anbieter bereitgestellten Infrastruktur zu erstellen und auszuführen.

IaaS ist nicht nur etwas für große Unternehmen

IaaS funktioniert für jedes Unternehmen sehr gut, unabhängig von dessen Größe. Die Verwendung von IaaS bietet viele Vorteile, auch für kleine Unternehmen.

Obwohl große Unternehmen über mehr Ressourcen verfügen als kleinere, können kleine Unternehmen in Bezug auf Cloud-Technologie genauso von diesem Cloud-Modell profitieren. Sie konzentrieren sich auf das, was sie am besten können, während sie ihre Anforderungen an die IT-Infrastruktur an einen Drittanbieter auslagern. So sparen sie außerdem Geld, da sie weder jemanden einstellen noch teures Equipment kaufen müssen. Auch kleine Unternehmen können von IaaS profitieren, da sie schnell skalieren können, wenn sie zusätzliche Kapazität benötigen.

Große Unternehmen können mit der Cloud  Geld für die Infrastruktur sparen, was eine ihrer größten Ausgaben darstellt. Dadurch können Sie mehr in die Produktentwicklung investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Kunden zu gewinnen. Indem Sie eine IaaS-Lösung mieten, anstatt direkt eine zu kaufen (was Zehntausende von Dollar kosten würde), sparen sie Geld und haben dennoch Zugriff auf alle Vorteile einer High-End-Cloud-Plattform.

Der Nachteil von IaaS ist, dass es im Vergleich zu anderen Optionen, die dieses gewisse Maß an Kontrolle nicht besitzen, teuer sein kann. Daher ist es für Ihr Unternehmen möglicherweise nicht rentabel. Sollte Ihr Unternehmen spezielle Anforderungen haben, wie z. B. benutzerdefinierte Software, ist eine IaaS-Lösung nicht die beste Wahl, da sie nicht viel Flexibilität bietet, wenn benutzerdefinierte Anwendungen von Grund auf neu erstellt werden.

Die Idee hinter der Container-Technologie stammt aus dem Jahr 2000. Heute sind sowohl Docker als auch Kubernetes die meist verbreiteten Tools. Lesen Sie mehr über die einzigartigen Eigenschaften der Container-Technologie und ihre wesentlichen Vorteile.

Sechs Vorteile von IaaS für Unternehmen

Nachdem wir nun die Einzelheiten und Details von IaaS kennen, wollen wir uns sechs Vorteile ansehen, die dieses Cloud-Modell zur passenden Lösung machen, um Sie bei der Expansion Ihres Business zu unterstützen.

1# Skalieren Sie bei Bedarf einfach nach oben oder unten

Wenn Sie nach einer skalierbaren, flexiblen Cloud-Lösung suchen, ist IaaS die richtige Entscheidung. Einer der Hauptvorteile von IaaS ist, dass bei Bedarf schnell skaliert werden kann. Das ist möglich, indem IaaS eine virtuelle Maschine zur Verfügung stellt, die jederzeit gestartet oder gestoppt werden kann. Außerdem zahlen Sie bei IaaS nur für die Ressourcen, die Sie tatsächlich benötigen. Sie können plötzliche Traffic-Peaks oder neue Geschäftsinitiativen bewältigen, ohne sich Gedanken über die Einstellung von mehr IT-Personal oder den Kauf zusätzlicher Hardware machen zu müssen. Die Cloud ermöglicht es Ihnen, innerhalb von Minuten neue Server hochzufahren oder herunterzufahren, wenn Sie sie nicht mehr benötigen.

2# Experimentieren Sie mit verschiedenen Architectures und Frameworks

Innovationen sind  schnell, rasant und unerbittlich. Es ist absolut wichtig, Dinge auszuprobieren. Mit IaaS können Sie mit verschiedenen Betriebssystemen und Frameworks experimentieren, ohne sich Gedanken über die Infrastruktur oder die Server machen zu müssen. Probieren Sie andere Cloud-Lösungen aus und nutzen Sie gleichzeitig Ihre aktuelle Technologie. Testen Sie verschiedene Frameworks und Architectures, ohne Investitionen zu tätigen oder Änderungen an Ihrem bestehenden Software-Stack vorzunehmen. Wenn Sie dabei sind, eine neue Anwendung zu erstellen, kann IaaS ein großartiger Verbündeter beim Testen verschiedener Frameworks sein. Anstatt den gesamten Einrichtungsprozess für jedes Framework zu durchlaufen, können Sie eine neue Instanz erstellen und ausprobieren. Das bedeutet, dass Sie viel schneller das richtige Framework für Ihr Projekt finden, ohne eine ganze Entwicklungsumgebung von Grund auf neu aufsetzen zu müssen.

3# Implementierungs- und Testkosten reduzieren

Mit IaaS können Sie in vielen Bereichen Kosten senken. Eine der wichtigsten Möglichkeiten, dies zu erreichen, ist die Reduzierung Ihrer IT-Kosten. Mit IaaS-Lösungen können Sie vorhandene Ressourcen für Ihr Unternehmen nutzen, anstatt neue zu schaffen. Eine weitere Möglichkeit, mit IaaS-Lösungen Geld zu sparen, besteht darin, den Zeitaufwand für die Implementierung und das Testen einer neuen Lösung zu reduzieren. Dies liegt daran, dass es keine Hardware- oder Software-Anforderungen gibt, sodass Sie selbst kein Geld für den Kauf von Equipment ausgeben müssen. Auch die Wartungskosten für den Betrieb dieser Lösungen fallen weg, denn darum kümmert sich Ihr Cloud-Anbieter. Durch die Implementierung einer IaaS-Lösung können Sie also Zeit und Geld sparen und gleichzeitig die Produktivität im Unternehmen steigern.

4# Analysieren Sie Ihre Geschäftsdaten

Mit IaaS können Sie auf die neueste Hardware oder Software zugreifen, die für den Betrieb Ihres Unternehmens erforderlich ist, sowie die Infrastruktur bereitstellen, die jedes Unternehmen für die Durchführung von Datenanalysen benötigt. Mit der Cloud-Technologie können Sie Ihre Daten auf eine neue Weise analysieren und auf wertvolle Informationen über Ihr Unternehmen zugreifen.

IaaS bietet Ihnen einen größeren Einblick in Ihre Daten als andere Optionen wie beispielsweise PaaS oder SaaS. Mit IaaS haben Sie die vollständige Kontrolle und eine einfache Möglichkeit, Daten gleichzeitig zu speichern, darauf zuzugreifen und zu analysieren. Sie müssen sich keine Gedanken über die Wartung von Servern machen oder sicherstellen, dass diese über genügend RAM und CPU-Leistung verfügen. Stattdessen können Sie sich darauf konzentrieren, Ergebnisse aus Ihren Daten zu ziehen.

Nehmen wir zum Beispiel an, Sie sind Inhaber eines kleinen Unternehmens und möchten Ihre Geschäftsdaten analysieren, haben aber nicht die Zeit oder die Ressourcen, dies selbst zu tun. Sie könnten einen internen Datenanalysten beauftragen, was jedoch eine einmalige Ausgabe darstellt und Sie müssten sich zudem auf jemand anderen bzgl. der Analyse verlassen. Sie könnten aber auch IaaS verwenden! Damit können Sie einfach auf alle Tools zugreifen, die für die Durchführung von Analysen Ihrer Daten erforderlich sind – und das alles ist von Ihrem Computer aus verfügbar. Das Herunterladen oder Installieren einer Software ist nicht notwendig. Eine Anmeldung genügt und Sie können loslegen. Zusätzliches Personal wird nicht benötigt – nur Sie – das spart wieder Geld.

5# Archivieren und Geschäftsdaten aktuell halten

Sie müssen sich keine Gedanken über die Sicherung der Daten machen, die Sie in der Cloud speichern. IaaS schützt Ihre Geschäftsdaten. Der Cloud-Anbieter kümmert sich um die Durchführung regelmäßiger Backups. Und die Wartung physischer Server an einem bestimmten Standort gehört der Vergangenheit an. Solange Sie über eine Internetverbindung verfügen, können Sie von überall aus auf Ihre Dateien und Anwendungen zugreifen. Außerdem müssen Sie sich, wenn Sie IaaS verwenden, keine Gedanken über die Verwaltung oder Aktualisierung von Hardware machen. Der Cloud-Anbieter kümmert sich um alles. So können Sie sich auf die Verwaltung Ihres Unternehmens konzentrieren und müssen nicht darauf achten, was hinter den Kulissen passiert.

6# Verwenden Sie IaaS als Disaster Recovery Plan und für die Geschäftskontinuität

Disaster Recovery Plan und die Geschäftskontinuität sind zwei der wichtigsten Komponenten, die Ihr IT-Toolkit aufweisen sollte. Cloud-Technologie kann Ihnen helfen, Geld zu sparen, die Produktivität zu steigern und sogar Ihre Netzwerksicherheit zu erhöhen. Wussten Sie, dass die Cloud auch beim Disaster Recovery Plan helfen kann? Als Geschäftsinhaber ist es wichtig, einen Backup-Plan für alle Eventualitäten zu haben. Sie wissen nie, wann Sie sich von einer unerwarteten Katastrophe oder einem Notfall erholen müssen. Und wenn Sie Cloud-basierte Dienste wie IaaS verwenden, können Sie sich auf geeignete Disaster Recovery Plan- und Geschäftskontinuität-Maßnahmen verlassen.

Wie viel würde Ihrem Unternehmen eine Stunde Ausfall kosten? Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie einen Disaster Recovery Plan erstellen.

Im Katastrophenfall sollte Ihr Unternehmen den gewohnten Geschäftsbetrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen können. Aber wie soll das funktionieren, wenn Ihre Server ausgefallen sind? Hier kommt IaaS ins Spiel. Mit IaaS können Sie Ressourcen auf Stundenbasis von einem Cloud-Anbieter erwerben – und zahlen nur für das, was Sie nutzen. Wenn ein Server down ist oder aufgrund eines anderen Problems ausfällt, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Sie für ungenutzte Ressourcen bezahlen müssen. Stattdessen zahlen Sie nur für das, was Sie benötigen. Und können sofort wieder loslegen! Sie müssen sich auch keine Gedanken über Ausfallzeiten machen, da diese Dienste mit vorhandenen Redundanzplänen erstellt werden. Selbst wenn also ein Server aufgrund eines Ausfalls oder eines anderen Problems down ist, sind viele andere bereit und warten darauf, sofort weiterzumachen.

IaaS: das Cloud-Modell, das das Wachstum Ihres Business unterstützt

Denken Sie, IaaS ist das ideale Cloud-Modell, um Ihr Geschäftswachstum zu unterstützen? Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung:

Erstens ist dieses Modell für Unternehmen kostengünstig. Es eliminiert die Kosten für die Einrichtung und Verwaltung eines physischen Rechenzentrums und macht die Migration in die Cloud zu einem finanziell sinnvollen Schritt. Die von IaaS-Anbietern verwendeten Pay-As-You-Use-Modelle tragen dazu bei, die Hardwarekosten und den Wartungsaufwand zu senken und Ihrem IT-Team die Möglichkeit zu geben, sich auf Kernaktivitäten zu konzentrieren. Diese Lösung wird noch vorteilhafter, wenn die Auslastung eines Unternehmens steigt, da sie ein hohes Maß an Skalierbarkeit bietet. Wenn sich Ihre Anforderungen ändern, können Sie Ihre Serverkapazität mit nur wenigen Klicks erweitern. Darüber hinaus müssen Sie keine Software und Hardware verwalten, aktualisieren oder Probleme beheben. Schließlich bietet der von IaaS bereitgestellte Dienst Backups und ermöglicht die Wiederherstellung von Daten im Notfall oder Diebstahl.

Jetzt gemeinsam wachsen

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Server
news-1500 Tue, 25 Oct 2022 15:44:40 +0200 Snapshot #09 mit Hans Seeuws (EURid) https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1500&cHash=846db3fa6aca627f25eda08539aa09f4 Im Snapshot Podcast unterhalten wir uns mit schlauen Köpfen und klugen Unternehmer:innen zu Themen aus den Bereichen der Digitalisierung, dem Online Marketing und der IT-Fachwelt. In dieser Folge konnten wir mit Hans Seeuws, dem Business Operations Manager von EURid,  sprechen. Hans ist seit mehr als 15 Jahren in der Welt der Domains aktiv. Als Berater von EURid und zuvor als CEO eines technischen Backend-Betreibers. Er begann seine Karriere als Journalist für ein belgisches Fernsehunternehmen und war zudem Sprecher und Berater für belgische Minister. Hans hat einen Executive MBA der ESCP Paris und einen Bachelor in Kommunikationsmanagement.

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Fragen

00:45 Hans Karriere in der Domain-Branche in den letzten 15 Jahren
01:49 Die Rolle des External Relations Managers für EURid.
02:45 Ein Überblick über die demografischen Daten der .eu-Registranten
03:55 Unterstützung von internationalisierten Domains durch EURid
06:00 Die Auswirkungen des BREXIT auf die Registrierungsrichtlinien von .eu
07:46 EURIDs System zur Bekämpfung von Cyberkriminalität: Missbrauchspräventions- und Frühwarnsystem (APEWS)
09:06 Ein Blick auf den .eu Web-Award, mit dem die besten Websites mit der .eu-Erweiterung, lateinischen, kyrillischen und griechischen Buchstaben, ausgezeichnet werden

Shownotes

Zu EURid: eurid.eu
Zur AutoDNS Chrome Extension: autodns.tools
Zu InterNetX

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Domains
news-1498 Fri, 14 Oct 2022 16:48:28 +0200 It's all about domains... mit Mirjam Kühne von RIPE https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1498&cHash=ffb8e898b5c9a467a9dd7a26e17c127e Die technische Community trifft sich bei RIPE, um das Internet und seine einzigartigen Eigenschaften aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln. Mirjam Kühne ist Vorsitzende dieser Internet-Community. Wir haben sie getroffen, um die Prozesse hinter den Buchstaben, Zahlen und Adressen zu besprechen, die das ausmachen, was wir am meisten lieben: Domains! Der stabile Betrieb des Internets erfordert administrative und technische Koordination. Genau das ist das Ziel von RIPE (European IP Networks, vom ursprünglichen französischen Réseaux IP Européens), ein Forum für alle, die an weiträumigen IP-Netzwerken interessiert sind. Innerhalb von RIPE gibt es RIPE NCC (RIPE Network Coordination Centre), eine der fünf bestehenden regionalen Internet Registrys (RIRs).

Aktuell wird RIPE von Mirjam Kühne geleitet, eine Internet-Expertin mit über 20 Jahren Branchenerfahrung und langjähriger Mitstreiterin von RIPE. Nach ihrem Abschluss in Informatik an der Technischen Universität Berlin begann Mirjam ihre Karriere in der Internetbranche und trat Anfang der 90er Jahre RIPE NCC bei. Damals gab es nur sechs Mitarbeiter, da das Internet und IP-Adressen relativ neu waren. Anschließend arbeitete sie in einer Reihe von gemeinnützigen Organisationen mit Bezug zum Internet, darunter die Internet Society. Während ihrer gesamten Karriere zielten ihre Aufgaben darauf ab, die Kommunikation zwischen technischen und nicht-technischen Communitys zu vereinen und sie in technologische und öffentliche politische Debatten einzubeziehen. Im September 2020 wurde Mirjam Kühne zur RIPE-Vorsitzenden ernannt und setzt damit ihre berufliche Mission für ein stabiles und sicheres Internet fort.

Wir haben uns mit ihr getroffen, um mehr über ihren Weg und ihre Arbeit bei RIPE zu erfahren. Plaudern wir ein wenig mit Mirjam!

Sie können auf mehr als 20 Jahre Erfahrung in der RIPE-Community zurückblicken. Was hat Sie dorthin geführt?

Während meines Masterstudiums der Informatik in Berlin zog es mich zum damals noch recht jungen Internet. Ich bekam einen Job bei RIPE NCC in Amsterdam, wo eine meiner ersten Aufgaben darin bestand, den sogenannten Hostcount zu erstellen. Es war eine Möglichkeit, das Wachstum und die Expansion des Internets zu messen, indem die Anzahl der Domains gezählt wurde, die unter jeder länderspezifischen Top-Level-Domain (ccTLD) in Europa registriert waren.

Im Laufe meiner Karriere habe ich auch als Community Builder für mehrere internetbezogene gemeinnützige Organisationen gearbeitet. In dieser Rolle habe ich mit Menschen aus den Bereichen Technik, Sicherheit, Wissenschaft und Verwaltung zusammengearbeitet, um die Bedürfnisse verschiedener lokaler Internet-Gemeinschaften zu verstehen und umzusetzen. Ich bin seit 2020 Vorsitzende der RIPE-Community. Diese Ernennung ist wahrscheinlich einer meiner bedeutendsten Erfolge in meiner Karriere. Es ist so erfüllend, mit so vielen Experten aus verschiedenen Bereichen der Internet-Community zusammenarbeiten zu können. Außerdem habe ich RIPE Labs eingerichtet, eine kollaborative Plattform für den Austausch und die Diskussion von News und Ideen rund ums Internet.

Als erste TLD, die jemals geschaffen wurde, war .arpa von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung des modernen Internets. Erfahren Sie mehr über diese Infrastruktur-Domain, um Ihr Verständnis für das DNS-Ökosystem zu vertiefen.

Wie hat sich RIPE im Laufe der Zeit verändert?

RIPE hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1989 stark weiterentwickelt. Bei all den Veränderungen, die im Internet und damit auch in RIPE stattfinden, kann die Community gar nicht anders, als sich ständig zu verändern.

Es nehmen nicht nur mehr Menschen daran teil, sondern auch der Umfang hat sich erweitert. Neben der Abstimmung von IP-Adressen und Routing-Entscheidungen beschäftigt sich die RIPE-Community mittlerweile mit Themen wie Sicherheit, Open-Source-Software, Forschung und Messungen, um nur einige zu nennen. Auch die Zusammenarbeit mit Regierungen hat sich intensiviert. Die Cooperation Working Group wurde eingerichtet, um der Gemeinschaft der technischen Betreiber und Regierungsinstitutionen einen Ort zu bieten, an dem sie zusammenkommen und sich austauschen können.

Haben sich neue Technologien auf die Arbeit von RIPE ausgewirkt?

Ja, und es hängt mit der ständigen Veränderung zusammen, die ich zuvor erwähnt habe. Technologien wie Resource Public Key Infrastructure (RPKI), Cloud-Dienste, aktive Messungen und IoT wirken sich erheblich auf das Netzwerk aus. Aus diesem Grund werden sie von verschiedenen Arbeitsgruppen innerhalb der RIPE-Community intensiv diskutiert.

Schauen wir uns zum Beispiel IoT an: Es handelt sich um eine Technologie, die mehrere Schlüsselaspekte mit Auswirkungen auf alle Beteiligten umfasst, vom Endbenutzer bis zum ISP. Unsere IoT Working Group analysiert alle IoT-bezogenen Themen und schafft einen Dialog mit anderen Organisationen zu Betriebsrelevanz, Sicherheit, Nummernsystem und die Einsetzbarkeit von Standards.

Können Sie den Unterschied zwischen der RIPE-Community und RIPE NCC erklären?

Das ist eine gute Frage. Und ich denke, es ist wichtig, den Unterschied zu erklären, da es sonst zu Verwirrungen kommen kann.

Internet-Pioniere gründeten 1989 die RIPE-Community, um das IP zu fördern und die technischen Aspekte des Netzwerks zu koordinieren. Seitdem steht es allen offen. Das heißt, man muss kein Mitglied sein, um an RIPE und seinen Aktivitäten teilnehmen zu können. RIPE hat derzeit 13 Working Groups, die sich zweimal im Jahr persönlich treffen.

Das RIPE NCC (Network Coordination Centre) wurde 1992 als Sekretariat der RIPE-Community gegründet. Es ist eine Organisation, die auf Mitgliedern basiert und ihnen sowie der breiten Internet-Community Dienstleistungen anbietet. Das RIPE NCC weist IPv4- und IPv6-Adressen für AINA (Internet Assigned Numbers Authority) zu, um die Ressourcen der Internetnummern an Mitglieder in Europa, dem Nahen Osten und Asien zu verteilen.

Ich bin sehr froh, dass ich über die Jahre an beiden Organisationen beteiligt war!

Wer entwickelt die Standards und Protokolle für das Internet? Hinter seiner Gründung und seinem Wachstum stehen akademische und technische Organisationen, die sich der Ausarbeitung von Standards und Protokollen verschrieben haben. Erfahren Sie mehr in unserem Artikel Wer entwickelt die Internetstandards und -protokolle?

Wie trägt RIPE zur Funktionsfähigkeit des DNS-Ecosystems bei?

Das RIPE NCC betreibt den K-Root-Server, einen der 13 Internet-Root-Nameserver, und bietet weitere DNS-Dienste wie beispielsweise Reverse Delegation für alle IP-Adressen unter Aufsicht an.

In der RIPE-Community haben wir die DNS Working Group gegründet. Es ist eine der am längsten bestehenden Arbeitsgruppen in unserer Community. Diese Working Group bietet dem RIPE NCC eine Anleitung zu DNS-bezogenen Aktivitäten, wie z. B. zu den sekundären DNS-Diensten für ccTLD-Betreiber. Ein Service, den das RIPE NCC den anderen regionalen Internet-Registrys (RIRs) und einigen Betreibern von länderspezifischen Top-Level-Domains (ccTLD) zu Beginn ihrer Tätigkeit anbietet. Die DNS Working Group diskutiert auch andere Themen, die für DNS-Betreiber relevant sind. Kürzlich ging es um die NIS2-Richtlinie, den DNS4EU-Vorschlag und die Auswirkungen, die diese neuen Initiativen auf DNS-Betreiber haben.

Es ist erwähnenswert, dass es vor der DNS Working Group die RIPE TLD Working Group gab, die maßgeblich am Kickstart von CENTR beteiligt war. Der Vereinigung der Registrys für länderspezifische Top-Level-Domains in Europa.

Europäer:innen bleiben ihrer nationalen ccTLD treu! Finden Sie heraus, welche europäischen ccTLDs die meisten Registrierungen verzeichnen.

Am 25. November 2019 kündigte das RIPE NCC die letzte Charge von IPv4 an. IPv6 wächst, hat sich aber noch nicht ganz durchgesetzt. Was ist Ihrer Meinung nach der größte Reibungspunkt bei der Einführung und was könnte die Migration beschleunigen?

Das Auslaufen von IPv4 hat zweifellos den Charakter des Netzwerks und die Prioritäten der Betreiber verändert. Das RIPE NCC und die RIPE-Community haben aktiv den Einsatz von IPv6 gefördert, der immer noch andauert. Ich war an der Entwicklung der ersten IPv6-Vergaberichtlinien mit der IETF und anderen RIRs beteiligt. Die Entwicklung von Richtlinien, denen alle Betreiber zustimmen, ist für die RIPE-Community nach wie vor von größter Bedeutung. Das Teilen von Erfolgsgeschichten und das Identifizieren von Dingen, die noch nicht funktionieren oder verbessert werden müssen, ist eine weitere wichtige Funktion der IPv6 Working Group.

Welche Initiativen gibt es bei RIPE, um die Infrastruktur und Sicherheit des Internets zu stärken?

Alle unsere Maßnahmen und Initiativen zielen darauf ab, die Infrastruktur und Sicherheit des Netzwerks zu unterstützen. In den letzten Jahren hat die Netzwerk-Community intensiv an der RPKI (Resource Public Key Infrastructure) gearbeitet, einem Sicherheits-Framework, das Netzwerkbetreibern hilft, fundiertere und sichere Entscheidungen bzgl. des Routings zu treffen. Es überprüft die Zuordnung zwischen bestimmten IP-Adressblöcken oder ASNs und den Inhabern von Ressourcen von Internetnummern.

Gemeinsam mit dem RIPE NCC fördert die RIPE Routing Working Group aktiv ihr Deployment und unterstützt Initiativen wie MANRS (Mutually Agreed Norms for Routing Security). Diese Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein zu schärfen und die Kultur der kollektiven Verantwortung für die Belastbarkeit und Sicherheit des globalen Routing-Systems des Internets zu fördern.

Um alle relevanten Arten von Missbrauch zu bekämpfen, bemüht sich unsere Anti-Abuse Working Group um Best-Practice-Beispiele und berät ISPs, Regierungen und Strafverfolgungsbehörden in strategischen und operativen Fragen. Sowohl für technische als auch für nicht-technische Aspekte des Missbrauchs. Die Gruppe arbeitet derzeit an Schulungsmaterial für Missbrauchsbeauftragte.

Abschließend möchte ich betonen, dass allein die Tatsache, dass die Netzwerkbetreiber in der RIPE-Community zusammenkommen und eine Plattform für Networking und Diskussion haben, eine großartige Möglichkeit bietet, die Stabilität und Sicherheit des Internets zu gewährleisten. Ich erinnere mich, wie Netzbetreiber während der Pandemie zusammengearbeitet haben. Es war großartig zu sehen, wie sie sich gegenseitig geholfen haben, das Netzwerk am Laufen zu halten – obwohl die meisten eigentlich Konkurrenten sind.

Mit welchen Herausforderungen beschäftigt sich RIPE derzeit?

Die RIPE-Community ist mittlerweile über 30 Jahre alt. Es ist uns wichtig, neue und junge Menschen zu gewinnen, die sich aktiv beteiligen. Um sie einzubinden, haben wir mehrere Initiativen gestartet, die es Neuankömmlingen erleichtern sollen, sich willkommen und einbezogen zu fühlen. Vor jedem RIPE-Meeting findet eine spezielle Session für Studenten statt und während der Meetings bieten wir eine Kinderbetreuung an. Darüber hinaus bieten wir Fellowship-Möglichkeiten und ein Mentoring-Programm an.

Wir sollten nicht übersehen, dass aktuelle geopolitische Themen eine zunehmende Herausforderung für die Internet-Community darstellen. Um das jüngste Beispiel zu nennen: Russland und die Ukraine sind Teil der RIPE-Region und Betreiber aus beiden Ländern nehmen an RIPE und an Meetings teil. Sie müssen zusammenarbeiten, um das Netzwerk am Laufen zu halten!

Ungeachtet aller Veränderungen und Herausforderungen folgt die RIPE-Community weiterhin ihren Prinzipien der Zusammenarbeit und Gemeinschaft. Dies ist entscheidend für ein stabiles Internet. Und RIPE wird diese kollaborative Plattform weiterhin bereitstellen.

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Domains
news-1495 Thu, 13 Oct 2022 17:17:59 +0200 Wunsch-Domain nicht mehr verfügbar? Kein Problem! https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1495&cHash=b4b9ab5287cb82a78bd134aba741b350 Heutzutage ist es schwierig einen guten Domainnamen zu finden, der nicht nur einprägsam ist, sondern auch zum Produkt oder zur Dienstleistung passt. Im digitalen Zeitalter gehört das jedoch zum regulären Business dazu. Noch bevor Visitenkarten und Broschüren gedruckt oder die nächste Anzeige gebucht werden können, muss die Domain feststehen. Doch viele Jungunternehmer trifft schon beim Registrieren der Schock: Die gewünschte Domain ist bereits vergeben. Dabei ist die Domain nicht nur für Werbezwecke, wie das Bedrucken von Visitenkarten, wichtig. Sie spielt auch bei der UX, SEO und bei allgemeinen digitalen Strategien eine wichtige Rolle. Doch das ist kein Grund gleich das Handtuch zu werfen. Denn es gibt noch weitere Wege, die zu einer passenden und erfolgreichen Domain führen. Wir haben 10 verschiedene Möglichkeiten zusammengeschrieben, wie Sie dennoch die perfekte Domain registrieren können.

Navigationsorientierte Suchanfragen nehmen zu

Nutzer, die nach bestimmten Produkten oder Markennamen suchen, tun dies häufig navigationsorientiert. Interessenten gelangen nicht nur über Anfragen innerhalb Suchmaschinen, sondern auch über das direkte Eingeben eines Markennamens in der Browserleiste in vielen Fällen gezielt auf Websites. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass die eigene Domain den Markennamen enthält oder dem Nutzer in guter Erinnerung bleibt. So kann es auch eine Lösung sein, das zu verkaufende Produkt in der Domain zu nennen. So ist klar verständlich, welches Produkt es auf der Seite zu kaufen gibt und User bekommen es beim Eintippen in die Browserleiste vielleicht schon als bestes Ergebnis vorgeschlagen.

Ist der Domain-Name hingegen kompliziert, kann nicht mit der Dienstleistung oder einem Produkt in Verbindung gebracht werden, oder ist für Nutzer unauffindbar, wird sich dies durch Umsatzeinbußen und niedrige Besucherzahlen bemerkbar machen.

Für Unternehmen, zu Bildungszwecken oder aus reinem Vergnügen. Hier findest du 15 Tipps zu erfolgreichen Domains.

10 Wege zur Wunsch-Domain

Diese zehn Wege können Ihnen dabei helfen, eine passende Domain zu ergattern. Egal wo Sie sind, was Sie machen, oder ob Ihre gewünschte Domain schon vergeben ist.

1. Prüfung der Domain

Die Wunsch-Domain ist bereits vergeben? Besuchen Sie zunächst die Seite und überprüfen Sie, ob diese überhaupt aktiviert ist. Erscheint folgendes Bild, sollten Sie den Eigentümer kontaktieren.

Um den Eigentümer ausfindig zu machen, können Sie die internationale Datenbank WHOIS nutzen. Kontaktinformationen des Domain-Inhabers können in den meisten Fällen direkt eingesehen werden. Sind die persönlichen Daten verschlüsselt, ist auf der Website möglicherweise eine E-Mail-Adresse oder im Impressum auch andere Daten zu finden.

2. Nutzung eines Broker-Service

Ist Ihre Wunsch-Domain schon vergeben, können möglicherweise noch Domain-Broker etwas tun. Sie suchen den rechtmäßigen Besitzer der Domain und verhandeln mit diesem einen Preis – sofern dieser dazu bereit ist, seine Domain zu verkaufen. Der weltweit größte Domain-Marktplatz Sedo bietet beispielsweise einen Broker-Service an. Klappt diese Methode nicht, da der Inhaber der Domain beispielsweise eine Summe verlangt, die Sie nicht bereit sind zu zahlen, gibt es dennoch weitere Möglichkeiten Ihre Wunsch-Domain zu ergattern.

3. Nutzung von einprägsame Verben

Mit einem geeigneten Verb innerhalb der Domain, kann man nicht nur die Erwartungen potenzieller Kunden in die richtige Richtung lenken, sondern Kunden können sich die Domain auch leichter merken. Die englischen Begriffe “get” (bekommen) und “try” (ausprobieren) sind beispielsweise besonders beliebt und passen hervorragend zu vielen Geschäftsmodellen.

4. Erweiterung des Markennamens

Um die perfekte Domain zu generieren, können Sie dem Geschäftsnamen auch ein Wort hinzufügen, das mit der Tätigkeit Ihres Unternehmens zusammenhängt. Ein prominentes Beispiel ist  die Automarke Tesla: Bis 2016 nutzte der Automobilhersteller die Domain TeslaMotor.com, da Tesla.com schon vergeben war. Die Erweiterung Motor passte gut zur Marke, wodurch die Domain gut funktionierte. Bei diesem kleinen Trick sollte also darauf geachtet werden, dass die Erweiterung zum Business passt. Besteht Ihr Unternehmen beispielsweise aus einer App, bietet es sich an, das Keyword “App” hinzuzufügen.

Die meisten weltbekannten Unternehmen besitzen, als Bestandteil ihrer digitalen Strategie, Premium Domains. Finde heraus, wie genau Premium-Domains von Top-Marken genutzt werden.

5. Verwendung von länderspezifischen TLDs

Die TLD .com gehört inzwischen zum internationalen Standard. Am häufigsten wird sie vor allem in den USA genutzt. In anderen Ländern ist es typisch, die länderspezifische TLD, auch Country Code TLD (kurz ccTLD), zu verwenden. In Deutschland ist die .de-Endung beispielsweise sogar beliebter als .com.

6. Einsatz von geographischen Merkmalen

Ist das Unternehmen in einer bestimmten Stadt oder Region angesiedelt und hauptsächlich dort tätig, kann dieses Merkmal in der Domain genannt werden. Diese Möglichkeit besteht auch, wenn Sie Ihr Produkt oder Ihren Service in einem bestimmten Land vertreiben. .bayern, .berlin oder .africa sind nur drei Beispiele von vielen geographischen TLDs.

7. Kreative Domain-Hacks

Die länderspezifische TLD .me gehört eigentlich zu Montenegro, .tv zu der Insel Tuvalu im pazifischen Ozean. Spiegel.tv, Stern.tv und Loewe.tv sind prominente Beispiele für die Verwendung von .tv im Zusammenhang mit dem Wort “Television”. .me wird gern verwendet, da es im Englischen sowohl “ich” als auch “mich” und “mir” bedeutet. Mit diesem cleveren Trick, wenn also die Domain und die Endung eine bestimmte Phrase oder ein Wort bilden, werden sogenannte Domain-Hacks erzeugt. Ein Beispiel ist das Universal Pictures Franchise Despicable Me, welches die TLD .me kreativ nutzt, um ihre Kinofilme “Ich - Einfach unverbesserlich” und “Minions” unter despicable.me zu vermarkten.

10 weitere Beispiele von Domain-Hacks mit ccTLDs, finden Sie hier.

8. New gTLDs passend zum Business

Ist die .com Domain schon vergeben, können Sie nach einer TLD-Alternative suchen, die perfekt zu Ihrem Business passt. Für einen Online-Shop bietet sich beispielsweise die Endung .shop an. .tech, .digital oder .app passen zu sämtlichen technischen Unternehmen. Allgemein gehalten, ist .company eine gute Wahl. Es gibt aber auch TLDs, die genau zum Business passen. Unter den über 1.200 new gTLDs sollte für jedes Vorhaben etwas Passendes zu finden sein. In unserer Top-Level-Domain-Liste können Sie überprüfen, ob Ihre Wunsch-Endung noch verfügbar ist. Außerdem kann schnell und einfach nach Typ, wie ccTLD, gTLD oder new gTLD, oder Kategorie, wie Automotive, Bildung oder Entertainment, gefiltert werden.

9. Geeignete Lückenfüller

Die einen hassen ihn – für die anderen stellt er den Weg zur Wunsch-Domain dar. Zwei Worte mit einem Bindestrich zu trennen ist eine gängige Praxis, um die gewünschten Keywords oder den Markennamen in der Domain unterzubringen. Neben dem Bindestrich gibt es auch die Variante eine Zahl von 0 bis 9 innerhalb der Domain unterzubringen. Bekannte Beispiele hierfür sind bett1.de oder check24.de. Jedoch sollte dabei darauf geachtet werden, mit den Zahlen nicht für unnötige Verwirrung zu sorgen. Bei der englischen Version von 2 und 4 ist beispielsweise oft unklar, ob der Begriff in Zahlen oder Buchstaben geschrieben werden muss.

10. Überwachung der Domain

Alternativen kommen nicht in Frage, aber der Inhaber will die Domain nicht freigeben? Dann bleibt oft nur eine Lösung: die Domain über den Domain Monitor von DomainTools zu überwachen. Sollten Veränderungen eintreten, dann werden Sie sofort davon in Kenntnis gesetzt.

Mehrere Domains sind besser als eine

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Tipps zu Ihrer Wunsch-Domain verhelfen können. Ein letzter Hinweis: Registrieren Sie sich am besten gleich mehrere Domains und verlinken diese auf Ihre Hauptseite. So können Sie möglichst vielen navigationsorientierte Suchanfragen und Suchmaschinenanfragen gerecht werden und verhindern, dass Mitbewerber im World Wide Web vor Ihnen gefunden werden.

FINDE DIE RICHTIGE TLD FÜR DICH

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Domains
news-1492 Fri, 07 Oct 2022 08:36:56 +0200 It’s all about domains… mit Adiel Akplogan von ICANN https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1492&cHash=737666127f4e12bbef87880ed868efb7 Von der Einrichtung von TCP/IP in Togo mit den ersten afrikanischen ISPs bis hin zur Leitung von AFRINIC und der weltweiten Erweiterung des Kapazitätsaufbaus mit ICANN: Adiel Akplogan ist ein wahrer Pionier des Internets. Er trägt wesentlich dazu bei, dass das DNS sicher und widerstandsfähig bleibt. Damit alle das verwenden können, was wir am meisten lieben: Domains! Jede Zeit und Region hat ihre Helden. Adiel Akplogan spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau des aktiven Internet-Ecosystems in Afrika. Nicht umsonst gilt er als einer der wahren Internet-Pioniere des Kontinents! Zwischen 1996 und 1997 half er beim Aufbau der ersten TCP/IP-Verbindung in Togo, seinem Heimatland. Er teilte sein Fachwissen, indem er Schulungen halt und die Ausweitung der regionalen Internetanschlüsse in mehreren afrikanischen Ländern bei der Entwicklung des ersten westafrikanischen Internetdienstanbieters (ISPs) unterstützte. Ab 2003 gehörte er zu den Gründern von AFRINIC, Afrikas erster regionaler Internet-Registry (RIR), die er bis 2015 leitete.

Heute ist Adiel bei ICANN Vice President of Technical Engagement. Die Entwicklung seiner Heimatregion hat er aber nicht aus den Augen verloren. Wir haben mit ihm über seinen Job gesprochen und konnten mehr über das DNS und Internet-Ecosystem des afrikanischen Kontinents erfahren. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen!

Sie haben in den frühen Phasen der Entwicklung des Internets in Afrika mitgeholfen. Was waren Ihre größten Erfolge in diesen Jahren?

Meine berufliche Reise in der IT hat bereits vor langer Zeit begonnen. Und heute kann ich sagen: Das Internet hat sich meilenweit darüber hinaus entwickelt, als wir zu Beginn, vor mehr als 30 Jahren, uns erträumt  haben. Aber es ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass es sich bei den Errungenschaften, die mit dem Internet verbunden sind, niemals um Erfolge von Einzelnen gehandelt hat. Es war schon immer eine Gemeinschaftsbewegung.

Mein persönlicher größter Erfolg war der Aufbau einer Bottom-up-Community in meiner Region. Die ließ sich auf die Prinzipien des Internets ein und zog die Aufmerksamkeit der richtigen Leute auf sich, um eine Infrastruktur  aufzubauen.

In der frühen Phase meiner Karriere half ich bei der Entwicklung der ersten westafrikanischen ISPs. Nun  leitete ich selbst ein ISP-Unternehmen. So konnten wir Konnektivität bereitstellen und andere Bereiche erneuern. Das ermöglichte den Menschen, sich von einigen Technologien zu trennen, die nicht den lokalen Bedürfnissen entsprachen. Da wir aus einem französischsprachigen Land kommen, hatten wir eine tief verwurzelte Kultur rund um Tech, wie beispielsweise den Onlinedienst Minitel, der sehr französisch orientiert ist. Es ist uns gelungen, Brücken und Gateways für Fax- und Sprachsysteme zur Nutzung des Internets zu schaffen. Dadurch wurde etwas ermöglicht, was mir besonders am Herzen liegt: die Demokratisierung des Internets und die Annäherung der Technologie an die Bedürfnisse der Menschen.

Die zweite Phase meiner Karriere durchlebte ich bei AFRINIC. Wir hatten zehn Jahre lang einen erfolgreichen Registry-Betrieb mit großartigen Programmen zum Aufbau von Kapazitäten. Ich bin stolz darauf, eine regionale Internet-Registry (RIR) nach Afrika gebracht zu haben, um die lokalen ISPs zu bedienen. Da ich selbst von einem ISP komme, wusste ich, wie schwierig es war, Zugriff auf IP-Adressen zu erhalten. Eine lokale Registry stellte diese Ressourcen basierend auf den Bedürfnissen der Region bereit. Wir können uns mit unseren Kollegen in der Welt verbinden und mit anderen interagieren, die im Netzwerk arbeiten.

Obwohl ich heute globaler arbeite, helfe und unterstütze ich immer noch kleine Betreiber in Schwellenländern und Afrika und baue weiterhin Kapazitäten rund um Sicherheit und das DNS auf.

Wie würden Sie den aktuellen Zustand des Internet-Ecosystems in Afrika beschreiben? Was sind die Herausforderungen und Chancen für die Internet-Community dort?

Heute hat sich das Internet in beispiellosem Ausmaß über den ganzen Kontinent verbreitet und das Ecosystem hat sich stark weiterentwickelt. Verglichen mit vor ein paar Jahren, gab es einen enormen Sprung. Eine bedeutende Anzahl an Menschen nutzt das Internet auf vielfältige Weise.

Quelle: Statista

Zwei Schlüsselfaktoren haben die Marktdurchdringung auf dem Kontinent immens gefördert:

  1. Investitionen rund um die Infrastruktur auf dem Kontinent, wie beispielsweise Glasfaserkabel.
  2. Die Einführung von Mobilfunkbetreibern, die preiswertes Internet anbieten, da Mobiltelefone für die Bevölkerung leichter zugänglich sind.

Es freut mich unglaublich zu sehen, wie diese Technologie und die harte Arbeit der Community  einer Region wie Afrika, mit begrenzten wirtschaftlichen Ressourcen, Kommunikation und den Zugang zu Informationen verschaffen. Dieser Erfolg auf dem Kontinent war dank dem Aufbau von Kapazitäten und der Unterstützung einiger Institutionen möglich, die den Betreibern halfen, zusammenzufinden. Genau das war meine Mission meiner Arbeit für den afrikanischen Kontinent. Der größte Teil meiner Energie bei AFRINIC floss in den Aufbau einer stabilen Organisation um das Internet, so wie wir es heute kennen, unterstützen und entwickeln zu können.

Quelle: Statista

Afrika braucht jetzt ein innovatives Ecosystem mit Start-ups, die lokale Probleme lösen können. Das Internet hat sich weltweit weiterentwickelt und Apps und Nutzung nehmen mit beeindruckender Geschwindigkeit zu. Die Priorität für die folgenden Jahre ist, genug Interesse für Investitionen und Kapital in der Region zu schaffen. Wir brauchen Start-ups, die Inhalte und Dienste für die lokalen Communitys produzieren. Sie können unterschiedliche Nutzungen und Anpassungen haben, aber am Ende des Tages müssen Sie ein Ecosystem von Applications entwickeln, die lokale Probleme lösen.

Heute sind Sie Vice President of Technical Engagement bei ICANN. Wie helfen Sie der globalen Community rund um das DNS?

Mein Fokus richtet sich auf die Tech-Community. Ich koordiniere verschiedene Projekte auf verschiedenen Ebenen der Organisation und überprüfe, ob wir sie im Einklang mit den ICANN-Vorgaben und -Zielen durchführen.

Zu meinen hauptsächlichen Aufgaben gehören:

  1. Sicher zu stellen, dass ICANN eine gute Zusammenarbeit und Partnerschaften mit anderen technischen Organisationen wie IETF, ISOC und anderen etabliert.
  2. DNS Best Practices zu fördern, d. h. dafür zu sorgen, dass das DNS sicher ist und keine Bedrohung für das globale Internet besteht. Wir fördern Resilienz, Sicherheit und Stabilität durch Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau und unterstützen Betreiber, die sich um ein sicheres DNS bemühen.
  3. Durchführung von technischen Aktivitäten innerhalb ICANN. Wir haben ein erstklassiges Forschungsteam, das Messungen rund um Identifikatoren und im DNS durchführt. Die Aufgabe meines Teams besteht darin, diese Arbeit zu fördern und den Betreibern dabei zu helfen zu verstehen, wie das DNS weltweit betrieben wird und wie es sich auf die Stabilität des Internets auswirkt.

Jede Organisation, die sich mit dem Internet befasst, sollte die Sicherheit des DNS ernst nehmen und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen. Informieren Sie sich in unserem Artikel über die häufigsten DNS-Angriffs-Methoden und erkunden Sie Best Practice Beispiele, um sie einzudämmen.

Warum ist es wichtig, die Internet-Community für sichere DNS-Operationen zu gewinnen?

Das Internet wird nicht so bleiben, wie es heute ist, wenn wir nicht dafür sorgen, dass es belastbar und sicher läuft. Die meisten unserer Bemühungen konzentrieren sich auf den Aufbau eines stabilen Wachstums des Internets. Obwohl sich die Arbeit von ICANN hauptsächlich auf Identifikatoren und das DNS konzentriert, müssen wir ebenso sicherstellen, dass die Betreiber die Sicherheit und Stabilität des globalen Internets nicht gefährden – auch in Afrika.

Wir müssen dafür sorgen, dass die bisherigen Erfolge nachwirken und fortgesetzt werden. Dazu muss sichergestellt werden, dass Personen, die Einfluss auf den Betrieb des Internets haben oder daran beteiligt sind, sich an Diskussionen über die Sicherheit beteiligen und bei der Umsetzung helfen. Das erforderliche sollte getan werden, um das Internet sicher zu gestalten und widerstandsfähig einzusetzen. Dafür haben wir beispielsweise die KINDNS-Initiative ins Leben gerufen. Sie steht für Knowledge-Sharing und das Realisieren von Normen für das DNS und Naming Security. Ziel der Initiative ist es, Best Practice Beispiele für sichere DNS-Operationen zu fördern und zu entwickeln.

Die Herausforderung liegt im Wesen des Internets. Es ist eine freiwillige Technologie, die eine Teilnahme erfordert. Wir wissen auch, dass ebenfalls der wirtschaftliche Aspekt im Gleichgewicht sein muss. Denn der Betrieb einer Infrastruktur kostet Geld und wenn Investitionen getätigt werden, wird auch ein ROI erwartet. Aus diesem Grund brauchen wir ein globales Gleichgewicht. Standards und Normen wurden von Experten nicht nur in den letzten dreißig Jahren entwickelt. Die Adoption ist immer noch freiwillig, daher müssen wir verstärkt daran arbeiten, ein erhöhtes Bewusstsein für die Bedeutung dieser bewährten Verfahren zu generieren und uns auf die globale Stabilität zu konzentrieren. Auch wenn sie über das eigene Interesse hinausgeht.

Es ist ein langer Weg, aber wir müssen das Gesamtbild betrachten: Wir sind alle über das Internet miteinander verbunden. Nur eine winzige Änderung im DNS kann sich auf das gesamte Netzwerk, auf jeden einzelnen auswirken.

Gibt es Trends in Bezug auf ccTLDs und new gTLDs in Afrika?

Wenn es in der Domain-Industrie einen Trend gibt, dann wahrscheinlich das Wachstum afrikanischer ccTLDs. New gTLDs auf der anderen Seite sind derzeit zu weit von den Bedürfnissen der meisten afrikanischen Länder entfernt. Dafür gibt es eine klare Erklärung: Die Menschen in Afrika arbeiten immer noch an der Entwicklung von Content. Wenn Sie eine TLD haben, soll sie einen Dienst oder Inhalt bereitstellen. Wenn Sie diese Inhalte nicht anbieten können, benötigen Sie keine Domain.

Laut unserem Global Domain Report 2022 wachsen viele afrikanische ccTLDs exponentiell. Die Länderkürzel TLD für Gambia (+56,9 %), die Zentralafrikanische Republik (+29,3 %), Mali (339,4 %) und Äquatorialguinea (31,4 %) erzielten einen zweistelligen Zuwachs.

Aber das digitale Service-Ecosystem wächst im Allgemeinen, gefolgt von der Domain-Industrie. In der Vergangenheit gab es eine allgemeine Tendenz zu Legacy-TLDs wie .com und .net. Afrikanische Länder sind mittlerweile zu spät dran, diesen Trend zu nutzen, da die meisten kurzen Domains unter diesen Endungen nicht mehr verfügbar sind. Die neue gTLD-Szene ist für sie nicht besonders relevant. Als digitales Wahrzeichen Afrikas wird die geoTLD .africa eingesetzt. Die Leute wenden sich meistens an ccTLDs, weil sie sich ihnen "nah" fühlen.

Darüber hinaus sind ihre Dienste lokal, sodass die Identifizierung durch eine ccTLD einen Vorteil bietet. Auch das Interesse an IDNs wächst. Sie werden das Wachstum des Internets in Afrika in den kommenden Jahren vorantreiben.

AFRIKANISCHE CCTLD REGISTRIEREN

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Domains
news-1491 Mon, 26 Sep 2022 14:03:05 +0200 E-Mail-Verschlüsselung: 7 Best Practice-Beispiele https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1491&cHash=6aa3cf86450bc830404d24fc7845f0ae Sie kennen es und Sie hassen es: Die endlose Flut an Betrugsversuchen, Daten-Diebstahl und sonstigen Cyber-Angriffen? Denn alles, was wir in E-Mails schreiben, kann potenziell abgefangen werden. Die Lösung? Setzen Sie auf Verschlüsselung, um die Privatsphäre Ihrer E-Mail-Nachrichten zu schützen. Digitale Kommunikation ist ein entscheidender Aspekt der modernen Geschäftswelt. Als wichtiger Teil davon, haben die E-Mails alle anderen Formen der digitalen Kommunikation weit übertroffen und sind zum bevorzugten Kanal für Unternehmen jeder Größe geworden. Doch selbst solch eine vermeintlich einfache Aktivität kann durchaus Kopfschmerzen verursachen. Das Versenden von E-Mails erfordert heutzutage die Einhaltung bestimmter technischer und rechtlicher Anforderungen. Dadurch soll verhindert werden, dass nicht gegen das Gesetz verstoßen wird oder Dritte sensible Informationen und Daten abfangen. Die Situation ist mit dem Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) noch heikler geworden. Denn die DSGVO hat weitere Änderungen mit sich gebracht.

In diesem Artikel stellen wir den Zusammenhang zwischen E-Mails und der DSGVO vor. Außerdem erläutern wir, wie wichtig Verschlüsselung für eine sichere E-Mail-Kommunikation ist. Zum Schluss teilen wir zudem sieben Best Practice-Beispiele für die erfolgreiche Anwendung der E-Mail-Verschlüsselung. Los geht’s!

Gilt die DSGVO für E-Mails?

Fallen E-Mails in den Geltungsbereich der DSGVO? Es gibt kaum einen IT-Prozess, der nicht von diesem europäischen Recht betroffen ist. Die Antwort auf die Frage lautet also ganz klar: ja. Die DSGVO gilt nicht für ein bestimmtes Tool, sei es E-Mail, Website oder Newsletter, sondern für personenbezogene Daten im Allgemeinen. Daher unterliegt jede Verarbeitung personenbezogener Daten der europäischen Verordnung – unabhängig davon, worüber kommuniziert wird. Die E-Mail-Adresse selbst zählt also auch zu den personenbezogenen Daten. Das bedeutet, dass auch beim Versand von E-Mails die allgemeinen Grundsätze der DSGVO zu beachten sind. Und das wiederum bedeutet, dass Maßnahmen und Strategien zur Einhaltung der Vorschriften ergriffen werden müssen.

Sie möchten mehr über den DSGVO-konformen und sicheren E-Mail-Versand erfahren? Dann laden Sie unser kostenloses E-Paper „E-Mails im Business“ herunter.

Warum ist E-Mail-Verschlüsselung so wichtig?

Eine der wichtigsten Änderungen, die sich mit der Einführung der DSGVO ergeben hat, ist die Anforderung, E-Mails mit personenbezogenen Daten zu verschlüsseln. Viele Anwälte argumentieren, dass dieses neue Gesetz standardmäßig eine E-Mail-Verschlüsselung vorschreibt. Obwohl derzeit nicht klar ist, ob dies tatsächlich der Fall ist, lohnt es sich, darüber nachzudenken. Ohne ein Verfahren, das Ihre E-Mail-Kommunikation verschlüsselt, ergeben sich gewisse Risiken für Sie und Ihr Unternehmen. Ihre Nachrichten können potenziell von jedem gelesen werden. Die Gefahren, die sich durch den unverschlüsselten Versand von sensiblen Informationen wie Bankdaten, Businessplänen oder künftigen Strategien rund um Ihr Unternehmen ergeben können, sind nicht außer Acht zu lassen.
Um Ihre E-Mails zu schützen, sollten Sie sich für eine End-to-End-Verschlüsselung entscheiden. Diese verhindert nicht nur, dass Ihre Daten gehackt werden, sondern auch, dass jemand auf Ihren Posteingang zugreifen kann. Denn die einzige Person, die Ihre Nachrichten lesen sollte, sind Sie selbst!

Verschlüsselung ist von grundlegender Bedeutung für die Sicherheit im Internet. Elliptic curve cryptography (ECC) wird zum nächsten Standard innerhalb der Branche. Finden Sie heraus, warum und bleiben Sie zudem über die neuesten Sicherheitsverbesserungen auf dem Laufenden.

Zwei Methoden zur Verschlüsselung der E-Mail-Kommunikation

Derzeit gibt es zwei verschiedene Methoden, um die E-Mail-Kommunikation zu verschlüsseln. Eine sichert den Übertragungskanal, die andere schützt die Nachricht selbst.

1- Transportverschlüsselung

Transportverschlüsselung bedeutet, dass E-Mails verschlüsselt werden, wenn sie von einem Server zu einem anderen gesendet werden. Die E-Mails werden verschlüsselt, wenn sie einen Server verlassen, und entschlüsselt, wenn sie auf dem anderen Server ankommen. Wichtig zu erwähnen ist, dass diese Lösung keine E-Mails verschlüsselt, wenn sie auf dem Server gespeichert werden!

Zur Transportverschlüsselung wird in der Regel das POP3S-E-Mail-Übertragungsprotokoll verwendet, um verschlüsselte E-Mails mit einem Transport Layer Security (TLS)- oder Secure Sockets Layer (SSL)-Zertifikat zu versenden. TLS verbindet sich mit POP3S, um einen Verschlüsselungs-Tunnel zu erstellen, der als Site-to-Site- oder End-to-End-Verschlüsselung bekannt ist. Diese Lösung eignet sich hervorragend für die Verbindung zweier Server. Wenn wir heute E-Mails senden und empfangen, verbinden wir uns jedoch mit Hunderten von verschiedenen E-Mail-Servern, ohne eine direkte Verbindung zu verwenden. Wahrscheinlicher ist, dass wir uns zwischendurch mit anderen Servern verbinden, die unsere E-Mails passieren müssen. Aus diesem Grund sollten wir uns nicht nur auf diese Lösung verlassen, sondern zusätzliche Maßnahmen zur Verschlüsselung implementieren.

TLS-ZERTIFIKAT SICHERN

2- Inhaltsverschlüsselung

Eine andere Methode zum Senden und Empfangen sicherer E-Mails ist die Verschlüsselung des Inhalts. Der heute am häufigsten verwendete Standard für die Verschlüsselung von E-Mail-Inhalten ist S/MIME (Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions). Der S/MIME-Standard basiert auf einer asymmetrischen Verschlüsselung, die ein öffentliches und ein privates Schlüsselpaar verwendet. Der Absender verschlüsselt die Nachricht mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers (nicht dem des Absenders) und wird vom Empfänger mit seinem privaten Schlüssel entschlüsselt.

S/MIME-ZERTIFIKAT SICHERN

7 Tipps für eine sichere E-Mail-Kommunikation für Unternehmen

Es gibt einige Best Practice-Beispiele, um sicherzustellen, dass Ihre E-Mails sicher sind. Wir haben sieben Tipps zusammengestellt, um Ihre E-Mail-Kommunikation vor Datenpannen zu schützen.

1- Beginnen Sie mit einem Audit

Der Prozess, der Ihr Unternehmen zu sicheren Systemen für die E-Mail-Kommunikation führen sollte, kann nur mit einem Audit und einer Analyse dessen beginnen, was geschützt werden muss. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen: Wer sendet welche Daten wie oft an welche Adressaten? Welche Standards erfüllt die aktuelle IT-Infrastruktur? Reduziert diese das Risiko? Und erfüllt sie die gesetzlichen Anforderungen? Finden Sie die Antworten auf diese Fragen, bevor Sie die nächsten Schritte planen.

2- Schulen Sie Ihre Mitarbeiter zum Thema sichere E-Mails und Verschlüsselung

Verschlüsselung macht nur Sinn, wenn alle im Unternehmen sie als sinnvolle Maßnahme ansehen und richtig einsetzen. Bieten Sie Schulungen und interne Leitfäden an, um Ihr  gesamtes Team über den sicheren Umgang mit E-Mails und die Bedeutung verschlüsselter Kommunikation im Internet zu informieren.

3- Verschlüsseln Sie Ihre Systeme mit digitalen Zertifikaten

E-Mails, insbesondere solche mit kritischen unternehmensbezogenen Informationen, sollten immer verschlüsselt werden! TLS- und S/MIME-Zertifikate sind dafür am besten geeignet. Diese bieten den höchsten Schutz und reduzieren die Risiken innerhalb der E-Mail-Kommunikation.

4- Schützen Sie Ihre Passwörter

Geht Ihr Unternehmen mit externen oder internen sensiblen Daten um? Möglicherweise sollten Sie Ihrer E-Mail-Kommunikation eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzufügen. Verwenden Sie in diesem Fall einen separaten Kommunikationskanal, um Ihre Passwörter zu teilen und einen sicheren Zugriff auf vertrauliche Informationen zu gewährleisten.

5- Kombinieren Sie beide Verschlüsselungsmethoden

Wenn nur ein Verschlüsselungsverfahren verwendet wird, öffnet das der Datenspionage Tür und Tor. Kombinieren Sie daher TLS- und S/MIME-Verschlüsselung für die maximale E-Mail-Sicherheit.

6- Übersehen Sie die interne Kommunikation nicht

Vergessen Sie die interne E-Mail-Kommunikation nicht. Eine vollständige End-to-End-Verschlüsselung im Unternehmen minimiert das Risiko von Datendiebstahl innerhalb der eigenen digitalen Wände.

7- Wählen Sie einen kompetenten Partner

Verlassen Sie sich auf einen professionellen Anbieter von Verschlüsselungsdiensten, der eine große Auswahl an Zertifikatstypen aller großen CAs und innovative Tools zur Implementierung anbietet. InterNetX bietet Ihnen Zugriff auf eines der größten TLS/SSL- und S/MIME-Portfolios auf dem Markt.

Verschlüsseln Sie Ihre E-Mails mit einer professionellen Lösung

Verschlüsselung ist ein mächtiges Tool in der E-Mail-Kommunikation. Es schützt die Privatsphäre Ihrer E-Mails und der darin enthaltenen Daten und ermöglicht DSGVO-konform zu handeln. Und obendrein bringt es Ihnen die Gewissheit, dass Ihre E-Mails vor Dritten und Phishing-Betrug geschützt sind, die darauf abzielen, Ihre privaten Daten abzugreifen. Mit einer breiten Palette an Verschlüsselungslösungen von führenden Anbietern wie DigiCert ermöglicht InterNetX seinen Partnern Zugriff auf AutoDNS, der hochmodernen Plattform für professionelles Domain- und Zertifikatsmanagement. Dies hilft Ihnen, Risiken zu reduzieren und aktiv auf Cyber-Bedrohungen zu reagieren. Und all das, während Sie Ihre digitalen Assets effektiv verwalten.

UNSEREN ENCRYPTION-SERVICE ENTDECKEN

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news-1488 Fri, 23 Sep 2022 15:15:00 +0200 Snapshot #08 mit Katrin Ohlmer (DOTZON) https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1488&cHash=bbfb7b6ff96836577690bc537e8987a2 Im Snapshot Podcast unterhalten wir uns mit schlauen Köpfen und klugen Unternehmer:innen zu Themen aus den Bereichen der Digitalisierung, dem Online Marketing und der IT-Fachwelt. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in den Resorts Domains, Hosting und Encryption begleitete InterNetX zahlreiche Unternehmen vom Startup zum Big Player. In dieser Folge sprechen wir mit Katrin Ohlmer, der Mitgründerin und Geschäftsführerin von DOTZON. DOTZON berät u.a. DAX- und Markenunternehmen, Organisationen sowie Regionen und Städte mit einem Fokus auf Markenbildung im digitalen Raum. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf new gTLDs, besonders geoTLDS und cityTLDs.

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Timestamps
0:27 Entstehungsgeschichte von DOTZON
2:15 Infrastruktur von DOTZON, Marken-TLDS & ICANN-Auswahlverfahren
4:42 Markenstärkung durch eigene TLD am Beispiel von Audi und MAN
7:53 Faktoren, die .berlin zur beliebtesten TLD machen
10:22 Faktoren der Bewertung von TLDs
13:06 geoTLDs vs cityTLDs im Portfolio
14:58 Vorteile internationale cityTLDs (.amsterdam, .tokyo oder .nyc) für Unternehmen
16:02 Herausforderungen für Registries in den kommenden Jahren
17:05 Maßnahmen bei DOTZON gegen DNS-Abuse

Shownotes
Jetzt die AutoDNS Chrome Extension installieren: autodns.tools
Hier könnt ihr die Studie von DOTZON herunterladen: Digitale Stadtmarken 2022
Zu DOTZON: dotzon.consulting

Dieser Podcast wird präsentiert von InterNetX

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news-1486 Mon, 12 Sep 2022 12:59:46 +0200 Dies sind die häufigsten Angriffs-Methoden im DNS https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1486&cHash=3202763d5f5669a96b2e05577cf26d9f Versuche, dem DNS zu schaden, passieren leider häufiger als man denkt. Angreifer können das DNS auf verschiedene Weise manipulieren und so große Gewinne erzielen. Aber es gibt Möglichkeiten, sich und Unternehmen zu schützen. Das Domain Name System (DNS) ist für das heutige Internet unverzichtbar. Es wandelt für Menschen lesbare, alphabetische Namen in IP-Adressen um. So können wir mithilfe von Domains, anstelle einer langen Zahlenfolge, auf Websites zugreifen und E-Mails austauschen. Bei der Entwicklung lag der Fokus auf Benutzerfreundlichkeit, nicht auf Sicherheit. Heutzutage zielen böswillige Akteure zunehmend auf die DNS-Infrastruktur ab, um ihre Schwachstellen auszunutzen. Obwohl die letzten Updates und Sicherheitsprotokolle das DNS sicherer gemacht haben, bleibt ein gewisses Risiko bestehen. DNS-Angriffe können die Ursache für Datenschutzverletzungen und Geschäftsausfälle sein. Das führt nicht nur zu finanziellen Verlusten, sondern auch zu Reputationsschäden. Das Schlimmste: Die Angriffe können völlig unentdeckt bleiben.
Jede Organisation, die sich mit dem Internet befasst, sollte dieses Problem ernst nehmen und geeignete Gegenmaßnahmen in ihren Sicherheitsplan aufnehmen. In diesem Artikel werden einige der häufigsten DNS-Angriffsmethoden und Best-Practice-Beispiele zu deren Bekämpfung vorgestellt.

Was ist das DNS?

In den frühen 80er Jahren entwickelte Paul Mockapetris das DNS. Ein Benennungssystem, das die Verwendung von benutzerfreundlichen Domains anstelle von langen, schwer zu merkenden numerischen Bezeichnungen ermöglicht. Wenn Sie heute eine Domain in die Adressleiste von Webbrowsern eingeben, findet das DNS die entsprechende IP-Adresse und verbindet Sie mit dem richtigen Website-Server, nach dem Sie suchen.
Wenn Sie beispielsweise „facebook.com“ in die Adressleiste Ihres Browsers eingeben, sendet Ihr Gerät eine DNS-Anfrage an den konfigurierten DNS-Server und fragt nach der IP-Adresse von „facebook.com“. Doch das DNS kann wie jedes andere Protokoll im Internet manipuliert und ausgenutzt werden. Ein böswilliger Angreifer kann die Domain Name Resolution ausnutzen, indem er den DNS-Server angreift und seine Einträge ändert. Dadurch werden falsche Informationen über Domains oder Websites anstelle ihrer korrekten IP-Adressen zurückzugeben.

Die Risiken des DNS

Das DNS wurde entwickelt, als das Internet nur ein akademisches Projekt einiger weniger Leute war und bevor die Mehrheit der gängigen Cyberangriffe ein Problem darstellte. Die ursprüngliche Entwicklung sah keine Sicherheits- oder Authentifizierungsmaßnahmen vor. Böswillige Akteure können die Kommunikation zwischen dem Server und den Benutzern hacken, um

  • Benutzer auf eine betrügerische Website umzuleiten,
  • bösartigen Inhalt vorzuschlagen,
  • unerwünschte Popup-Werbung anzuzeigen,
  • Betrug oder Malware zu verbreiten,
  • eine Domain zu stehlen (im schlimmsten Fall).

Im Laufe der Jahre haben DNS- und Netzwerk-Experten mehrere Bugs entdeckt. Der von Dan Kaminsky 2008 entdeckte Fehler, eine kritische Schwachstelle, die Cache-Poisoning-Angriffe auf den meisten Nameservern ermöglicht, ist wahrscheinlich das bedeutendste Beispiel. Um diese Lücke zu schließen, wurden verschiedene Sicherheitsprotokolle wie DNSSEC, DoT (DNS over TLS) und DoH (DNS over HTTPS) implementiert.

Eine Möglichkeit, ein höheres Maß an DNS-Sicherheit bereitzustellen, ist der Einsatz von DNSSEC. Erfahren Sie mehr über dieses Internetprotokoll zum Schutz Ihrer Domains!

Sieben Methoden von Cyber-Angriffen, um das DNS zu hacken

Das Hacken der DNS-Server kann für Hacker sehr profitabel sein. Es ermöglicht ihnen, wertvolle Informationen zu erfassen und Benutzer umzuleiten, um eine bestimmte Aktion durchzuführen. Beispielsweise durch Phishing oder das Installieren von Malware auf ihren Geräten. Es gibt viele verschiedene Methoden, wie man DNS-Angriffe startet, hier sind die häufigsten:

1# DoS-, DDoS- und DNS-Amplification-Angriffe

Bei einem Denial-of-Service-Angriff (DoS) versucht der Angreifer, Sie am Zugriff auf das Netzwerk oder die Computerressourcen zu hindern. Um dies zu erreichen, wird ein DNS-Server mit Datenverkehr überflutet, bis die Website oder Online-Ressource nicht mehr verfügbar sind. DDoS (Distributed Denial-of-Service) ist eine ausgefeiltere Version von DoS. Der Hauptunterschied liegt in der Anzahl der beteiligten Systeme. Während DoS ein System-zu-System-Angriff ist, betreibt DDoS mehrere Systeme, um ein einziges anzugreifen. Dies erschwert die Erkennung eines DDoS-Angriffs, da mehrere Zombies oder Bots koordiniert werden. Der DNS-Amplification-Angriff fällt in die gleiche Kategorie wie DDoS-Angriffe. Es nutzt die Schwachstellen im DNS aus, indem es zahlreiche gefälschte DNS-Anfragen sendet, um den Server niederzuzwingen.

2# DNS-Hijacking

Angreifer verwenden die DNS-Hijacking-Methoden, um die DNS-Abfrage umzuleiten und aufzulösen. Dies geschieht, wenn der Hacker die Kontrolle über den DNS-Server erlangt und den Datenverkehr auf einen gefälschten DNS-Server umleiten kann. Infolgedessen landen Benutzer auf einer gefälschten Website, meist ohne es zu merken. Es gibt verschiedene Methoden, um das DNS zu hijacken, wie beispielsweise durch das “Vergiften” des DNS-Cache mit einer falschen IP-Adresse (Cach Poisoning), das Einschleusen von Malware in den Router, wodurch die DNS-Einstellungen geändert werden, durch den möglichen dZugriff auf das Netzwerk und das Umleiten von DNS-Anfragen oder die Verwendung von Man-in-the-Middle-Attacken. Letzteres ermöglicht es Hackern, die Kommunikation zwischen Ihnen und der Website abzufangen und so die DNS-Anfrage zu manipulieren, indem eine andere IP-Adresse angegeben wird. Sie können auch die DNS-Router modifizieren und einen sogenannten Rogue-DNS-Server verwenden, um den Datenverkehr umzuleiten.

Wie bekomme ich gekaperte Domains zurück? Finden Sie heraus, wie Hijacker Zugriff auf eine Domain erlangen können und was Sie tun können, um Ihre gestohlene Domain wiederzubekommen.

3# DNS-Tunneling

Diese Angriffsvariante ist alles andere als neu, da sie seit über 20 Jahren existiert. Aber selbst nach all der Zeit stellt sie immer noch eine ernsthafte Bedrohung dar. Diese bösartige Technik ermöglicht es dem Angreifer, Kontakt mit Ihrem Computer aufzunehmen und Malware und andere bösartige Daten über ein Client-Server-Modell zu tunneln. Dabei werden Sie nicht merken, dass Sie sich mit einem infizierten Server „unterhalten“.
Der DNS-Resolver erstellt einen Tunnel zwischen Ihnen und dem Angreifer, um die Abfrage mit versteckten Daten umzuleiten, die für den Angriff auf Ihr System erforderlich sind. Typische Missbrauchsfälle im Zusammenhang mit DNS-Tunneling beschränken sich nicht auf die Daten-Exfiltration. DNS-Abfragen und -Antworten können auch andere bösartige Programme oder Protokolle enthalten.

4# DNS-Spoofing

DNS-Spoofing wird verwendet, um die Anfrage eines Browsers an eine Website zu kapern und den Domain-Verkehr umzuleiten. Dabei wird vorgetäuscht, über die legitimen Server-Ziele zu leiten. Dies wird entweder durch Ändern der IP-Adresse von DNS-Servern oder durch Ändern der IP-Adresse des Domain-Nameservers selbst erreicht. Ein DNS-Spoofing-Angriff tritt auf, wenn der Angreifer sich als DNS-Server ausgibt und Antworten auf DNS-Abfragen sendet, die sich von denen des legitimen Servers unterscheiden. Die Angreifer können jede Art von Antwort auf die Anfrage des Opfers senden, einschließlich gefälschter IP-Adressen für Hosts oder andere Falschinformationen.

5# DNS-Poisoning und DNS-Cache-Poisoning

Sicher haben Sie schon einmal vom Web-Caching gehört, also dem Speichern von Internetdaten, die beim nächsten Besuch wieder abgerufen werden können. Das DNS hat eine ähnliche Funktion.
Wenn Angreifer das DNS vergiften, fügen sie betrügerische IP-Adressen in Ihren lokalen Cache-Speicher ein. In diesem Fall landen Sie auf einer Website, die wie die typische Website aussieht, nach der Sie gesucht haben. In Wirklichkeit handelt es sich um eine gefälschte Version, die darauf ausgelegt ist, Ihre Daten zu stehlen. Um das DNS zu vergiften, können Angreifer verschiedene Methoden anwenden, von Machine-in-the-Middle, die sowohl DNS als auch den Browser vergiftet, bis hin zu Server-Hijacking bei der Neukonfiguration der Anfragen auf dem DNS-Server oder Spam und anderen kryptografiebasierten Angriffen. Diese Art von Angriffen ist besonders schädlich, da die Anmeldeseite authentisch aussieht und die Benutzer nicht erkennen, dass der Hacker ihre Anmeldeinformationen gestohlen hat. Manchmal zielt DNS-Poisoning nicht darauf ab, sensible Daten zu stehlen, sondern den Zugang zu einem Portal zu kompromittieren, um dessen Sichtbarkeit zu verringern.

6# DNS-Verfolgung/Protokollierung

Immer wenn eine Domain aufgelöst wird, wird ein DNS-Server nach Informationen gefragt. Dabei werden Informationen über den Nutzer an den für diesen Server zuständigen ISP gesendet, der Ihre IP-Adresse und damit Ihren ungefähren Standort erfasst. TLS/SSL-Zertifikate verschlüsseln die Kommunikation, sodass Hacker den Inhalt nicht lesen können. Dies verbirgt jedoch nicht Ihre IP, wenn Sie eine Domain besuchen. Wenn jemand in der Lage ist, eine IP-Adresse zu verfolgen, kann er sie möglicherweise mit anderen gespeicherten Informationen wie Name, Adresse, Bankverbindung und vielem mehr in Verbindung bringen. Hacker können diese Informationen möglicherweise sammeln und zuordnen, um ihre Angriffe durchzuführen. In der Vergangenheit haben einige ISPs diese Informationen gesammelt, um sie an Dritte, häufig Werbetreibende, weiterzuverkaufen und ihnen so eine gezielte Umsetzung ihrer Strategien zu ermöglichen. Nutzer in Europa genießen durch die Einführung der DSGVO einen größeren Schutz. Obwohl noch nicht klar ist, ob die IP-Adresse zu den personenbezogenen Daten gehört, darf sie sicherlich nicht mit anderen Informationen in Verbindung gebracht werden.

Das WHOIS stellt ein ernsthaftes Risiko für den Datenschutz dar, da die Daten der Registranten öffentlich zugänglich sind und für manipulative und gefährliche Zwecke verwendet werden können. Werfen Sie einen Blick auf dieses Protokoll, um mehr über seine Funktionsweise zu erfahren.

7# DNS-Rebinding

Die DNS-Rebinding-Methode ermöglicht es einem Angreifer, das Problem geschlossener Ports auf dem Router zu überwinden. In diesem Fall beginnt der Angriff von einer Webseite, die ein schädliches Skript auf Seiten des Clients im Browser ausführt. Dadurch wird ein Angriff auf andere Computer im Netzwerk generiert. Die Überprüfung der Domains ist einer der wesentlichen Bausteine ​​der Richtlinie, die den gleichen Ursprung haben wie Webbrowser. Dadurch wird ausschließlich dem Host, der das Skript erstellt hat, Zugriff auf die Inhalte gewährt. Der DNS-Rebinding-Angriff überwindet diese Richtlinie jedoch, indem er das System ausnutzt, um Domains missbräuchlich aufzulösen. Einfach ausgedrückt, ermöglicht der DNS-Rebinding-Angriff einem Browser, mit entfernten Servern zu kommunizieren, mit denen er eigentlich keine Daten austauschen sollte.

Fünf Maßnahmen zur Eindämmung von DNS-Angriffen

Nachdem Sie die verschiedenen Angriffsarten und ihre Ziele verstanden haben, besteht der nächste Schritt darin, die verfügbaren Gegenmaßnahmen zu verstehen. Es ist möglich, Ihre DNS-Infrastruktur widerstandsfähiger zu machen, indem Sie mehrere Best Practice Beispiele implementieren. Diese Empfehlungen helfen Ihnen dabei, die höchste DNS-Sicherheit zu erreichen.

1. Implementieren Sie einen Schutz für das Internet
Implementieren Sie alle DNS-Schutzsysteme und -Protokolle wie DNSSEC.

2. Beschränken Sie den Zugriff auf den DNS-Resolver
Halten Sie Ihren DNS-Resolver privat und nur für Ihre Netzwerkbenutzer, niemals für Dritte, zugänglich.

3. Wenden Sie sichere Konfigurationen an
Verwenden Sie die optimale DNS-Konfiguration, um mögliche Schwachstellen zu reduzieren. Beispielsweise, um die Anzahl der Abfragen zu begrenzen oder wiederholende Abfragen zu blockieren.

4. Entscheiden Sie sich für einen zertifizierten Managed Service
Die DNS-Verwaltung erfordert technische Kenntnisse und Skills. Verlassen Sie sich auf einen zuverlässigen, professionellen und zertifizierten Partner, um höchste DNS-Sicherheitsstandards zu gewährleisten, einschließlich einer ISO-Zertifizierung.

5. Verwenden Sie digitale Zertifikate und Signaturen
Implementieren Sie ein höheres Maß an Datenschutz, indem Sie Ihre Daten und Kommunikation authentifizieren und verschlüsseln. Dazu gehört auch die Verwendung einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, sofern verfügbar.

Der Schutz der DNS-Infrastruktur ist ein entscheidender Schritt zur Wahrung der Internetsicherheit im Allgemeinen. Eine effiziente DNS-Sicherheitsstrategie beinhaltet die Anwendung aller derzeit verfügbaren Sicherheitsprotokolle, die Verwaltung redundanter DNS-Server und das Wissen, welche Methoden Hacker zu ihrem Vorteil nutzen können.

Bis 2025 soll der Schaden durch Cyberkriminalität jährlich 10,5 Billionen US-Dollar erreichen. Sind Sie ausreichend geschützt? Lernen Sie die 15 häufigsten Cyberangriffe kennen und wie Sie sich und Ihr Unternehmen davor schützen können.

DNS schützen = Höhere Sicherheit für Ihr Business

Es gibt viele Cyberangriffe und Einbrüche ins Netzwerk, die einem Unternehmen widerfahren können. Als essenzielles Element des Internets ist das DNS das Ziel verschiedener Cyberangriffe, die zu Ausfallzeiten wichtiger Websites und Anwendungen führen können. Indem Sie der Sicherheit Priorität einräumen und Maßnahmen ergreifen, um bestimmte Bedrohungen abzuwehren, können Sie Ausfallzeiten verhindern, Verluste mindern und vor allem das Vertrauen Ihrer Kunden in Ihr Unternehmen stärken.

DNS-Sicherheit mag wie ein kompliziertes Thema erscheinen, aber es gibt Dienste wie unsere, die Unternehmen mit professionellen Strategien helfen, die DNS-Sicherheit zu verbessern und ihre Domains zu schützen. Bei InterNetX verstehen wir die Komplexität rund um die DNS-Sicherheit und haben Lösungen entwickelt, die Ihnen helfen, Ihr Unternehmen vor DNS-Angriffen zu schützen und zu sichern.

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news-1484 Tue, 06 Sep 2022 10:16:12 +0200 .arpa: das Rückgrat des Internets https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1484&cHash=0fa2cb97fe0ba428316d42f0b17e6832 .arpa war die erste TLD, die jemals geschaffen wurde und daher von grundlegender Bedeutung für die Entwicklung des modernen Internets. Erfahren Sie mehr über diese Infrastruktur-Domain, um Ihr Verständnis für das DNS-Ökosystem zu vertiefen. Obwohl .arpa vollständig im DNS integriert und aktiv ist, kann tatsächlich niemand eine Domain unter der Top-Level-Domain registrieren. Die Erweiterung dient fast ausschließlich der Verwaltung technischer Infrastruktur des Internets und ist Teil der kritischen Infrastruktur des DNS. Noch heute sind die Stabilität, Integrität und Effizienz dieser TLD für die gesamte Internet-Community von großer Bedeutung. Lesen Sie weiter, um mehr über die Geschichte von .arpa und die Funktion der TLD in der modernen Infrastruktur des Internets zu erfahren.

Von ARPANET zu .arpa und der Erstellung des DNS

Das Internet ist eine der erfolgreichsten und zugleich eine der beunruhigendsten Innovationen der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA). Die Agency wurde vom US-Verteidigungsministerium gegründet, um innovative Projekte zu entwickeln und zu erforschen. The Economist bezeichnete DARPA kürzlich als die Agency, die die “moderne Welt geformt hat“. Und das aus gutem Grund.

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In der Anfangszeit war die Zuordnung zwischen numerischen Adressen und dem dazugehörigen Namen im ARPANET sehr umständlich und zeitaufwändig. Die Suche wurde über Nachschlagetabellen durchgeführt, die als Computerdateien zwischen Netzwerkadministratoren verteilt wurden. Die Erweiterung .arpa war der allererste Versuch, ein hierarchisches Namenssystem zu definieren. Es stellt die anfängliche Bereitstellung des Domain Name System (DNS) dar, das die Suchfunktion durch die Verwendung von Domain-Namen effizient automatisiert.

Zum ersten Mal definierte das .arpa Name System die Rollen und Standards dieser Name Systems. Zusätzlich zielte das System darauf ab, alle zu diesem Zeitpunkt existierenden ARPANET-Hosts zu beinhalten, bevor sie auf die zukünftigen Top-Level-Domains umziehen sollten. Tatsächlich hätte das System langsam auslaufen und durch einen neuen Satz von Domain-Namen für bestimmte Arten von Netzwerk-Mitgliedern (.com, .org, .edu, .gov, .net und .mil) ersetzt werden sollen. So ist es zumindest in RFC 920 angegeben:

"Nach einer kurzen Phase des anfänglichen Experimentierens werden alle aktuellen ARPA-Internet-Hosts eine andere Domain als ARPA für ihre zukünftige Verwendung auswählen. Die Verwendung von ARPA als Top-Level-Domain wird letztendlich eingestellt."

Am Ende wurde es fast unmöglich, .arpa aus dem DNS zu entfernen. Die Erweiterung wurde vollständig für den Reverse-DNS-Lookup von IP-Adressen integriert. Darüber hinaus basierten auch die E-Mail-Adressen des Network Information Center (NIC), welches das Namenssystem verwaltet, auf dieser TLD.

Was genau ist .arpa heute?

Die TLD .arpa funktioniert ganz anders als andere generische TLDs, denn sie wird nicht zum Benennen von Hosts verwendet. Heute wird die Domain von IANA verwaltet, in Zusammenarbeit mit der Internet-Community bei ICANN und unter der Leitung des Internet Architecture Board (IAB). Im Jahr 2000 wurde der Name als Backronym von Address and Routing Parameter Area neu definiert. So konnte die Verwirrung über die frühere Rolle innerhalb des ARPANET-Projekts verringert und seine tatsächliche Verwendung im modernen Internet als Infrastruktur-Domain hervorgehoben werden.

Was ist das Internet, wenn nicht eine Reihe von Ressourcen und Vereinbarungen zwischen miteinander verbundenen Netzwerken? Wir erkunden die Organisationen, die Online-Kommunikation ermöglichen.

Die heutige Rolle von .arpa in der Netzwerk-Infrastruktur

Anstatt die TLD auslaufen zu lassen, wurde .arpa auf wenige entscheidende Funktionen reduziert, um das Name System zu unterstützen. Diese Funktionen hängen von verschiedenen Subdomains, die einen bestimmten Zweck erfüllen, ab. Hier einige der wichtigsten Funktionen von .arpa, über die Domain-Experten Bescheid wissen sollten.

Zuordnung von IP-Adressen

Die Subdomain in-addr.arpa für IPv4 und ip6.arpa für IPv6 sind für Reverse-DNS-Lookups von IP-Adressen verantwortlich, die im entsprechenden Abschnitt 3.5 von RFC 1035 beschrieben sind. Ihr Ziel ist es, eine garantierte Methode bereitzustellen, um eine Zuordnung von Host-Adressen zu Hostnames durchzuführen sowie Abfragen zu erleichtern, um alle Gateways in einem bestimmten Netzwerk im Internet zu lokalisieren. Dank der Mapping-Funktion werden Sie bei Eingabe einer IP-Adresse auf den entsprechenden DNS-Eintrag weitergeleitet. Dies dient der Fehlersuche, Anti-Spam-Maßnahmen und der Systemüberwachung. In all diesen Fällen ist es hilfreich, den Domain-Namen zu kennen. Darüber hinaus spezifiziert RFC 5855 ein Namensschema, um die beiden Subdomains an zwei verschiedene Gruppen von Nameservern zu delegieren: in-addr-servers.arpa und ip6-servers.arpa.

Zuordnung von Telefonnummern

RFC 2916 definiert die Verwendung des DNS für E.164-Nummern, die im Internet unter der reserved Second-Level-Domain e164.arpa verwendet werden können. Die Nummer wird einem Domain-Namen zugeordnet, der sich aus der Umkehrung der Ziffern zusammensetzt: Beispielsweise wird die Nummer +34-06-1234567891 zu 1.9.8.7.6.5.4.3.2.1.6.0.4.3.e164.arpa. Die Domain e164.arpa ist für die ccTLDs von Österreich, Tschechien, Finnland, Deutschland, Irland, Litauen, Polen, Rumänien, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich aktiv.

Residential Networking

Wie in RFC 8375 angegeben, hat die Internet Engineering Task Force (IETF) die Domain home.arpa im Jahr 2018 für die Benennung in privaten Home-Netzwerk reserviert. Domain-Namen, die auf home.arpa enden, verweisen auf eine Zone, die lokal bedient wird. Ihre Inhalte sind nur für ein bestimmtes Home-Netzwerk verfügbar und die Endung „.home.arpa“ ist nicht global eindeutig.

Weniger DNS-Verkehr

Im Jahr 2015 genehmigte IAB die Delegation von AS112 in der .arpa-Zone. AS112 bietet einen Mechanismus für Reverse-Lookups auf IP-Adressen, die nicht eindeutig sind. Auf diese Weise können DNS-Zonen-Administratoren Datenverkehr unter ihrer Kontrolle in die AS112-Infrastruktur, in Bezug auf Teile des globalen DNS-Namensraums, verringern. Dabei ist eine Koordinierung mit den AS112-Betreibern nicht erforderlich.

.arpa hilft dem Internet in vielerlei Hinsicht

In seiner Aufgabe als Infrastruktur-Domain für das Internet hat .arpa noch viele weitere speziell genutzte Subdomains und Verwendungszwecke, die wir hier nur kurz aufzählen:

  • 6tisch.arpa: zum Aktivieren von IPv6 über den Time-Slotted Channel Hopping (TSCH)-Modus von IEEE 802.15.4.
  • e164.arpa: für die Zuordnung von E.164-Nummern Internet-URLs
  • eap-noob.arpa: zur Aktivierung der schnellen Out-of-Band-Authentifizierungsmethode des Extensible Authentication Protocol-Frameworks
  • iris.arpa: zum Auffinden von Informationsdiensten zur Internet-Registry
  • uri.arpa und urm.arpa: zur Auflösung von URLs und URNs

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Domains
news-1208 Thu, 01 Sep 2022 10:05:00 +0200 10 vieldeutige Top-Level-Domains https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1208&cHash=5a7bd0b185a4df36a031c25aeb5a6387 ccTLD oder doch eher gTLD? Einige Domain-Endungen sind nicht wegen des Landes, für das sie stehen, so beliebt geworden. Ihre Popularität basiert auf der sprachlichen Funktionalität, da die zwei Zeichen der jeweiligen Domain-Endungen sich sehr gut mit anderen Begriffen oder Abkürzungen assoziieren lassen. Domains, die also in mehrfacher Bedeutung funktionieren. In diesen sogenannten Domain-Hacks steckt großes Marketingpotenzial. Darauf setzen auch bekannte Unternehmen wie Tesla Motors, Twitter oder Universal Pictures. Weltweit gibt es 316 verschiedene ccTLDs (Stand Januar 2020), unter denen über 127,4 Mio. Domains (Stand 2021) registriert sind. Üblicherweise werden ccTLDs von Usern des jeweiligen Landes bevorzugt – so nutzt z. B. die Bundesregierung die Endung .de, entsprechend dem Länderkürzel für Deutschland. Doch nicht alle Domains werden regionsbezogen registriert: Einige ccTLDs sind als Homonyme, also aufgrund ihrer mehrfachen Deutungsvarianten, für die Domain-Registrierung interessant.


Nicht der  Bezug zum jeweiligen Land, sondern die sprachliche Auslegung steht im Vordergrund der Nutzung. TLDs mit mehrfachen Bedeutungen also. Prinzipiell stellt es in Bezug auf SEO kein Problem dar, länderspezifische TLDs generisch zu verwenden. Wir haben zehn Beispiele für TLDs mit mehreren Bedeutungen herausgesucht, die immer mehr an Beliebtheit gewinnen. Viele werden als gTLD vermarktet und erlauben clevere Domain-Hacks.

.ac 

Die länderspezifische Top-Level Domain der zum Vereinigten Königreich gehörenden Insel Ascension im Atlantischen Ozean .ac hat im Jahr 2019 ein erhebliches Wachstum verzeichnet. Hinter dem Interesse an der ccTLD der Himmelfahrtsinsel .ac verbirgt sich die Bedeutung “akademische Gemeinschaft” (academic community). Aus diesem Grund nutzen einige Universitäten, wie beispielsweise das Ralston College in Georgia, US, oder die soziale Plattform connected.ac, die Studierende miteinander vernetzt, diese Domain-Endung.

.ai  

Die gTLD .ai ist die offizielle ccTLD des britischen Überseegebietes Anguilla. .ai eignet sich bestens als Abkürzung für “Artificial Intelligence”, weshalb das karibische Domain-Suffix vor allem bei Usern und Unternehmen, die im Bereich AI operieren, beliebt ist.

.ai war 2019 der Newcomer hinsichtlich der Verkaufspreise auf dem Domain-Sekundärmarkt. Aktuell sind 143.737 Domains unter .ai registriert (Stand Juli 2022). human.ai wird derzeit auf der Verkaufsplattform Sedo zu einem Preis von 60.000 US-Dollar gehandelt. Bekannte Beispiele sind unter anderem facebook.ai oder nasa.ai, die beide für Weiterleitungen genutzt werden.

.co

.co ist die länderspezifische TLD für Kolumbien. Die Domain-Endung wurde schon von Anfang an zusätzlich als generische TLD vermarktet und als Abkürzung für Begriffe wie Community, Corporation, Content oder Connection verwendet. Die .co Registry GoDaddy bewirbt die Domain-Endung auch als Alternative zu .com. Die TLD verzeichnet rund 3,3 Millionen registrierte Domains und einen Marktanteil von 2,1%. Damit schafft es .co auf Platz 16 der Top 20 ccTLDs (Stand 2022).

Die wohl bekannteste .co Adresse und zugleich am häufigsten besuchte ist t.co von twitter. Auch der Instant-Messaging-Dienst Snapchat hat sich s.co gesichert. Mit .co sind kreative Domain-Hacks wie beispielsweise ta.co möglich.

.fm

Die ccTLD der Föderierten Staaten von Mikronesien, einem Inselgebiet im westlichen Pazifischen Ozean, wird häufig im Rundfunkbereich oder in der Musikszene genutzt. Die Abkürzung “FM” assoziiert sich mit dem UKW-Radio. So ist beispielsweise das Internetradio last.fm unter dieser Domain-Endung vermarktet.

Die teuersten Verkäufe von .fm Domains stammen ebenso aus dem Rundfunkbereich. So wurde mybeat.fm für 8.500 US-Dollar verkauft. Beispiele aus der Musikszene sind tastebuds.fm, ein Dating-Portal für Musikfans, oder wavy.fm, eine Website, die es Usern ermöglicht, den eigenen Musikverlauf zu tracken.

.gg 

Eine der größten Newcomer der letzten Jahre ist die ccTLD von Guernsey, der zweitgrößten Insel im Ärmelkanal. .gg ist vor allem als Domain-Endung für Videospiel- und eSport-Websites sehr beliebt. Der Grund: “gg" ist nicht nur das Kürzel von Guernsey, sondern auch eine gängige Abkürzung für “good game". Bekanntestes Beispiel ist der Onlinedienst Discord, der unter discord.gg zu finden ist.

.io

.io ist die ccTLD des Britischen Territoriums im Indischen Ozean. Ein Überseegebiet, das sich aus mehreren Inseln zusammensetzt, die nicht bewohnt sind. Die Beliebtheit dieser Domain-Endung rührt also nicht wirklich von den Bewohnern der Region her. Vielmehr gilt “I/0” in der Informatik als Abkürzung für “Input/Output”. .io Domains sind daher in der Tech-Szene sehr gefragt.

Auf der Cisco Umbrella Popularity List für TLDs liegt die TLD .io aktuell auf Rang fünf (Stand März 2021). Die Domain home.io wurde zuletzt zu einem Preis von 25.000 US-Dollar verkauft. Doch die TLD ist nicht nur etwas für Nerds: 2016 lief beispielsweise auch die Präsidentschaftskampagne des US-Senators Marco Rubio unter der verkürzten URL rub.io.

.la

Die Domain-Endung .la könnte die geoTLD von Los Angeles sein – ist sie aber nicht. .la ist die ccTLD von Laos, dem einzigen Binnenstaat in Südostasien. Bis 2011 wurde .la sogar als Abkürzung für Los Angeles (L.A.) vermarktet. Da jede natürliche oder juristische Person .la Domains registrieren durfte und keine Niederlassung auf Laos erforderlich ist, war das auch kein Problem. Im Jahr 2011 forderte das Lao National Internet Commitee, das Ministerium für Post und Telekommunikation, dann aber, .la wieder für Laos zu verwenden.

Einige bekannte Brands nutzen .la für Domain-Hacks: So ist der Automobilhersteller Tesla Motors auch via ts.la zu erreichen. Und die Digital Public Library of America, eine öffentliche Bibliothek, kann über dp.la aufgerufen werden.

.me

.me ist die country-code Top-Level-Domain (ccTLD) des Landes Montenegro in Südosteuropa. Neben der Verwendung als ccTLD kann .me auch als gTLD eingesetzt werden. Mit .me, das im Englischen “mir/mich” bedeutet, lassen sich gelungene Domain-Hacks sowie effektive Web-Projekte und Branding-Kampagnen bilden. Der Grund, warum die Registrierungen der vielleicht persönlichsten Domain-Endung der Welt in den letzten Jahren angestiegen sind. Wie Sie den Trend für sich nutzen können, erfahren Sie in unserem E-Paper.

Das wohl prominenteste Beispiel einer .me Domain ist die Domain meet.me, die 2011 für die Rekordsumme von 450.000 US-Dollar verkauft wurde. Auch das Universal Pictures Franchise “Despicable Me” nutzt die TLD kreativ, um ihre Kinofilme “Ich - Einfach unverbesserlich” und “Minions” unter despicable.me zu vermarkten. Außerdem setzen einige Global Player wie PayPal, mit paypal.me, oder Facebook mit der gekürzten Version fb.me auf die personalisierte Domain-Endung.

.tv

Der Inselstaat Tuvalu im Pazifischen Ozean ist das viertkleinste Land der Erde und befindet sich zwischen Hawaii und Australien. Die ccTLD hingegen ist inzwischen ziemlich beliebt und leistet einen wesentlichen Beitrag zu den Einnahmen des Kleinstaates mit 11.000 Einwohnern: Ein Zwölftel des Bruttoinlandsprodukts erzielt der Inselstaat über die Lizenzierung der Top-Level-Domain .tv.

Das liegt aber nicht an den Einwohnern, die fleißig Domains registrieren. Die Abkürzung TV  ist für “Television” international geläufig. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Endung .tv besonders bei Organisationen populär ist, die im Fernseh- und Film-Segment aktiv sind. Im deutschsprachigen Raum findet die ccTLD Verwendung unter arte.tv, Spiegel.tv oder Loewe.tv.

.ws

Die ccTLD von Samoa, das bis 1997 offiziell Westsamoa hieß, wird seit der Jahrtausendwende als Abkürzung für Website vermarktet. Da es keine besonderen Einschränkungen bei der Vergabe gibt, können alle eine .ws Domain registrieren. Ein Beispiel ist die Spieleplattform jetztspielen.ws.

Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und es gibt noch zahlreiche weitere Beispiele für vieldeutige ccTLDs zu entdecken. Über unseren Domain-Check in AutoDNS können Sie prüfen, ob Ihre Wunsch-Domain noch verfügbar ist, auf einem Domain-Marktplatz zum Verkauf steht oder welche Alternativen es gibt. Ihnen fehlt die Inspiration zu einer geeigneten TLD? Mehr zu beliebten ccTLDs, die als gTLD verwendet werden, lesen Sie in unserem Global Domain Report.

Global Domain Report downloaden

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news-1482 Fri, 26 Aug 2022 09:06:23 +0200 Sichere E-Mail-Kommunikation? So geht’s. https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1482&cHash=094d2fa260c6063379d88f8745f5111f Verschlüsselter Datenverkehr soll Standard im Web werden. Wir erklären, wie weit wir davon entfernt sind und welche Lösungen sich dafür anbieten. 90% der Websites werden inzwischen mit SSL-Zertifikaten verschlüsselt. Im Großen und Ganzen ist die sichere E-Mail-Kommunikation jedoch noch problematisch. Die moderne E-Mail-Verschlüsselung basiert auf der asymmetrischen Kryptographie, bei der ein Schlüsselpaar –  eins zum Kodieren, das andere zum Dekodieren – den unerlaubten Daten-Zugriff abschirmt. Zu den bekanntesten Standards für diese Art der Verschlüsselung gehören S/MIME-Zertifikate.

Sicherer Mail-Verkehr für alle

Elektronische Post wird in der Regel als Klartext versendet – und ist damit ein vergleichsweise leichtes Ziel für Angriffe aller Art. Das ist besonders dann kritisch, wenn über E-Mail sensible Informationen wie Zugangsdaten ausgetauscht oder geschäftliche Absprachen gemacht werden.

Das Fraunhofer-Institut für sichere Informationstechnologie hat, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom, für Privatanwender schon 2016 die sogenannte “Volksverschlüsselung” erarbeitet. Die Initiative wurde gestartet, da Verschlüsselungs-Zertifikate im Alltag kaum genutzt wurden. Und das, obwohl eine Vielzahl an einfachen Lösungen angeboten wird. Das Ziel solcher Initiativen ist es, die aktuelle Verschlüsselungstechnologie in der breiten Bevölkerung zu etablieren und über die gängigen Zertifikate aufzuklären sowie die Benutzerfreundlichkeit der Technik zu verbessern. Die Idee: Jeder Nutzer soll mit einfachsten Tools seine Nachrichten end-to-end verschlüsseln können.

Wie sicher sind Verified Mark Certificates?

Die Vorteile von einem Verified Mark Certificate (VMC) sind vielfältig, u.a. kann damit das validierte Marken-Logo eines Unternehmens neben der E-Mail-Adresse angezeigt werden. VMCs verifizieren die Identität des Unternehmens, und erhöhen  die Sicherheit der Kommunikation. Das stärkt das Kundenvertrauen in das Markenunternehmen. Die Öffnungsrate der E-Mails wird gesteigert – nach der Verizon Media Study (2021) um bis zu 10% – und damit auch die Conversion-Rate erhöht. Markeninhaber profitieren also klar von der Nutzung von VMCs für ihre E-Mail-Kommunikation. VMC-Zertifikate, mit denen Sie Ihre E-Mail-Kommunikation kennzeichnen können, sind derzeit nur über unseren Partner DigiCert erhältlich.

Markenschutz, eine stärkere CTR, höhere Öffnungsraten und eine verbesserte E-Mail-Sicherheit – genügend Vorteile für Ihr Unternehmen, um BIMI einzuführen und ein VMC zu implementieren! Es wird Zeit für Ihr Unternehmen, mit einem VMC BIMI zu implementieren.

Um E-Mails mittels VMC zu verifizieren, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden:

  • Das Logo muss als aktive Wort- und/oder Bild-Marke bei einem der aktuell zugelassenen Markenämter eingetragen sein.
  • Ein weiterer Verifizierungsschritt ist eine persönliche Identifikation, notarielle Beglaubigung oder Validierung durch Video-Call für das Unternehmen und den Ansprechpartner.
  • Die E-Mails müssen über SPF, DKIM und DMARC verifiziert sein.
    • Ein SPF-Record gibt vor, über welche IP-Adresse(n) eine E-Mail von einer Domain versendet wird.
    • DKIM stellt sicher, dass die E-Mail nicht verändert wurde. 
    • DMARC prüft, wie mit E-Mails verfahren wird, die keine der beiden genannten Anforderungen (SPF oder DKIM) erfüllen.

S/MIME und PGP – zwei Standards im Vergleich

Im Wesentlichen gibt es zwei Standards für die E-Mail-Verschlüsselung, die sich über die Jahre hinweg durchgesetzt haben: S/MIME und PGP. Welche Art der Verschlüsselung ist sicherer?
S/MIME (Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions) und PGP (Pretty Good Privacy) haben grundsätzlich die gleichen Ziele: die sichere Verschlüsselung von Daten. Mit beiden Varianten können E-Mails sicher verschlüsselt werden – doch es gibt Unterschiede.

Implementierung

  • Bei der PGP-Verschlüsselung ist es notwendig, dass beide Seiten jeweils den Private Key des anderen manuell in ihren E-Mail-Client laden müssen. 
  • S/MIME hingegen versendet automatisch den entsprechenden Private Key, nachdem einmalig eine signierte E-Mail verschickt wurde. Dadurch wird der sichere Daten-Austausch enorm erleichtert.

Software

  • PGP erfordert zusätzlich eine meist kostenpflichtige Software, die extra installiert werden muss. Zudem sollte beachtet werden, dass PGP auf manchen Geräten nicht verfügbar ist.
  • S/MIME hingegen kann ohne zusätzlicher Software verwendet werden. S/MIMEs werden von offiziellen CAs ausgestellt, die in jedem Client direkt als vertrauenswürdig eingestuft werden. 

Wichtig ist auch, dass S/MIME und PGP nicht kompatibel sind. Beispielsweise kann ein Empfänger mit einem Open-PGP-Zertifikat keine S/MIME verschlüsselten E-Mails lesen und umgekehrt.

Unsere Empfehlung: Verwenden Sie für den sicheren E-Mail-Verkehr eine S/MIME-Verschlüsselung. Die S/MIME-Zertifikate von DigiCert z. B. werden prinzipiell über eine digitale ID für Personen und Abteilungen eines Unternehmens ausgestellt. So werden sensible Daten effektiv geschützt, Manipulationen unterbunden und zudem die Integrität des Absenders deutlich nachgewiesen.

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Sicherer E-Mail-Verkehr – worauf ist zu achten?

Wir haben ein paar grundlegende Hinweise zusammengefasst, um auch ohne Maßnahmen wie der “Volksverschlüsselung”, sichere E-Mails empfangen und versenden zu können.

1. Vorsicht bei HTML-Codes

Oftmals stellen HTML-Formate innerhalb von E-Mails ein Risiko dar. In eingebetteten Codes, wie beispielsweise formatierten Texten oder Bildern, lässt sich nämlich leicht Malware verstecken.

Als Grundregel gilt: Niemals aktive Inhalte in E-Mails ausführen. Besonders dann nicht, wenn die Nachricht von einem unbekannten Absender kommt. Informieren Sie sich zudem innerhalb des verwendeten E-Mail-Programms, ob HTML-Inhalte automatisch angezeigt werden und ob diese Funktion ausgeschaltet werden kann.

2. Immer auf dem aktuellsten Stand

Cyberkriminelle sind immer aktiv und stets auf der Suche nach neuen Einfallstoren. Ein leichtes Spiel haben sie bei der Nutzung von veralteten Systemen, die nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechen.

Daher gilt: Es ist wichtig, neue Sicherheitsupdates immer sofort zu installieren! Seien es Updates für das Betriebssystem, den Browser, Add-Ons oder sonstige Programme – Sicherheitshinweise sollten Sie immer ernst nehmen. Außerdem sollte regelmäßig geprüft werden, ob der Virenscanner auf dem neuesten Stand ist.

Wie können S/MIME-Zertifikate eine sichere E-Mail Kommunikation gewährleisten?

Um neben den oben genannten Tipps – die als notwendige Voraussetzungen gelten – absolut sicher zu gehen, dass E-Mails von keiner Drittperson abgefangen oder gelesen werden, sollten unbedingt S/MIME-Zertifikate verwendet werden. Ein großer Vorteil von Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions (S/MIME) als Standard-Verschlüsselung von E-Mails ist, dass es bereits vorab in vielen Mail-Programmen und Smartphones implementiert ist.

S/MIME-Zertifikate können aber auch ohne großen Aufwand  erworben werden. InterNetX bietet für jedes Projekt und jede Anforderung die passenden S/MIME-Zertifikate aller etablierten Provider an. S/MIME-Zertifikate können bequem über AutoDNS bestellt und verwaltet werden.

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Die technischen und juristischen Vorgaben durch die DSGVO bzgl. des Einsatzes von E-Mails in Unternehmen sind häufig unklar. In unserem E-Paper “E-Mails im Business” erfahren Sie, wie sichere und DSGVO-konforme E-Mails versendet werden können. Hier geht’s zum Download!

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SSL-Zertifikate
news-1480 Thu, 18 Aug 2022 14:37:11 +0200 Die 10 erfolgreichsten cityTLDs 2022 https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1480&cHash=7540acc4cfb2e16a2f3aeeac49b62077 Viele Städte sind mittlerweile in den Namespace eingetreten und nutzen ihre Online-Identität mit dem perfekten Domain-Namen unter ihrer cityTLD! Entdecken Sie mit uns die 10 erfolgreichsten cityTLDs im Jahr 2022. Städte bilden seit Jahrhunderten ihre Brands, fördern erkennbare Wahrzeichen und Merkmale oder ein einzigartiges Flair und vermitteln Authentizität und Emotionen. Einige große Städte haben dies im digitalen Zeitalter auf die nächste Ebene gebracht, indem sie ihre cityTLD mit dem vollständigen Namen oder der Abkürzung der Stadt eingeführt haben. Eine cityTLD stellt ein digitales Privileg für Bürger, Organisationen und Institutionen dar, das es ihnen ermöglicht, die perfekte lokalisierte Identität im Internet zu schaffen. Es ist ein leistungsstarkes und authentisches Marketinginstrument in den Händen der lokalen Gemeinschaften.

Viele Städte rund um den Globus haben ihre digitalen Brands in den letzten Jahren sehr erfolgreich weiterentwickelt. Insbesondere die europäischen Hauptstädte scheinen dies recht kompetent und weit verbreitet zu tun. Das wird auch in der Studie DOTZON deutlich. Dabei wurden verschiedene Parameter berücksichtigt. Schauen wir uns die DOTZON-Studie zu cityTLDs 2022 genauer an.

cityTLDs im DNS

Die Idee, einen TLD-String basierend auf dem Namen der Stadt zu initiieren, wurde 2012 von .berlin vorgebracht. ICANN akzeptierte die Anträge auf geografische Erweiterungen für das erste neue gTLD-Programm. Seit 2014 können Marketers, lokale Geschäftsinhaber und Organisationen ihre Domain-Namen mit einer klaren lokalen Ausrichtung registrieren. Derzeit haben 35 Städte digitale Stadt-Brands im Namespace. Einige besitzen aber auch zwei TLDs oder eine IDN-Version, was die Gesamtzahl auf bis zu 40 cityTLDs im DNS erhöht. Beispielsweise besitzt Barcelona .barcelona und .bcn, ​​Istanbul .istanbul und .ist, Köln .koeln und .cologne, Moskau .moscow und .mockba und Abu Dhabi besitzt .abudhabi und ابوظبي.

Einige cityTLDs sind mittlerweile nicht mehr für die Registrierung verfügbar. So zum Beispiel .doha, das ursprünglich zur Förderung der Hauptstadt Katars gedacht war. .budapest wurde nie verwendet und 2022 eingestellt. Erfahren Sie mehr über einige der wichtigsten TLDs, die nicht mehr registriert werden können: Diese TLDs existieren nicht mehr.

Die Studie zu digitalen Stadtmarken 2022

Seit 2017 untersucht DOTZON die Erfolgsfaktoren und Key Performance Indicators von cityTLDs. Letztes Jahr haben wir die 10 erfolgreichsten cityTLDs im Jahr 2021 vorgestellt.
Auch in diesem Jahr hat DOTZON seine Erkenntnisse in der Studie „Digitale Stadtmarken 2022“ (PDF) gesammelt und veröffentlicht. Um die „Digitalität“ einer Stadt zu messen, berücksichtigt die Studie acht Key Performance Indicators, um die Stärken und Werte der TLDs zu bestimmen, die den prominentesten Städten weltweit gewidmet sind. Diese Parameter sind:

  1. Anzahl oder registrierte Domain-Namen
  2. Jahresumsatz
  3. Anzahl aktiver Domain-Namen
  4. Anzahl der Seiten pro TLD, die bei Google gelistet sind
  5. Anzahl der in den Alexa- und Majestic-Rankings aufgeführten Domains
  6. Anzahl der Domains pro 1.000 Einwohner
  7. Bruttoinlandsprodukt pro Domain-Name
  8. Vergleich zwischen der cityTLD und der nationalen Top-Level-Domain (ccTLD)

Das Gesamtergebnis für jede cityTLD entspricht dem Durchschnitt aller einzelnen Platzierungen innerhalb der verschiedenen Parameter.

Die 10 erfolgreichsten CityTLDs 2022

Der Bericht “Digitalen Stadtmarken 2022” gibt einen klaren Überblick über die Städte, die ihre digitalen Identitäten erfolgreich einsetzen und am meisten von ihrer cityTLD profitieren. Hier kommen die Top 10.

10# .hamburg | .wien

Hamburg ist eine von drei deutschen Städten unter den Top 10. Mit über 20.000 registrierten Domains und einem Umsatz von rund 759.000 US-Dollar entwickelt sich .hamburg weiterhin positiv, obwohl die Stadt im Vergleich zu 2021 drei Plätze nach unten gerutscht ist.

In diesem Jahr schaffte es die cityTLD der österreichischen Hauptstadt Wien erstmals unter die Top 10. Vor allem aufgrund der hohen Punktzahl in der Kategorie „Alexa- und Majestic-Rankings“ und einem beachtlichen Umsatz von rund 450.000 US-Dollar. Darüber hinaus trugen auch insgesamt 16.448 registrierte Domains zum Ergebnis bei.

9# .london

Bis Mai 2022 wurden 38.582 Domains unter .london registriert, was dem viertbesten Ergebnis im Städteranking entspricht. Zudem erzielte die cityTLD mit rund 1,2 Mio. US-Dollar den dritthöchsten Umsatz.

8# .paris

Eine der bedeutendsten Metropolen der Welt darf auf keinen Fall in den top cityTLD-Charts fehlen. Die Endung .paris erreichte mit rund 770.000 US-Dollar und 22.556 registrierten Domains den 4. Platz in der Kategorie „Jahresumsatz“.

7# .koeln

Die Stadt am Rhein hat in den letzten zwölf Monaten zwei Plätze verloren. .koeln ist vor allem aufgrund seiner Ergebnisse beim Bruttosozialprodukt pro Domain-Name unter den Top 10. Darüber hinaus tragen 19 Domains pro 1.000 Einwohner und insgesamt 20.916 registrierte Domains dazu bei.

6# .miami

Nach dem Rekord im letzten Jahr konnte die Küstenstadt in Florida ihren 6. Platz verteidigen! Dank der 35 registrierten .miami Domains pro 1.000 Einwohner erreichte die sunny cityTLD den Spitzenplatz in dieser Kategorie und zeigte auch die höchste Performance im Vergleich zur nationalen ccTLD. .miami wird siebenmal häufiger registriert als die nationale Domain-Endung .us.

5# .vegas

Nachdem .vegas letztes Jahr nur den 11. Platz belegt hatte, schoss die Domain-Endung dieses Jahr auf den 5. Platz. Der Grund: Fast 19 Domains pro 1.000 Einwohner und mehr als 75% aktive Domain-Namen. Last but not least hat die cityTLD von Las Vegas eine um 333% höhere Penetrationsrate als .us und nimmt in dieser Kategorie den zweiten Platz ein.

4# .amsterdam

Die niederländische Hauptstadt liebt ihre cityTLD! Die Domain erzielt seit Jahren hervorragende Werte und erreichte bereits zum sechsten Mal die Top 10. Der Erfolg zeichnet sich durch das Verhältnis von Domains zu Einwohnern aus und erzielt rund 25 .amsterdam Domains pro 1.000 Einwohner.

3# .nyc

Seit 2014 errichten New Yorker ihre digitale Heimat mit .nyc. Mit 64.120 Domains wachsen die Registrierungen Jahr für Jahr und die cityTLD steht an der Spitze der Alexa- und Majestic-Rankings. Wie andere US-cityTLDs ist .nyc viel beliebter als die nationale Domain-Endung .us.

2# .tokyo

Die japanische Hauptstadt sichert sich erneut den zweiten Platz im Top-10-Ranking der erfolgreichsten cityTLDs weltweit. Mit 301.577 Domains ist .tokyo die cityTLD mit den meisten registrierten Domain-Namen. In der Kategorie „cityTLD versus ccTLD“ schneidet die japanische Hauptstadt fast so gut ab wie die ccTLD .jp.

1# .berlin

Die cityTLD der deutschen Hauptstadt steht auch im sechsten Jahr in Folge an der Spitze der Charts als erfolgreichste digitale Stadtmarke. Die von dotBERLIN betriebene TLD war die erste öffentlich zugängliche cityTLD. .berlin erreicht bei den meisten KPIs gute bis hervorragende Werte. Die fast 50.000 registrierten Domain-Namen sorgen für einen Umsatz von rund 1,8 Millionen US-Dollar und umfassen 57 Domains, die im Majestic-Ranking und sieben, die im Alexa-Ranking, gelistet sind.

cityTLDs als Antwort auf die Digitalisierung

cityTLDs nehmen mehr denn je eine wichtige Rolle ein. Die mit der Digitalisierung verbundenen Prozesse wirken sich auf alle Branchen aus und gewinnen zunehmend an Bedeutung in den Bereichen eGovernment und der Entwicklung von Smart Citys. Sie ermöglichen es allen, von einem digitalen Tool für Standortmarketing und Branding, zu profitieren.

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Domains
news-1479 Tue, 16 Aug 2022 11:59:55 +0200 It’s all about domains mit… Eshan Pancholi von ShortDot https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1479&cHash=d4576c837f5d4d7e851ba1ff099499b0 Von kreativen, gerissenen und mega coolen Erweiterungen bis hin zu branchenspezifischen TLDs für die zukünftigen Mode-, Finanz- und Sozialsektoren. ShortDot verwaltet fünf rebranded new gTLDs, welche uns mehr Möglichkeiten für die Namenssuche bieten und es kurz und knapp neben dem Punkt halten. Für das, was wir am meisten lieben: Domains! Stellen Sie sich vor, wie Sie mit einem Rebranding einer TLD neues Leben einhauchen. Genau das hat ShortDot mit fünf brandTLDs getan, die jetzt auf eine andere Bedeutung umgemünzt wurden! Die Registry verwaltet .icu, .bond, .cyou, .cfd und .sbs. Erweiterungen, die für Unternehmen, Brands, Einzelpersonen und NGOs weltweit zur Verfügung stehen, damit sie eine einprägsame Online-Präsenz aufbauen können.

In seiner derzeitigen Funktion als Director of Marketing and Brand Strategy bei der führenden Registry für new gTLDs (und zuvor bei Radix) hat Eshan Pancholi ein ganzes Spektrum an Marketing-Innovationen und -aktivitäten geleitet und umgesetzt. Seine gesamter Erfahrungsschatz bezüglich Marketing, Unternehmenswachstum, Markenaufbau und Technologie ermöglicht es ihm, Marketing- und Markenstrategien neu aufzuladen und zu optimieren. Wir konnten der Gelegenheit nicht widerstehen, von seiner Expertise zu lernen und ihn zu unserer Interviewreihe It's all about domains einzuladen. Mit Eshan werden wir mehr über die fünf umgebrandeten TLDs erfahren, die durch eine neue Zielsetzung in sinnige Endungen umgeformt wurden.

Welche Ziele verfolgen Sie als Marketing- und Branding-Experte für eine new gTLD Registry?

Als ich vor drei Jahren zu ShortDot kam, war unser primäres Ziel, das Unternehmen auszubauen. Das ist auch als Director of Marketing and Brand Strategy mein Ziel  geblieben. Nur der Umfang, in dem wir tätig sind, hat zugenommen.
Wenn wir eine Endung oder ein digitales Produkt auf den Markt bringen, wollen wir einen entscheidenden Fortschritt für die  Branche und für unsere End-User erzielen. Ich bin dafür verantwortlich, dass jede Domain-Endung oder jedes Produkt seine eigene Charakteristik bekommt und als Knüller gelaunched wird! Der herausfordernde Teil dieses Jobs besteht darin, sicherzustellen, dass unsere TLDs und Produkte unsere Marken aufrechterhalten und beständig wachsen lassen. Meine Arbeit verlangt ständige Innovation und Ideenfindung zur Verbesserung unserer Marketingaktivitäten. Darüber hinaus sind Domains immateriell. Es macht Spaß, Marken um sie herum zu bewerben und aufzubauen!

Welche Marketingmaßnahmen führen Sie durch, um die digitalen Produkte von ShortDot zu bewerben?

Bei der Vermarktung unserer Extensions und Produkte geben wir Vollgas. Wir haben ein einfaches, skalierbares internes Marketing-Modell, das unseren Domains Innovation, Engagement und Wachstum während des gesamten Lebenszyklus bietet.

Je nach TLD setzen wir eine Reihe von Marketinginitiativen und -aktivitäten ein. Beispielsweise arbeiten wir mit Social-Media-Influencern, Branchenexperten und Vordenkern zusammen, um das Bewusstsein für Domains und new gTLDs zu schärfen. Vor Kurzem haben wir den Times Square in New York erobert, wo wir mit unseren Registry-Partnern digitale Banner präsentieren. Nichts heißt mehr "Du bist angekommen!" als eine Plakatwand am Times Square. Das war ein stolzer Moment für das gesamte Team!

Jetzt Domains unter diesen TLDs in AutoDNS registrieren

ShortDot verwaltet Millionen von Domains unter seinen fünf new gTLDs. Auf welchen Meilenstein können Sie mit Stolz zurückblicken?

Es war eine Reise permanenten Lernens und ständiger Wiederholungen. Inzwischen ist ShortDot mit über zwei Millionen verwalteten Domains die viertgrößte Registry geworden. Dieser bedeutsame Meilenstein wäre für uns ohne die Unterstützung all unserer großartigen Registrare und Partner aus der ganzen Welt nicht möglich gewesen. Es ist einschüchternd und bestärkend zugleich und treibt uns an,weiterhin unser Bestes zu geben. Ein weiterer bedeutender Meilenstein für unsere Registry ist die Lizenzgenehmigung der chinesischen Behörden für den Vertrieb von .icu, .bond und .cyou auf dem chinesischen Festland. Die Genehmigung stärkt unsere Ambitionen, in Schwellenmärkte zu expandieren!

Es ist schwer, die Meilensteine ​​aufzuzählen, ohne zu eitel oder übermütig zu klingen, aber ich glaube fest daran, dass unsere wichtigsten Meilensteine ​​noch bevorstehen!

Haben Sie schon von den TLDs gehört, die den Namespace verlassen haben oder inaktiv geworden sind? In unserem Artikel erfahren Sie mehr zu den aktuell nicht mehr verfügbaren Extensions: TLDs, die’s nicht mehr gibt.

Welche Idee steckt hinter dem Rebranding von .cyou und .icu?

Die höchst immaterielle Natur von Domain-Endungen erleichtert das Branding und die Werbung. Sie können eine ganze Persönlichkeit um sie herum aufbauen.

Nachdem wir .icu erworben hatten, haben wir die Endung in „I see you“ umbenannt. Wir assoziierten sie mit Positivität, Motivation und gaben ihr eine unbeschwerte Note. Aus diesem Grund hat das Logo von .icu drei Kreise um jeden Buchstaben, um Sprechblasen zu verdeutlichen sowie den Hashtag #NowISeeYou, um sicherzustellen, dass jeder unser Branding versteht.

Als wir .cyou starteten, betrachteten wir es als das jüngere Geschwisterchen von .icu. Wir stellen uns vor, .icu wäre ein Millennial und .cyou das Gen Z-Geschwisterchen. Aus diesem Grund hat .cyou eine jugendlichere Ausstrahlung und Anziehungskraft – vom Logo über die Farben, bis hin zu den Schriftarten und dem Stil von Social-Media-Beiträgen sowie Influencern. Schauen Sie sich unsere Instagram-Seiten an, dort können Sie sehen, dass .icu etwas reifer wirkt, während .cyou einen "jugendlichen" Stil hat.

Die Extension .icu hat sich zu einer der am häufigsten registrierten TLDs der Welt entwickelt, wobei der höchste Prozentsatz der Registrierungen aus China stammt. Wissen Sie, warum die Chinesen .icu so sehr lieben?

Was meiner Meinung nach zu Gunsten von .icu funktionierte, war, dass  Domains mit Hunderten und Tausenden von Ein-Wort-, keywordreichen, fast premiumgleichen Namen unter einer kurzen, attraktiven Domain-Endung mit drei Buchstaben zu erschwinglichen Preisen angeboten wurde. Der chinesische Markt ist sehr fortschrittlich und die Akzeptanz neuer Konzepte und Ideen ist bei End-Usern und Investoren sehr hoch. Ich denke, die Offenheit gegenüber der Registrierung aussagekräftiger, kurzer und einprägsamer Namen zu einem wettbewerbsfähigen Preis war und ist die treibende Kraft hinter den Registrierungen.

Außerdem haben wir festgestellt, dass Domains mit dem Buchstaben „c“ in China tendenziell besser abschneiden. Wir hoffen, dass sich unsere Theorie als richtig erweist, da wir dort auch .cyou gestartet haben.

Ein Technologieunternehmen, geschweige denn eine Registry, kann schon mal ein Schlüsselelement für Markeninhaber übersehen: digitale Sicherheit. Wie schützen Sie Marken im Namespace?

Wir kümmern uns um die Anliegen von Markeninhabern, die Domains mit einer unserer Endungen registrieren möchten, und verstehen diese auch.

Mit diesem Gedanken im Hintergrund haben wir 2021 ShortBlock eingeführt. Das ist ein Dienst, der Domains von Marken von Markeninhabern und Variationen dieser Marken in allen Domain-Extensions von ShortDot blockiert. Es hilft Registrys beim Marken- und IP-Schutz für ihre Kunden und verhindert, wenn ein Blog eingerichtet ist, dass jemand durch eine unberechtigte Domain-Registrierung Vorteile erlangt.

Mit einer Interaktion können Registrys und ihre Kunden Marken vor Gewinnverlustund Reputationsschäden schützen, die böswillige Akteure im Internet verursachen könnten. Wir verstehen Sicherheit als einen entscheidenden Faktor, deshalb arbeiten wir daran, ShortBlock zu verbessern, indem wir weitere Features hinzufügen und es nutzerfreundlicher machen.

ShortBlock wurde von führenden Registrys, Marken- und IP-Inhabern sowie Markenschutzagenturen weltweit für den Online-Markenschutz akzeptiert. Dieser Meilenstein hat es uns ermöglicht, den Betrieb zu skalieren und ShortBlock zu einer hochentwickelten Plattform zu machen. So können wir die Sicherheit der Domains verbessern.

Buchen Sie jetzt Ihren Domain Blocking Service

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Domains
news-1477 Thu, 11 Aug 2022 13:57:33 +0200 Es wird Zeit für Ihr Unternehmen, mit einem VMC BIMI zu implementieren https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1477&cHash=0b637ec62557a5f0238c6bec0b7cad6f Markenschutz, eine stärkere CTR, höhere Öffnungsraten und eine verbesserte E-Mail-Sicherheit – genügend Vorteile für Ihr Unternehmen, um BIMI einzuführen und ein VMC zu implementieren! Die zunehmende Digitalisierung und Internetnutzung hat E-Mail zu einem unverzichtbaren Kommunikationsmittel in unserer modernen Welt gemacht – trotz der nach wie vor weiten Verbreitung von sozialen Medien und Instant-Messaging-Apps. E-Mail ist weltweit immer noch die bevorzugte Methode in der Geschäftskommunikation, sowohl für B2B als auch für B2C. In 2022 werden täglich etwa 333,2 Milliarden E-Mails verschickt – über 3,5 Millionen E-Mails pro Sekunde! Prognosen zufolge steigt diese Zahl bis 2025 noch weiter an.

Dann sollen täglich schätzungsweise 376,4 Milliarden E-Mails verschickt werden.

Verdeutlichen diese Zahlen die Bedeutung der E-Mail-Kommunikation, so bringen sie den Fokus auch auf ein anderes damit verbundenes Thema und eine entsprechende Zahl: den Sicherheitsfaktor. Über 100 Millionen Spam-E-Mails werden täglich von Gmail blockiert. Tatsächlich ist E-Mail der wichtigste Vektor für Cyber-Bedrohungen. Aus diesem Grund ist die Implementierung von Sicherheitsvorkehrungen für die E-Mail-Kommunikation heute wichtiger denn je. Um Phishing und andere E-Mail-Bedrohungen zu bekämpfen, haben die meisten gängigen E-Mail-Dienste, darunter Gmail, Hotmail, Yahoo! und AOL, Brand Indicators for Message Identification (BIMI) eingeführt.

​​Es ist also in der Tat Zeit, mehr über BIMI zu erfahren und VMCs zu implementieren, um professionelle und gebrandete E-Mails zu versenden!

Was ist BIMI?

Haben Sie in Ihrem Posteingang schon einmal ein Markenlogo neben einer E-Mail entdeckt? Dank Brand Indicators for Message Identification (BIMI) ist das möglich. Diese E-Mail-Spezifikation erlaubt es, im Posteingang neben der E-Mails ein markenverifiziertes Logo anzeigen zu lassen. Damit erhalten Empfänger die Sicherheit, dass die damit versehenen E-Mails in ihrem Posteingang legitimiert sind. Die E-Mail-Provider können sicher sein, dass es sich nicht um Spam handelt. Indem Sie mehr Kontrolle über Ihre E-Mail-Sicherheitssysteme erlangen, tragen Sie dazu bei, betrügerische E-Mails zu verhindern und können gleichzeitig Ihre Markenidentität stärken.

Das BIMI-Projekt gewinnt dank der bevorstehenden Umsetzung durch Apple an Schwung. Ab Herbst 2022 können User von Apple Desktop- oder mobilen E-Mail-Clients damit rechnen, dass der Posteingang bunter wird. In iOS 16, iPadOS 16 und macOS Ventura wird Apple BIMI in E-Mails unterstützen. Mit der Unterstützung durch Big Tech wird die Nutzung und der Bedarf an einem VMC exponentiell ansteigen, da Apple den größten Marktanteil unter den E-Mail-Providern hat – im September 2021 belief sich der Gesamtmarktanteil auf 43%!

Starten Sie Ihre Markenauthentifizierung mit DMARC

DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance) ist ein starker Authentifizierungsstandard, der Spammern verbietet, Ihre Domain für deren unberechtigten Versand von E-Mails zu nutzen. 
DMARC ist die Grundlage, auf der BIMI aufgebaut ist. Sie können BIMI erst nutzen, wenn DMARC korrekt eingerichtet ist. Und wer kann DMARC nutzen? Theoretisch können alle Domain-Owner DMARC verwenden, sofern dies vom zuständigen ISP unterstützt wird. Auch der Administrator des Empfänger-Postfachs muss DMARC unterstützen.

Was bewirkt DMARC und wie implementieren Sie einen DMARC-Eintrag? Erfahren Sie mehr in unserem Artikel: DMARC | die eigene Marke vor E-Mail-Spoofing schützen

Holen Sie sich ein VMC, um Ihr BIMI anzuzeigen

Sie haben ein BIMI-Logo und möchten es in Ihren E-Mails anzeigen lassen? Einige E-Mail-Anbieter verlangen einen DNS-Eintrag mit den BIMI-Informationen zur Domain in einem sogenannten Verified Mark Certificate (VMC). Und wo bekommen Sie ein VMC für Ihre Marke? 

Zunächst einmal müssen Sie der Inhaber eines eingetragenen Marken-Logos sein, um für ein VMC in Frage zu kommen. Der Grund: Es ist viel schwieriger, ein Logo zu imitieren, das durch eine eingetragene Marke geschützt ist. Nachdem Sie den Nachweis über Ihren Markeneintrag erbracht haben, können Sie den strengen Validierungsprozess mit einem Provider und der Certificate Authority (CA) abschließen. Der Validierungsprozess besteht aus drei Schritten:

  1. Validierung der mit dem jeweiligen Logo verbundenen Markenrechte
  2. Überprüfung der notariell beglaubigten Ausweispapiere des Antragstellers
  3. Persönliches oder virtuelles Treffen mit einem Vertreter der Certificate Authority zur Bestätigung der Identität des Antragstellers.

4 Gründe für eine markengeschützte E-Mail-Kommunikation mit VMC

Mit der steigenden Anzahl von Cyber-Bedrohungen, die von E-Mails ausgehen, ist es wichtig, die höchste Sicherheitsstufe zu implementieren. VMCs bieten mehrere Vorteile für die Verbesserung Ihrer digitalen Präsenz. Hier nur vier Gründe, warum ein VMC für die Mailbox-Sicherheit schlicht super ist:

  • Schutz vor Spoofing und Phishing: Die von DMARC und VMC gebotene verifizierte Absenderidentität erhöht die Transparenz.
  • Umgehung von Spam-Filtern: Ihre E-Mail wird nicht als Spam eingestuft – ein weiteres Authentizitätssignal für E-Mail-Anbieter.
  • Schutz vor betrügerischer Verwendung des Logos: Ein VMC erfordert eine Marke. Dadurch wird sichergestellt, dass Ihr Logo nicht von Dritten nachgeahmt wird.
  • Vermeidung von DMARC-Fehlkonfigurationen: Die DMARC-Einträge im DNS-Datensatz helfen dabei, nicht autorisierte E-Mails und Fehlkonfigurationen zu identifizieren, die von Ihrer Domain ausgehen.

Lesen Sie unseren Artikel und erfahren Sie, wie VMC funktioniert und wie Ihr Unternehmen davon profitieren kann: Verified Mark Certificate – E-Mail-Branding schützt vor Missbrauch

BIMI und VMC schützen Ihre Marke und das digitale Ökosystem

Die jüngste Entscheidung von Apple, BIMI in E-Mail zu unterstützen, spiegelt die neuen Sicherheitsstandards im digitalen Ökosystem wider. Google, Yahoo!, Mail, AOL, Verizon und Microsoft unterstützen alle BIMI und mit der Aufnahme von Apple hat der Standard eine breite Unterstützung erfahren. Es hat sich gezeigt, dass das E-Mail-Engagement steigt, wenn die Absender die E-Mail-Authentifizierung ernst nehmen und ihre Marke vor Spoofing-Versuchen schützen und ihnen zudem die Möglichkeit gibt, ihre Marke im Posteingang besser zu positionieren. Außerdem können die Empfänger jedes Mal, wenn sie das Logo eines Unternehmens in ihrem Posteingang sehen, sicher sein, dass die E-Mail tatsächlich von dieser Marke gesendet wurde.

Auch Sie wollen Ihr Logo in E-Mails anzeigen?

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SSL-Zertifikate
news-1473 Mon, 08 Aug 2022 16:27:54 +0200 Cloud Computing macht diese Technik möglich https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1473&cHash=7f5c550cc1b544338d8e418ab2f15d7b Keine Frage: Die Zukunft liegt in der Cloud. Cloud Technologien domninieren den Markt und die Vielzahl der Unternehmen, die bereitweillig auf die Cloud setzen, zeigt wie wichtig diese Technologie geworden ist. Das Wort "Cloud" scheint allgegenwärtig. Es ist in jeder Branche zu einem Schlagwort geworden, um alle Aspekte im Zusammenhang mit Innovation und Digitalisierung hervorzuheben, die die meisten Unternehmen gerade aufzuholen versuchen. Wir hören ständig von der Cloud. Aber verstehen wir wirklich das Konzept hinter dieser Technologie?

Wenn Sie früher einen Mailserver hatten, stand der physische Server in Ihrem Büro, mit Kabeln und einem Serverbetriebssystem, vielleicht Windows NT 4.0 und Microsoft Exchange Server – ein riesiger Aufwand, jedes Element war von einem anderen abhängig. Ein Problem im Betriebssystem, wie eine Error oder eine Schadsoftware, in der CPU oder in der Stromversorgung, hätten die E-Mail-Dienste im Netz komplett lahm gelegt; Server und Anwendungen waren vollständig abhängig von der Hardware.

Im Cloud-System, das wir heute verwenden, sind diese Elemente voneinander unabhängig. Die Software ist vom Betriebssystem und damit von der Hardware getrennt. Die Cloud ermöglicht die Erstellung von virtuellen Maschinen (VM), die digitale Version eines physischen Computers. In der virtuellen Welt kann diese Instanz auf eine andere Hardware migriert werden, wenn etwas nicht funktioniert. Wird z. B. die Stromversorgung des Betriebsservers unterbrochen, migriert die Virtualisierung auf einen anderen Server; der Dienst läuft ohne Probleme weiter. Die Virtualisierung ist nur eine der vielen Möglichkeiten der Cloud-Technologie.

Woher kommt das Konzept Cloud Computing?

Die Cloud steht für den uneingeschränkten Zugriff auf Ressourcen. Das Symbol wurde dem alten öffentlichen Telefonnetz entlehnt. Obwohl sich der Begriff “Cloud Computing” in den frühen 2000er Jahren verbreitete, stammt das Konzept aus den 60er Jahren, als die ersten Technologieunternehmen Zeit auf einem Großrecher mieteten, anstatt einen zu kaufen. In den Folgejahren wurde ein PC immer erschwinglicher, bis schließlich Rechenzentren eingerichtet wurden. Mit dem Aufkommen des Internets zwischen Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre stieg der Bedarf an Rechenleistung drastisch an. 1999 startete das US-Unternehmen Salesforce erstmals Unternehmens-Applications über das Internet – der Beginn von Software-as-a-Service (SaaS). Der nächste Meilenstein kam 2002 mit dem Amazon Web Services (AWS), einer Suite von Cloud-basierten Services, gefolgt von Elastic Compute Cloud (EC2) in 2006, mit der virtuelle Computer zur Ausführung von Applications gemietet werden konnten. 2009 traten mehrere große Technologieunternehmen in den Cloud-Bereich ein. Google mit der G Suite (jetzt Google Workspace) und Microsoft mit Microsoft Azure boten webbasierte Anwendungen an. Cloud-Technologien hielten allmählich Einzug in die Unternehmenswelt und in die gesamte digitale Umgebung.

8 Technologien, ermöglicht durch Cloud Computing 

Virtual Computing ist nur eine Komponente des Cloud-Ökosystems. Cloud Computing bringt noch mehr mit sich und umfasst einige weitere Computing-Dienste. Speicher, Datenbanken, Server, Netzwerke, Software und Analysen – Cloud Computing bietet flexible Ressourcen und innovative Lösungen als Basis der heutigen digitalen Revolution.

Cloud Computing hat die Türen zu innovativen Internetlösungen geöffnet. Werfen wir einen Blick auf die vorrangigen Technologien, die sich auf Cloud Computing stützen.

1# Web Applications

Die überwiegende Software, die wir heute verwenden, ist nicht mehr auf unseren Computern installiert. Meistens sind die Anwendungen webbasiert und werden durch Cloud Computing ermöglicht. Es handelt sich um relativ simple Software, die in Standard-Webprogrammiersprachen wie HTML, CSS, JavaScript, XML, PHP usw. geschrieben ist. Im Gegensatz zu Softwareprogrammen müssen sie nicht lokal auf dem Betriebssystem des Geräts installiert und ausgeführt werden. Wenn Sie eine Webanwendung verwenden, greifen Sie über den Webbrowser Ihres Geräts auf einen Server zu, der sich irgendwo auf der Welt befindet. Alles, was Sie brauchen, ist eine stabile Internetverbindung – die webbasierte Anwendung ist in der Regel von überall und jederzeit zugänglich. Die Server befinden sich an irgendeinem anderen Ort und nicht in Ihrem Büro oder zu Hause. Beispiele für beliebte webbasierte Anwendungen sind CMS wie WordPress oder Shopify, soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter, Online-Shops wie Amazon und Anwendungen wie Google Workplace.

2# Clustering oder Computer Cluster

Sie haben einen Computer Cluster, wenn Sie ein Betriebssystem auf mehreren Servern einrichten und dazu eine Anwendung installieren. Sie bilden eine Gruppe von zwei oder mehr Computern, die mit einem bestimmten Ziel zusammenarbeiten. Cluster Computing wird häufig eingesetzt, um Server oder Instanzen zu verbinden und eine Datenbank zu betreiben. Sie können z. B. MySQL auf verschiedenen Computern in Ihrem Büro laufen lassen und einen Cluster einrichten, der aus verschiedenen Hardwaretypen besteht. Die Datenbank wird repliziert, d. h. jeder Computer nutzt dieselben Informationen. Wenn Sie über das Internet auf die Datenbank zugreifen, greifen Sie auf den Cluster zu und nicht auf eine bestimmte Datenbank in einem einzelnen Gerät. Der Großteil der Online-Informationen stammt aus Datenbanken, die in diesen Cluster-Umgebungen gespeichert sind. Webbasierte Anwendungen nutzen beispielsweise Computer Cluster, um ihre Datenbank zu speichern.

Der Cluster wählt aus, an welchen Server Sie weitergeleitet werden sollen. Wenn der erste Server im Cluster zu stark ausgelastet ist, werden Sie zum nächsten umgeleitet. Diese Clustering-Funktion wird als Loadbalancing bezeichnet und optimiert die Leistung. Cluster bieten eine hohe Verfügbarkeit, sind belastbar und redundant.

3# Terminal Services

Früher hatten wir einen Großrechner und Dumb Terminals mit begrenzter Rechenleistung, um mehrere Benutzer mit einem Computer zu verbinden. Sie wurden "dumb (dt: dumm)" genannt, weil sie über keine “Intelligenz” verfügten – also keine eigenen Rechen- oder Textverarbeitungsfunktionen besaßen – und im Wesentlichen nur Eingabe-/Ausgabegeräte waren, wie eine Maus oder eine Tastatur. Sie mussten Informationen an den Großrechner zurücksenden, da Computer nicht weit verbreitet waren und nur wenige User leistungsstarke Computer benötigten.

Die Technik entwickelte sich weiter und die Dumb Terminals wurden obsolet. Sie wurden durch das Smart-Terminal- und Thin-Client-Konzept ersetzt, das lokale Prozesse ausführen und mit einem leistungsstarken Computer, wie einem Server, verbunden werden konnte. Heute werden Terminal Services installiert, z. B. in Microsoft Windows Server. Über ein Fenster auf dem Desktop ermöglichen sie die Verbindung mit dem Terminal Services Server. Über ein einziges Computer-Dashboard erhalten Sie Remote-Zugriff auf alle Ihre Komponenten. Fällt Ihr Computer aus, können Sie auf einem anderen Computer auf den Terminal Service Server zugreifen.

4# Application Server

Application Server (AS) hosten Anwendungen. Sie geben Usern Zugriff auf eine Software, ohne dass sie auf dem Gerät installiert werden muss. AS basieren auf Terminal Service Servern und bieten ein Framework, um die Erstellung von Web Applications zu erleichtern, und eine Serverumgebung zum Ausführen dieser Applications. Anstatt das gesamte Terminal Service-Dashboard zu erhalten, wird nur die Anwendung installiert. Das Verfahren ist unkompliziert, da es nur ein paar Klicks erfordert und verwendet werden kann, um statische und dynamische Inhalte über mehrere Protokolle wie HTTP zu liefern, inklusive Zugriff auf die Application-Datenbank.

Application Server können jedoch mehr als nur Websites bereitstellen. Sie bieten Clustering, Failover und Loadbalancing – Entwickler können sich so auf die Businesslogik konzentrieren. Application Server unterstützen in der Regel mehrere Programmiersprachen und Deployment-Plattformen. Sie werden für die Ausführung von Apps auf Servern, Mobilgeräten und Browsern verwendet.

5# Virtualisierung

Die meisten Menschen assoziieren Virtualisierung mit Cloud Computing. Obwohl dies zutrifft, ist Virtualisierung nur eine Technologieart, die mit dieser Innovation verbunden ist. 

Wenn Sie vor Cloud Computing Ihre Serverbetriebssysteme von einer physischen Hardware auf eine andere migrieren wollten, mussten Sie eine vollständige Sicherung aller Daten erstellen, das Betriebssystem migrieren und auf der neuen Hardware installieren. Anschließend mussten Sie alle Anwendungen des Betriebssystems neu installieren und alle gesicherten Daten auf dem neuen Server wiederherstellen. Vielleicht wäre der neue Server nach 24 Stunden sorgfältiger Arbeit endlich einsatzbereit gewesen. Die Übertragung erforderte Zeit, qualifizierte Arbeitskräfte und Geld. Ein Prozess, der jedes Mal durchgeführt werden musste, wenn Sie Ihr System mit mehr CPU oder RAM aufrüsten wollten!

Die Virtualisierung ermöglicht die Trennung des Betriebssystems von der Hardware. Jetzt können Sie das Betriebssystem inklusive Anwendungen, Einstellungen usw. mit nur wenigen Klicks von einer Hardware auf eine andere übertragen. Da sich bei der Virtualisierung das Betriebssystem über der Hardware befindet, können Sie Daten und Einstellungen auf die neue Hardware einfach kopieren und einfügen. Statt 24 Stunden dauert die Migration jetzt nur noch eine Stunde.

Erfahren Sie, wie Virtualisierung im Cloud Computing-Netzwerk integriert wird: "Wie hängen Virtualisierung und Cloud Computing zusammen?”

6# Virtuelle Server-Instanzen

Beim Cloud Computing ist eine Instanz ein virtueller Server, auf dem eine Anwendung in einem Public oder Private Cloud-Netzwerk ausgeführt wird. Virtuelle Maschinen und Instanzen werden häufig synonym verwendet. Bei gehosteten Instanzen zahlen Sie für die von Ihnen benötigten Rechen-Ressourcen und nicht für die tatsächliche Hardware, die von jemand anderem gehostet wird. Das erste Pay-per-Use-Modell in der Cloud-Umgebung war wahrscheinlich Amazons "Elastic Computing". Virtuelle Server-Instanzen ermöglichen eine maximale Auslastung, und Sie können das System nach Belieben konfigurieren und die Ressourcen frei zuweisen. Bei Bedarf kann die Rechenleistung auf mehrere Maschinen erweitert werden.

Mit dem rasanten Wachstum der Cloud und des Internets in den letzten Jahren findet der Datenaustausch weit entfernt von den Rechenzentren statt. Cloud-Anbieter setzen Edge-Server ein, um virtuelle Server-Instanzen an Brennpunkten zu betreiben. Durch die Verkürzung der Entfernung können die Daten schneller übermittelt werden – die Serverleistung wird verbessert.

7# Gehostete Lösungen

Unternehmen bieten verschiedene gehostete Lösungen an. Anstatt Produkte zu kaufen, erwirbt man eine Mitgliedschaft oder eine Lizenz und erhält Zugang zu einer Schnittstelle und verschiedenen Funktionalitäten. Lizenzen, Datenbanken, CMS und Anwendungen sind zu gehosteten Lösungen geworden. Gmail zum Beispiel ist ein vollständig gehosteter Dienst. Microsoft Exchange Server ist ein weiteres Beispiel. Sie können Mail- und Kalenderserver auf Windows Server-Betriebssystemen nutzen, ohne physische Geräte zu kaufen.

Falls Sie sich wundern: Es gibt einen Unterschied zwischen gehosteten Instanzen und gehosteten Lösungen. Bei ersteren wird der virtuelle Server erstellt, auf dem Sie Ihre eigenen Konfigurationen installieren. Bei gehosteten Lösungen verwaltet der Anbieter sowohl die Hardware als auch die Software. Sie greifen online über ein VPN oder einen Remote-Desktop auf die gehostete Lösung zu und profitieren von deren Rechenleistung.

8# Public, Privat und Hybrid Cloud

Unter dem weiter gefassten Begriff Cloud Computing lassen sich drei allgemeine Modelltypen unterscheiden. Die Public Cloud umfasst die gesamte Cloud-Infrastruktur im Internet bei einem Service Provider. Sie können darauf zugreifen und die Rechenleistung, die Speicherkapazität und die Dienste so viel und nur dann nutzen, wenn Sie sie benötigen.

Angenommen, Sie müssen sensible Daten und strenge Compliance-Anforderungen einhalten oder Sie möchten einfach diese Technologie in Ihrer eigenen Server-Umgebung haben. In diesem Fall bietet die Private Cloud eine dedizierte Cloud-Infrastruktur zu Ihrer exklusiven Nutzung. Regierungen oder große Unternehmen verlassen sich in der Regel auf diese Private Solution.

Die Hybrid-Cloud vereint beide Optionen. Sie bietet die optimale Infrastruktur für jeden Workload, da Sie entscheiden können, wie Sie den Cloud-Service Ihren Anforderungen entsprechend und nach möglichen saisonalen Spitzen aufteilen.

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Server
news-1471 Tue, 02 Aug 2022 09:19:21 +0200 Die Top 10 der europäischen ccTLDs in 2022 https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1471&cHash=eaf1731680ac3c7c7c4ab9f32c0b5b30 Europäer bleiben ihrer nationalen ccTLD treu! Finde heraus, welche europäischen ccTLDs die meisten Registrierungen verzeichnen. Europa ist für sein vielfältiges kulturelles Erbe bekannt. Heute leben etwa 10% der Weltbevölkerung auf dem europäischen Kontinent. Europa spielt eine bedeutende Rolle im globalen Geschehen und umfasst einige der größten Volkswirtschaften der Welt. Country-code Top-Level-Domains (ccTLDs) sind ein essenzielles Element des Namens und sehr beliebt in Europa. Basierend auf unserem Global Domain Report 2022 präsentieren wir die zehn in Europa am häufigsten registrierten ccTLDs sowie einige Insights zu den jeweiligen Domain-Endungen und ihren Registrys.

Ländercodes sind nicht immer selbsterklärend

1985 wurden von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) die ccTLDs gemäß der ISO 3166-1 Zwei-Buchstaben-Codes im Domain Name System (DNS) zugewiesen, um die Staaten, Länder und Hoheitsgebiete zu repräsentieren. Dieses Model verlief nicht immer geradlinig. Obwohl der Alpha-2-Code für das Vereinigte Königreich GB lautet, nutzten britische Internet-User bereits .uk als offizielle ccTLD. Die ccTLD .gb ist auch heute noch für das Vereinigte Königreich reserviert, Registrierungen sind jedoch nicht möglich. Können Sie erraten, warum .ua der Ukraine zugewiesen wurde? Ländercodes sind nicht immer offensichtlich im Hinblick auf den englischen Namen des Landes. .ua kommt tatsächlich vom ersten und letzten Buchstaben des ukrainischen Ländernamens: Україна (Ukraïna). Viele andere ccTLDs basieren auf der Nationalsprache des Landes, wie beispielsweise .de für Deutschland, .es für España (Spanien) oder .ch für Confoederatio Helvetica (Helvetic Confederation, die Schweiz).

Der europäische ccTLD Markt in 2022

ccTLDs spielen eine sehr wichtige Rolle im europäischen Domain-Markt – auch in 2022. Die Zahlen sprechen für sich. Etwa 61 % des Marktanteils in den europäischen Ländern entfallen auf ccTLD-Registrierungen.

Daten des CENTRstats Global TLD Report Q1 2022 zeigen, dass europäische Registranten 2022 wieder langsam aus dem Schatten der Pandemie treten. Obwohl Kauf, Löschungen und Registrar-Wechsel nach dem Spitzenwert Anfang 2021 stufenweise zurückgingen, übertraf die Nachfrage nach neuen Domains die Löschungen. Das gleicht die Kennzahlen aus und sorgte für positives Wachstum mit einem durchschnittlichen Jahreswachstums von 3,8% und einer Renewal-Rate von 83,5%. Dennoch ist der Marktanteil europäischer ccTLDs über die letzten Jahre nicht gestiegen. Gewinnen die gTLDs langsam an Boden?

CENTR fördert und beteiligt sich an der Entwicklung europäischer ccTLDs und arbeitet mit ihnen zusammen, um den hohen Anforderungen gerecht zu werden. Wir haben Barbara Povše, Vorstandsvorsitzende von CENTR’s und Leiterin der .si Registry, getroffen. 

Fun fact: Wie viel kostet eigentlich eine ccTLD? Der aktuelle Durchschnittspreis liegt bei 10,20 €. Also etwas niedriger als der durchschnittliche Preis vom letzten Jahr, der 10,90 € betrug.

Hier nun die zehn am häufigsten registrierten ccTLDs in Europa

Trotz nahezu endloser Namensvarianten sind Europäer:innen gegenüber ihren nationalen ccTLDs extrem loyal. User und Unternehmen verstehen sie als geprüftes Vertrauenssiegel, das verlässliche Sicherheit vermittelt. Auch fühlen sich Domain-Owner im Falle eines Missbrauchs oder Disputs besser geschützt. ccTLD Registrys legen im Allgemeinen einen verstärkten Fokus auf die Bekämpfung von Missbrauch und illegalen Online-Inhalten sowie auf die Abwehr von DNS-Missbrauch.

In unserem Global Domain Report 2022 haben wir verschiedene Datensätze zu Domains zusammengestellt und uns an die jeweiligen Registrys gewandt, um die genauesten Daten zu ccTLDs in Europa zu erhalten. So konnten wir spannende Ergebnisse präsentieren. Hier möchten wir Ihnen die zehn europäischen ccTLDs mit den meisten Registrierungen im Jahr 2022 vorstellen. Schauen wir sie uns gemeinsam an!

#10 .be
1,74 Millionen registrierte Domains

Die belgische ccTLD wurde 1989 aktiviert und die Geschäftsführung wurde, wie damals oft üblich, einer Einzelperson übertragen. Pierre Verbaeten von der Katholieke Universiteit Leuven war die verantwortliche Person dafür. Das exponentielle Wachstum des Internets und die gestiegene Nachfrage nach Domain-Namen machten eine Überprüfung des Betriebs durch das Network Information Centers (NICs) erforderlich. In 2000 übernahm die gemeinnützige Organisation DNS Belgien den Registrierungsbetrieb. Ende 2005 startete die Registry eine dreimonatige Kampagne mit kostenlosen Registrierungen. Das Projekt war mit über 17.000 Anmeldungen, allein am ersten Tag, besonders erfolgreich. Die ccTLD wird seit 2003 als offizielles Logo der belgischen Bundesregierung verwendet.

#9 .es
1,99 Millionen registrierte Domains

.es ist sehr beliebt in Spanien, wo die Domain-Endung am 14. April 1988 eingeführt wurde. Die ccTLD  wurde 1988 von ICANN vergeben und in den Anfangsjahren von RedIRIS verwaltet. Dann übernahm das Unternehmen Red.es die Zügel. Die Registry ist über das Außenministerium für Telekommunikation und Informationsgesellschaft mit dem Ministerium für Industrie, Tourismus und Handel verbunden. Die Regeln für die Vergabe von .es-Domains wurden im Laufe ihrer Geschichte mehrfach geändert. Mit der Liberalisierung der Anforderungen und Preissenkungen für die Domain-Registrierung zwischen 2004 und 2005 verdreifachte sich die Anzahl der Domains unter .es innerhalb eines Jahres. Die spanische Domain-Endung ist heute eine der führenden europäischen ccTLDs.

#8 .ch
2,48 Millionen registrierte Domains

Die Schweizer ccTLD leitet sich vom lateinischen Namen des Landes, Confoederatio Helvetica (Helvetische Eidgenossenschaft), ab. Diese neutrale Variante wurde bewusst gewählt, um keine der vier Amtssprachen zu bevorzugen. Das Länderkürzel ist seit 1987 verfügbar und wird von SWITCH Information Technology Services, das als Registry fungiert, verwaltet. Neben .ch wird auch die Endung .li für Liechtenstein von der Schweizer Stiftung gemanagt. Der größte Teil der ausländischen Zulassungen stammt aus Deutschland. In letzter Zeit ist das Interesse chinesischer Domain-Investoren an der Registrierung von .ch-Domains stark gewachsen. 
Viele Unternehmen weltweit haben zudem die immer noch relativ flexible Verfügbarkeit von .ch genutzt, um eingängige und einprägsame Domains zu registrieren und clevere Domain-Hacks zu erstellen.

#7 .pl
2,54 Millionen registrierte Domains

Nach der Entschärfung des CoCom-Embargos für die technologische Zusammenarbeit mit postkommunistischen Ländern erhielt Polen seine ccTLD .pl am 30. Juli 1990. Die Domain-Endung wird von NASK (Naukowa i Akademicka Sieć Komputerowa, Research and Academic Computer Network), der polnischen Forschungs- und Entwicklungsorganisation, verwaltet. Ende März 2022 stammten 35,38% der .pl-Registrierungen von natürlichen Personen und 64,62% von Organisationen. Im ersten Quartal 2022 kamen 90,76% der .pl Domains in der DNS-Zone von Registranten in Polen.

#6 .it
3,45 Millionen registrierte Domains

Am 23. Dezember 1987 übertrug die IANA .it einem Institut des CNR (National Research Council) in Pisa, das die ersten .it Domain registrierte: cnuce.cnr.it. Im Laufe der Jahre lag der Registry-Betrieb in den Händen mehrerer Institute innerhalb des CNR von Pisa. Ab 2001 wurden die Registrierungsaktivitäten schrittweise in die alleinige Registry Registro.it integriert, die seit 2009 für den Betrieb verantwortlich ist. Die Registry arbeitet in enger Verbindung mit den zuständigen Regierungsstellen, in erster Linie dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung.

#5 .eu
3,75 Millionen registrierte Domains

Obwohl die Europäische Union kein Land ist, wurde ihr nach mehr als fünfjährigen Verhandlungen zwischen der EU-Kommission und ICANN ein Ländercode nach ISO 3166 zugewiesen. Die ccTLD trat am 2. Mai 2005 in die Internet-Root-Zone ein und wurde schließlich am 7. Dezember 2005 auf den Markt gebracht. Seit 2014 steht sie nicht nur innerhalb der EU, sondern allen Personen, Unternehmen oder Organisationen im Europäischen Wirtschaftsraum zur Verfügung. Die ccTLD. eu wurde im Juni 2016 auch mit der IDN .ею in kyrillischer Schrift und im November 2019 mit .ευ in griechischer Sprache verfügbar. EURid verwaltet den Registrierungsbetrieb. Die Registry wurde als Konsortium zweier europäischer ccTLD-Betreiber, DNS Belgium (.be) und IIT-CNR (.it), auf der Grundlage der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates (Verordnung (EG) Nr. 733/2002) gegründet. Heute ist .eu ein aktives Mitglied der Domain-Industrie und gehört den Top 10 der europäischen ccTLDs mit den meisten Registrierungen im Jahr 2022 an.

#4 .fr
3,84 Millionen registrierte Domains

Die französische ccTLD wurde am 2. September 1986 eingeführt. Sie wird von AFNIC (Association française pour le nommage Internet en coopération), der französischen Vereinigung für kooperative Internetnamen, betrieben. Die gemeinnützige Gesellschaft wurde im Dezember 1997 gegründet, um .fr und andere französische TLDs wie .re für Réunion oder .paris zu betreiben. Alle Einwohner der Europäischen Union oder der EFTA sind berechtigt, eine Domain unter .fr zu registrieren. Am 1. Juli 2022 startete AFNIC seine neue Kooperationsvereinbarung, um die französische ccTLD für weitere fünf Jahre zu betreiben.

#3 .nl
6,25 Millionen registrierte Domains

Rang drei der meist registrierten ccTLDs in Europa in 2022 wird von einem relativ kleinen Land, den Niederlanden, gehalten. Die Geschichte begann, als Piet Beertema, Systemmanager am National Research Institute for Mathematics and Computer Science (CWI), den Internetpionier Jon Postel um eine Top-Level-Domain für sein Land bat. Der Anfrage wurde stattgegeben und .nl trat Ende der 80er Jahre in den Namespace ein. Am 1. Mai 1986 registrierte das CWI die erste .nl Domain cwi.nl, wodurch die niederländische Domain-Erweiterung die erste aktive ccTLD außerhalb der USA wurde.

Seit dem 31. Januar 1996 wird die niederländische ccTLD von SIDN (Stichting Internet Domeinregistratie Nederland), der Stiftung für die Registrierung von Internet-Domains der Niederlande mit Sitz in Arnheim, betrieben. Seit 2003 kann jeder im In- und Ausland eine Domain unter .nl registrieren, sei es für geschäftliche oder private Zwecke. Durch die neue Richtlinie stiegen die Registrierungen an und erreichten im selben Jahr die Millionen-Marke. Heute gehört .nl zu den größten ccTLDs weltweit und befindet sich auf Platz 3 unserer europäischen ccTLD-Liste.

#2 .uk
9,71 Millionen registrierte Domains

Das Vereinigte Königreich erhielt seine ccTLD .uk am 24. Juli 1985. Obwohl der ISO 3166-Ländercode GB lautet, hatte das Name Registration Scheme des britischen akademischen Netzwerks, JANET NRS, die beiden Buchstaben UK bereits als britische Top-Level-Domain definiert. Trotzdem blieb .gb immer noch für das Vereinigte Königreich reserviert, obwohl es bisher nie für die allgemeine Domain-Registrierung verwendet wurde. Zunächst wurde die ccTLD .uk von einzelnen Teilzeit-Freiwilligen verwaltet, hauptsächlich aus Akademien. Die Situation änderte sich mit dem Aufschwung des Internets in den 90er Jahren und dem Anstieg der Domain-Registrierungen. Benötigt wurden automatisierte Registrierungsdienste und ein besserer unternehmerischer Ansatz. Am 14. Mai 1996 wurde die gemeinnützige Gesellschaft Nominet UK als Registry-Betreiber für .uk gegründet. Die Registry ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

#1 .de
17,2 Millionen registrierte Domains

Die deutsche Domain-Endung .de ist unbestritten die ccTLD mit den meisten Registrierungen in Europa. Mit mehr als 17 Millionen Registrierungen gehört sie auch zu den Top 3 der meist registrierten Endungen weltweit, nach .com und .tk.

.de war eine der ersten ccTLDs im Internet. Basierend auf den ersten beiden Buchstaben des Landes in seiner Muttersprache, Deutschland, fügte die IANA am 5. November 1986 die ccTLD .de in die DNS-Root-Zone ein. Die ersten zehn Jahre managte die Informatikabteilung der Universität Dortmund .de, bevor 1994 der Staffelstab an die Universität Karlsruhe übergeben wurde. Mit der Gründung der DENIC eG, die 1996 die Führung der .de Registry übernahm, änderte sich die Verwaltung erneut. Seitdem ist .de mit einer beeindruckenden Dynamik gewachsen!

In den ersten drei Jahren, zwischen 1996 und 1999, schossen die Registrierungen von 20.000 auf eine Million hoch. Bis 2001 stieg die Zahl der .de Domains auf fünf Millionen und verdoppelte sich bis 2006 auf zehn Millionen. In diesem Boomjahr verzeichnete eine Wachstumsrate von über 100%. Rund 34 Jahre später erreichte .de im Juli 2021 den Meilenstein von 17 Millionen Domain-Registrierungen.

Der Status quo der Domain-Branche im Jahr 2022

Während die Weltwirtschaft mit den durch die Pandemie verursachten Herausforderungen konfrontiert war, expandierte die Domain-Branche dank der anhaltenden Digitalisierung weiter, spürte Trends auf und folgte dem Markt und den Entwicklungen unserer Gesellschaft. Im Jahr 2021 erreichten zwölf neue gTLDs die General Availability (GA), und das Ökosystem arbeitet daran, die universelle Akzeptanz eines digital integrativen Internets zu fördern, das das Tor zur nächsten Milliarde Nutzer darstellt.

Dies sind deutliche Zeichen dafür, wie lebendig, aktiv und zukunftsorientiert diese Branche ist.
Spannende Einblicke in die jüngsten Entwicklungen und was die Domain-Branche erwartet, gibt es in unserem Global Domain Report 2022 zu entdecken. Darüber hinaus erfahren Sie in unserem Fokusthema „Krypto & NFT“, wie sich diese Trends auf den Markt ausgewirkt haben und lesen, was ausgewiesene Branchen-Experten über die aktuelle und zukünftige Entwicklung der Domain-Branche zu sagen haben.

GLOBAL DOMAIN REPORT 2022 DOWNLOADEN

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Domains
news-1466 Thu, 28 Jul 2022 11:10:41 +0200 It’s all about domains… mit Craig Schwartz von fTLD Registry Services https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1466&cHash=20e5e97361f4026db3b0e81598f27423 Kann eine TLD einen ganzen Sektor umfassen? Craig Schwartz, Managing Director bei fTLD, erklärt, wie zweckorientierte Assets im DNS den Banken- und Versicherungssektor ankurbeln und das sicherer machen, was wir am meisten lieben: Domains! New gTLDs erhöhen die Möglichkeiten zur Namensgebung im DNS drastisch – .bank und .insurance sind perfekte Beispiele dafür. Sie bieten in ihren jeweiligen Branchen enorm sichere Möglichkeiten zur Namensfindung und wirken wie ein eingebautes Vertrauenssiegel. Das ist dem gründlichen Überprüfungsprozess und den strengen Registrierungsrichtlinien zu verdanken, die eingehalten werden müssen, um einen Domain-Namen unter einer dieser Endung zu registrieren und auch zu behalten. Website-Besucher und User können also absolut sicher sein, dass die Website unter  .bank oder .insurance, auf der sie gelandet sind, vertrauenswürdig, verifiziert und sicher ist!

In diesem It's all about domains-Interview treffen wir Craig Schwartz, Managing Director von fTLD Registry Services. Craig beaufsichtigte den Prozess, der dazu führte, dass seiner Organisation die beiden new gTLDs von ICANN zugeteilt wurden. Mittlerweile leitet er das Team von fTLD. Wir haben ihn eingeladen, über seine Arbeit bei der new gTLD Registry zu sprechen. Er erläutert uns die Möglichkeiten, die die  beiden spezifischen TLDs bieten, für die er verantwortlich ist und erzählt uns mehr über die für sie geltenden strengen Sicherheitsanforderungen. Das sollten Sie nicht verpassen!

Sie können auf mehr als 15 Jahre in der Domain-Branche zurückblicken. Welcher Weg hat Sie dahin geführt, eine new gTLD Registry zu leiten?

Ich kam 2006 zu ICANN, was auch mein Einstieg in die Domain-Branche war. Zu dieser Zeit war ich für das gTLD Registry Team verantwortlich und damit beschäftigt, verschiedene Aspekte für das  new gTLD Programm zu entwickeln. Mitte 2011 war ich bereit für eine Veränderung. Führungskräfte der größten Banken- und Finanzdienstleistungsunternehmen in den Vereinigten Staaten kamen auf mich zu und baten mich, ihnen bei der Entwicklung einer Strategie für die Teilnahme am new gTLD Programm von ICANN zu helfen. Für uns hat letztendlich alles gut geklappt und ich freue mich, heute Geschäftsführer der Registry für .bank und .insurance zu sein.

Was ist die Geschichte hinter .bank und .insurance? Wie sind die Domain-Endungen entstanden?

Angesichts des breiten Spektrums an Online-Missbräuchen die den Finanzdienstleistungssektor weit mehr als jede andere Branche betreffen, war es für diese Branchen sinnvoll, sicherere Kanäle zu betreiben.

Im Jahr 2011 gründeten die American Bankers Association (ABA) und das Bank Policy Institute (BPI), früher bekannt als Financial Services Roundtable, zusammen mit mehreren Banken, Versicherungsunternehmen und Handelsverbänden für Finanzdienstleistungen, fTLD Registry Services LLC. Die Aufgabe von fTLD besteht darin, die communitybasierten Endungen .bank und .insurance als geschlossene, sicherheitsoptimierte Domains zu betreiben. Dadurch sollen diese Sektoren bedient und geschützt werden. fTLD erhielt im September 2014 .bank und im Januar 2015 .insurance. Die TLDs wurden anschließend im Mai 2015 und 2016 eingeführt.

Wie waren die Reaktionen der Internet Community?

fTLD verwaltet derzeit etwa 4.500 Domains unter .bank und 750 unter .insurance. Die Bankengemeinschaft hat die verbesserte Cybersicherheit von .bank enthusiastischer angenommen als der Versicherungssektor .insurance angenommen hat – vielleicht, weil letztere Endung ziemlich lang ist. Aus diesem Grund hat sich fTLD in den letzten Jahren auf das Wachstum von .bank konzentriert. Die rund 4.500 Domains sind von  ca. 2.300 einzelnen juristischen Personen. Davon kommen etwa 83% aus den USA und 17% sind international. Das erscheint sinnvoll, da fTLD von Organisationen mit Sitz in den USA gegründet wurde. Bis Juni 2022 sind etwa 715 .bank Registranten von ihrer früheren TLD (z. B. .com, .net) auf .bank umgestiegen. Grund war, die Cybersicherheit ihrer Website und E-Mail-Kommunikation zu verbessern. Die aktuelle Marktakzeptanzrate unter den Registranten beträgt ~30% – und diese Zahl steigt jeden Monat.

Die beiden new gTLDs, die fTLD betreibt, zielen auf sehr spezifische Branchen ab. Wie sehen die Zulassungskriterien aus?

fTLD ist eine von nur wenigen TLDs, die die Eignung der Registranten vor der Vergabe des Domain-Namens überprüft. Und das tun wir auch jährlich. Das macht unsere Endungen zu den sichersten und vertrauenswürdigsten TLDs im Internet.

.bank steht Privatbanken, Spar- und Kreditinstituten und ihren jeweiligen Mutter- und Holdinggesellschaften sowie Wirtschaftsverbänden und Aufsichtsbehörden zur Verfügung. .insurance steht Versicherungsanbietern (wie Unternehmen) und Vertreibern (z. B. Vertretern, Maklern, Vermittlern) und ihren jeweiligen Mutter- und Holdinggesellschaften sowie Versicherungsanbietern und Vertreibern, Berufsverbänden und Aufsichtsbehörden zur Verfügung.

fTLD hat einen sehr strengen Registrierungsprozess implementiert. Was sind die Gründe dafür und welche Ergebnisse wurden dadurch erzielt?

Zusätzlich zu den oben genannten Registrierungsbedingungen hat fTLD eine strenge Richtlinie bzgl. der Namensauswahl: Domains müssen dem rechtsgültigen Namen oder Branding des Registranten entsprechen. Die restriktiven Registrierungsanforderungen zielen darauf ab, die Integrität der TLDs zu schützen. Das geschieht, indem sichergestellt wird, dass Domain-s nur an juristische Personen vergeben werden, die ein Recht darauf haben.

Sie setzen hohe Anforderungen durch, um die digitale Sicherheit der Registranten zu gewährleisten. Welche Sicherheitsmaßnahmen haben Sie im Laufe der Jahre, im Zuge der Weiterentwicklung der Technologien, ergriffen?

Zusätzlich zu diesen strengen Zulassungsbedingungen und Anforderungen bzgl. der Namenswahl sowie der verpflichtenden Überprüfung der Registrants für .bank und .insurance, unterliegen unsere TLDs verbindlichen Sicherheitsanforderungen, deren Einhaltung regelmäßig überprüft wird. Das unterscheidet uns von anderen Registrys im Internet.

Beispielsweise um im DNS aufzutauchen, muss eine .bank oder .insurance Domain einen In-Zone-Nameserver haben, z. B. ns1.bankname.bank oder ns2.insurancecompany.insurance. Die Domain muss auch DNSSEC signiert sein. Aus diesem Grund scheint die .bank Zonendatei weniger als 3.000 Domains zu haben, obwohl sie tatsächlich fast 4.500 hat. Darüber hinaus hat fTLD eine E-Mail-Authentifizierungsanforderung, die beschreibt, wie DMARC (Domain-based Messaging Authentication, Reporting and Conformance) und SPF (Sender Policy Framework) zum Schutz vor Phishing implementiert werden. fTLD schreibt zudem starke Verschlüsselungsmethoden vor, die darauf ausgelegt sind, die Daten-Integrität während einer Übertragung zu schützen.

DMARC wird für den Erwerb eines DigiCert Verified Mark Certificate (VMC) vorausgesetzt. DMARC ist neben SPF und DKIM ein zusätzliches Sicherheitsfeature für die E-Mail-Kommunikation. Doch was genau macht DMARC und bietet es Vorteile für den Markenschutz? Die Antworten darauf finden Sie in unserem Artikel: DMARC | Schützen Sie Ihre Marke vor E-Mail-Spoofing.

DMARC ist ein hervorragendes Tool für die E-Mail-Authentifizierung. Warum ist es auch für .bank und .insurance Registranten wichtig?

Finanzorganisationen werden am häufigsten Opfer von Online-Missbrauch, wobei die meisten Verstöße auf Phishing-E-Mails zurückzuführen sind. Die Implementierung von E-Mail-Authentifizierung, d. h. DMARC und SPF, ist die effektivste Methode zur Bekämpfung von Phishing.

DMARC ist ist deshalb wichtig, weil es E-Mail-Anbietern wie Google und Microsoft mitteilt, ob sie E-Mails an den Posteingang eines Empfängers zustellen sollen. Wenn DMARC beispielsweise eine Richtlinie auf „none“ eingestellt hat, werden alle E-Mails zugestellt und der Empfänger wird nicht geschützt. Ist DMARC dagegen auf „reject“ gesetzt, dann wird die E-Mail abgewiesen, gelangt so nie in den Posteingang des Empfängers und schützt dadurch vor Phishing. Ein weiterer wichtiger Aspekt der E-Mail-Authentifizierung ist der SPF-Eintrag. Dieser Datensatz soll definieren, welche IP-Adressen autorisiert sind, eine E-Mail im Namen der Domain-Registry zu senden. Wenn also beispielsweise eine E-Mail über den Verteilerdienst MailChimp versendet wird und dabei vorgibt, von der Registry zu stammen, muss der entsprechenden SPF-Eintrag vorhanden sein. Andernfalls schlägt die E-Mail-Validierung fehl und der Empfänger erhält die E-Mail nicht (vorausgesetzt, die DMARC-Richtlinie ist auf „reject“ eingestellt).

.BANK UND .INSURANCE DOMAINS REGISTRIEREN

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Domains
news-1464 Tue, 26 Jul 2022 12:00:36 +0200 Snapshot #07 mit Christian B. Schmidt (Digitaleffects) https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1464&cHash=7d7aec2fcb3c15877558e96e665e0282 Im Snapshot Podcast unterhalten wir uns mit schlauen Köpfen und klugen Unternehmer:innen zu Themen aus den Bereichen der Digitalisierung, dem Online Marketing und der IT-Fachwelt. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in den Resorts Domains, Hosting und Encryption begleitete InterNetX zahlreiche Unternehmen vom Startup zum Big Player. In dieser Folge sprechen wir mit Christian B. Schmidt von der SEO Agentur Digitaleffects aus Berlin und unser zentrales Thema ist heute auch genau das: Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Christian optimiert seit 1998 Websites und berät seit 2005 Unternehmen. Seine Schwerpunkte sind Strategien im Online Marketing und SEO. Christian hat so bereits mehr als 1.000 Websites geholfen, ihr SEO-Potenzial auszuschöpfen.


Im Jahr 2010 gründete er gemeinsam mit Andreas Mauf die SEO Agentur Digitaleffects in Berlin und verantwortet dort als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb.

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00:35 Vorstellung Christian B. Schmidt
01:18 SEO, was ist das?
03:08 Erste Schritte bei der Präsentation des eigenen Unternehmens im Internet
05:46 Best Practices zu Domainnamen für SEO
08:23 Schnelles Hosting als SEO-Faktor
09:49 Verschlüsselung und Zertifikate als Rankingfaktor

Shownotes
Christian hat einen Podcast namens #SEODRIVEN, in dem er sich mit SEO auseinandersetzt, den findet ihr hier.
Hier Digitaleffects: https://digitaleffects.de/
Zu InterNetX gelangt ihr hier: https://www.internetx.com

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Domains
news-1458 Wed, 20 Jul 2022 09:59:00 +0200 Bare Metal Server – das Neueste im Hosting https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1458&cHash=06ed287686e4b0f2291d418633509ee9 Ein Bare Metal Server ein innovativer physischer Computer, der nur Ihnen zur Verfügung steht. Damit können Sie eine sichere, leistungsstarke und stabile digitale Infrastruktur für Ihre ambitionierten Webprojekte aufbauen. IT-Infrastrukturen setzen zunehmend auf Cloud-Technologie. Immer mehr Unternehmen verlagern ihre Hardware-Infrastruktur auf Anbieter, die flexiblere Hosting-Lösungen anbieten. Die Cloud hat das Hosting-Ökosystem gestört, wobei virtuelle Maschinen den größten Marktanteil einnehmen. Vor diesem Hintergrund wirkt die Nutzung von Bare Metal Servern wie einen Gegentrend. Trotzdem sind sie immer noch sehr populär.


Studien zeigen, dass der Marktanteil für Bare Metal Server von 2022 bis 2032 eine CAGR von 25% erreichen und bis  2026 auf 16,4 Milliarden USD anschwellen wird.

Wie der Name schon sagt, dreht sich bei dieser Hosting-Lösung alles um die eigentlichen physischen Komponenten, d.h. die Hardware. Bare Metal Server sind die älteste Hosting-Option, die den Wechsel in die Cloud überlebt hat. Sie bieten die beste verfügbare Leistung für ehrgeizige Webprojekte und Branchen, die ein sehr hohes Maß an Leistung, Leistung und Sicherheit benötigen.

Die Auswahl des richtigen Servers kann erhebliche Auswirkungen auf Ihre Geschäftsaktivitäten haben und sich als aufwändige Aufgabe erweisen. Dieser Artikel zielt darauf ab, Ihnen die Bare Metal-Umgebung vorzustellen, damit Sie eine fundierte Entscheidung darüber treffen können, ob sie für Ihre IT-Infrastruktur die beste Wahl sind.

Was ist ein Bare Metal Server?

Bare Metal Server sind physische Computer ohne ein grundlegendes Betriebssystem oder installierte Anwendungen. Sie bestehen aus einer Hardware-Baugruppe und einigen Computerkomponenten mit Firmware oder einem BIOS-Software Programm (Basic Input/Output System). Bare Metal Server wurde speziell entwickelt, um dedizierte Dienste ohne Unterbrechung auszuführen. Diese Webhosting-Lösung gilt als eine der stabilsten, langlebigsten und vertrauenswürdigsten in der Webhosting-Branche.

Das sind die Vorteile von Bare Metal Servers

Bare Metal Server bieten das beste digitale Erlebnis ohne Kompromisse. Alle potenziellen Probleme, die mit einer gemeinsam genutzten virtuellen Umgebung verbunden sind, gelten hier nicht, und Sie könnent hochintensive kritische Workloads ohne Netzwerklatenz verarbeiten. Schauen wir uns einige der Hauptmerkmale an, die die Bare Metal-Umgebung im Detail charakterisieren.

Die Vorteile von Einzelmieter-Nutzung

Bare Metal Server sind sogenannte Einzelmieter-Lösungen, d.h. die physischen Ressourcen eines einzelnen Servers werden nur einem Mandanten zugeordnet. Diese physische Trennung von anderen Mandanten befreit Bare Metal Server vom sogenannten "Noisy-Neighbor-Effekt", der sich in der Regel auf virtuelle Umgebungen auswirkt. Bei Bare Metal Servern kann man die Leistung vorhersagen, was sie zur stabilsten Cloud-Lösung und perfekt für die Verarbeitung großer Datenmengen macht.

Hoch anpassbare Umgebung

In einer gemeinsam genutzten Cloud-Umgebung haben Sie nur Zugriff auf das Gastbetriebssystem und die Verwaltungsschnittstelle, die zum Erstellen der virtuellen Maschine verwendet werden. Daher ist die Serververwaltung auf Projektordner beschränkt. Sie haben keinen direkten Zugriff auf die physische Hardware und dürfen  keine Änderungen am Root-Verzeichnis der Shared-Hosting-Plattform vornehmen. Mit einem Bare Metal Server erhalten Sie direkten Zugriff auf den Server und die Möglichkeit, alle zugrunde liegenden Hardwarearchitekturen zu nutzen. Dies macht es zu einer hochgradig anpassbaren Lösung, die du nach deinen Bedürfnissen feinabstimmen kannst.

Die beste Leistung, Effizienz und Sicherheit

Bare Metal Server brauchen keine unterschiedlichen Software Layer. Es gibt keine Software oder Betriebssystem dazwischen und der Bare Metal Hypervisor (Hypervisor Typ 1 genannt) wird direkt auf einem physischen Server und der zugrunde liegenden Hardware installiert. Auch zwischen Ihnen und Ihrer physischen Hardware gibt es im täglichen Gebrauch eine Software-Ebene weniger. Die Verwendung eines Bare Metal Servers bedeutet, dass Sie den Server nach bestimmten Workloads abstimmen können, um eine bessere Leistung zu erzielen; Sie könnendas Beste aus der Cloud-Technologie nutzen und profitieren gleichzeitig von mehr Sicherheit und Datenschutz.

Bare Metal Server vs. Dedicated Server

Bare Metal Server sind keine moderne Erfindungen. Dedizierte Server gibt es schon seit geraumer Zeit. Beide Lösungen bieten physische Hardware und sind kein  virtualisierter Teil von der Cloud. Darüber hinaus bieten beide Single-Tenant-Lösungen, DDoS-Schutz und die Möglichkeit, zwischen Managed und Unmanaged Service Hosting zu wählen. In beiden Fällen steht es Ihnen frei, Software oder Anwendungen mit vollständiger Serverkontrolle zu installieren. 

Also, worin liegtder Unterschied? Obwohl die Ähnlichkeiten die Unterschiede überwiegen, ist es dennoch möglich, einige Details zu skizzieren, die Bare Metal Server in Bezug auf den technologischen Fortschritt einzigartig machen. Der Bare Metal Server ist ein dedizierter Server, stellt aber eine Lösung der nächsten Generation mit modernster Technologie dar. Aus diesem Grund ist es nicht selten, dass zwischen traditionellen dedizierten Servern und Bare Metal Servern unterschieden wird. Alles in allem bieten Bare Metal Server eine höhere Performance.

Virtualisierung und Cloud Computing: Sind sie gleich? Nachdem wir ihre jeweiligen Vorteile erklärt haben, werden wir beschreiben, wie sie miteinander zusammenspielen.

Sind Bare Metal Server das Richtige für Ihr Projekt?

Hosting ist mittlerweile in jeder Firma ein essenzieller Teil der IT-Infrastruktur. Es gibt keine bessere Lösung wenn man Leistung, Sicherheit, Verlässlichkeit und Anpassbarkeit betrachtet.

Bare Metal Server sind ideal für Unternehmen, die strenge Anforderungen an die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, den Datenschutz und die Sicherheit erfüllen und datensensible Arbeitslasten bewältigen müssen.
Für professionelle Webprojekte wie High-Traffic-Websites, Online-Shops sowie Data und Application Server sind sie die perfekte Lösung. Kleine und mittelgroße Firmen können auch davon profitieren, falls sie eine langfristige, kosteneffektive und skalierbare Hosting-Lösung suchen oder einen Back-Up für professionelle Webprojekte mit anpassbaren Settings haben wollen.

Doch selbst wenn man all diese Vorteile in Betracht zieht, funktionieren manche Projekte mit einer vollständig verwalteten virtualisierten Umgebung bestens.
Da Sie die Hardware nicht mit anderen Mandanten teilen, müssen Sie alle Kosten für die Hardware tragen, was diese Lösung in der Regel teurer macht als andere Optionen. Außerdem sind Bare-Metal-Server möglicherweise nicht die richtige Wahl für Ihr Unternehmen, da es sich um fortschrittliche Tools handelt, für deren optimale Nutzung Sie ein solides technisches Know-how in der Server-Verwaltung benötigen. Dieses Problem kann jedoch dank unseres Managed Service gelöst werden.

Wir bieten Full-SSD für noch mehr Leistung

Wenn die Bare Metal Server-Lösung genau das ist, was Ihr Unternehmen braucht, um zu florieren, bietet InterNetX das, was Sie brauchen, um noch besser zu werden.   Alle unsere Bare Metal Server verwenden standardmäßig Full Solid State Drives (SSD). Obwohl Vergleiche mit Festplatten (HDD) üblich sind, ist die Technologie hinter SSD völlig anders. Sie stellen nur aus konzeptioneller Sicht eine Weiterentwicklung der Festplatte dar, da sie beide für die Datenspeicherung gedacht sind. Die zugrunde liegende Technologie hinter der Flash-Speicher-basierten Datenspeicherung wurde 1989 von West Digital eingeführt. Das  zentrale Merkmal ist das Fehlen mechanischer Teile, die durch einen Siliziumstab und integrierte Chips ersetzt werden. Ihr  Server profitiert von:

  • Schneller Daten-Schreib- und LesgeschwindigkeitVerlässliche Leistung mit minimalstem Schadensrisiko 
  • Allgemeine PC-Leistungsverbesserung  PC

SSD bietet die richtige Technik, um Information in Echtzeit zu liefern und Lesevorgänge aus transaktionen-intensiven Datenbanken für Hochleistungsserver auszulagern.

Bare metal Server features powered by InterNetX

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Server
news-1462 Tue, 12 Jul 2022 15:27:08 +0200 It’s all about domains… mit Dmitry Kohmanyuk von .ua https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1462&cHash=6fcf505c3e78b72af05f7937c9d4ad39 Die ukrainische ccTLD ist ein echter Beweis für Durchhaltevermögen. Dmitry Kohmanyuk spricht mit uns über die Sicherheit von Domains in kritischen Zeiten und wie wir schützen können, was wir am meisten lieben: die Menschen, die hinter den Domains stecken! Tragische Neuigkeiten sind aktuell leider nichts Neues für uns. Die militärische Invasion in der Ukraine ist bereits seit Monaten in vollem Gange. Das Resultat sind grauenhafte Erlebnisse und Zustände für die Menschen in der Ukraine, denen unser tiefstes Mitgefühl gilt. Wir haben mit Dmitry Kohmanyuk von Hostmaster gesprochen. Das Unternehmen ist für die Domian-Registrierung unter der ukrainischen ccTLD .ua zuständig.



Dmitry und das gesamte Team von Hostmaster befindet sich in Sicherheit und halten die Infrastruktur der DNS Server, für die sie verantwortlich sind, am Laufen.

Dmitry Kohmanyuk ist einer der Gründer des Domain-Providers. Er kümmert sich bereits seit über 20 Jahren um den technischen Betrieb des Unternehmens. Wir freuen uns sehr, von ihm mehr über die Geschichte der ukrainischen ccTLD zu erfahren und herauszufinden, wie sowohl Menschen als auch die Infrastruktur ein Beweis für Durchhaltevermögen sein können.

Welche Geschichte verbirgt sich hinter der ukrainischen ccTLD .ua?

Die ukrainische ccTLD .ua wurde am 1. Dezember 1992 gemäß dem ISO 3166 Standard in die Root Zone aufgenommen. Sie besteht aus dem ersten und letzten Buchstaben des Ländernamens in der Nationalsprache: Україна (romanisiert: Ukraïna). Der Code hätte rein theoretisch auch .uk lauten können, aber dieses Kürzel war bereits, genauso wie die Endung .gb (für Great Britain) dem Vereinigten Königreich zugeteilt worden. Die Endung sorgt immer mal wieder für Verwirrung, da der ISO-Code für die ukrainische Sprache “uk” ist. Nichtsdestotrotz hat sich UA zu einer unverkennbaren Trademark unter den Ukrainern entwickelt. Diese zwei Buchstaben findet man häufig auf Produkten, Verpackungen oder auch in der Werbung. Es bedeutet jedoch nicht immer, dass sie die nationale ccTLD für ihre Website benutzen, sondern soll den Ursprung des Produkts zum Ausdruck bringen oder kennzeichnen, dass etwas für die Ukraine bestimmt ist. Anders als in anderen Ländern, in denen wissenschaftliche Einrichtungen, Verbände oder Behörden die Registrierung der ccTLD managen, wurde .ua als ein ehrenamtliches Projekt in den frühen 90er Jahren ins Leben gerufen. Ich freue mich, zusammen mit anderen Experten des ukrainischen DNS und ISP-Ökosystems einer der Gründer von .ua zu sein.

In den ersten zehn Jahre stand kein wirkliches Unternehmen hinter dem Projekt. In den 90ern konnten Domains kostenlos registriert werden. Wir haben keinerlei Gebühren verlangt. Die ersten Registranten waren  ausschließlich Regierungsstellen. Nach einiger Zeit wurden auch erste großen Unternehmen auf uns aufmerksam. Damals arbeiteten wir in unserer Freizeit oder erhielten Unterstützung durch Ressourcen unserer Unternehmen. Auch nach über 20 Jahren kümmern wir uns noch um die ccTLD; und können damit eine Kontinuität vorweisen, die im Online-Business selten ist. Wir sind noch immer ein kleines, profitables Unternehmen, das sich um DNS-Server für die Gesellschaft kümmert – ohne fremde Investitionen. Sogar über diese unvorhersehbaren und kritischen Umstände hinweg.

Wie sind Sie dazu gekommen, für die nationale ccTLD-Registry zu arbeiten, und was ist Ihre Aufgabe innerhalb der Organisation?

Wie bereits erwähnt, bin ich einer der Gründer des Unternehmens und von Anfang an mit dabei.

Bevor ich für Hostmaster arbeitete, habe ich für einen der ersten ISPs in Kiew gearbeitet und bin dann für einige Jahre in die USA gezogen. Um mit ein paar Freunden und Kollegen die nationale Registry aufzubauen, bin ich dann wieder in die Ukraine zurückgekehrt. Ich kümmere mich schon immer um die technischen Projekte, habe aber auch an der Ausarbeitung der Registration Policy mitgearbeitet. So hab ich z. B.  mitgeholfen, geografische Domains, bestehend aus zwei Buchstaben, für die Oblast, die ukrainischen Gemeinden und ihre Abkürzungen, zu generieren. Dadurch ist es möglich, den Shortcode kh.ua für kharkiv.ua oder zp.ua für zaporizhzhe.ua zu registrieren. Aktuell arbeiten wir daran, kiev.ua auf der neuen ukrainischen Version kyiv.ua abzubilden.

Meine persönliche Geschichte ist also nah mit der Domain-Endung .ua verbunden. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass alle unsere Mitarbeiter in Sicherheit sind, besteht mein Hauptziel jetzt darin, die ukrainische Infrastruktur in dem Teil zu schützen, für den ich verantwortlich bin.

Wie wir bedauerlicherweise wissen, sind am 24. Februar 2022 russische Truppen in die Ukraine einmarschiert. Was haben Sie und Ihre Mitarbeiter getan, um .ua am Laufen zu halten?

Der Ausbruch des Krieges traf uns unerwartet. Wir waren darauf nicht vorbereitet. Wir wussten natürlich, dass um uns herum eine angespannte Stimmung herrschte, aber eine Warnung vor einem möglichen militärischen Anschlag wurde nicht für eine bestimmte Zeit oder einen bestimmten Tag bekanntgegeben. Die ukrainische Regierung gab keine Information zu einer großflächigen Invasion heraus. Natürlich kann ich unserer Regierung keinen Vorwurf machen, denn es ist nicht immer möglich, jeden Schritt des Feindes zu kennen. Jemand in den militärischen Sicherheitsbehörden hätte vielleicht mehr wissen können, aber wir als Privatunternehmen wurden nicht alarmiert. Kurzum, der Angriff war ein schwerer und gewaltiger Schock. Als Technologieunternehmen verfügen wir über Redundanzpläne, Ersatzstandorte und andere Standardmaßnahmen, um zu verhindern, dass der Betrieb im Falle von Naturkatastrophen oder Stromausfällen zusammenbricht. In solchen Fällen setzten wir beispielsweise auf Notstromgeneratoren oder andere sekundären Servern.

Unsere Infrastruktur, und wir als Volk, waren nicht darauf vorbereitet, einem militärischen Bombenangriff standzuhalten, der unsere Infrastruktur und Häuser zerstörte. Und wenn Angriffe in großem Stil im ganzen Land stattfinden, kann keine Redundanz garantiert werden. Nachdem wir einen sicheren Ort gefunden hatten, arbeiteten wir daran, die Daten zu sichern und die Infrastruktur zu organisieren. Das war harte Arbeit, weil es keinen Präzedenzfall gab und wir unter enormem Druck und Stress arbeiten mussten.

Waren Sie gezwungen, einige Services ins Ausland auszulagern?

Ja genau, das mussten wir. Unsere ccTLD .ua ist mit rund 0,5 Millionen registrierten Domains zahlenmäßig relativ klein. Das machte es etwas leichter für uns. Bis Februar konnten wir unsere Hauptsysteme ins Ausland verlagern, unsere alten Systeme erhalten wir in der Ukraine aufrecht. Derzeit befinden sich 50% der .ua Infrastruktur innerhalb der Ukraine und 50% im Ausland. Und das, weil aktuell alles in unserem Land in Gefahr ist. Nur in den Städten, die besonders von der Invasion betroffen sind, haben wir einige Systeme aufgeben.

Wir lagern die Hardware, das Rechenzentrum und einige virtuelle Server aus. Alle Registry-Datenbanken, DNSSEC-Signierung, EPP und WHOIS-Operationen bleiben aber ausschließlich in unseren Händen. Wir konnten die Systeme dank der Unterstützung vieler unserer internationalen Partner und Freunde in die Cloud verlagern. Wir haben Unterstützung von Menschen innerhalb und außerhalb der ICANN- und RIPE-Gemeinschaft erhalten, denen ich sehr dankbar bin.

Das Internet spielt in diesem Krieg eine noch nie dagewesene Rolle. Obwohl es im ganzen Land Schäden gibt, funktioniert die Internet-Infrastruktur. Wie ist das möglich?

Ich habe viele Freunde, die für lokale ISPs arbeiten und ihr Bestmögliches tun. Dank ihnen ist das ukrainische Internet noch voll funktionsfähig. Ich weiß von attackierten Gebieten, in denen sogar Glasfaserkabel ersetzt oder repariert wurden. Dennoch könnten in den Gebieten, die am stärksten vom Krieg betroffen sind oder sogar aktuell besetzt sind, einige Störungen auftreten.

Heutzutage ist das Internet ein entscheidendes Kommunikationsmittel in einer Zeit, in der Krieg auch Cyber War bedeutet. Die Arbeit der ISPs ist bedeutend und strategisch zugleich. Manchmal speichern sie vertrauliche oder besonders wichtige Informationen. Ich habe mit Freunden gesprochen, die in den besetzten Gebieten für lokale ISPs arbeiten, und mir erzählten, dass sie physischer Gewalt ausgesetzt waren. Die Russen wollten ukrainische Netze infiltrieren und sich Zugang zu Informationen verschaffen. Diese Menschen sind die "heimlichen Helden" dieses Krieges. Sie riskieren ihr Leben, damit unser Land online bleibt.

Die Zahl der DDoS-Attacken auf .ua steigt. Wie stark ist .ua davon betroffen und wie schützen Sie sich persönlich?

Das Volumen der DDoS-Attacken war massiv. Angefangen hat alles eine Woche vor der Invasion, als wir einen noch nie dagewesenen, massiven Angriff auf unsere DNS-Server erhielten. Der erste Angriff war ein Versuch, die Domain gov.ua Domain zum Absturz zu bringen. Es gelang zwar nicht, warnte uns aber vor dem, was noch folgen würde.

Mit weiteren Angriffen wurde versucht, die militärische Infrastruktur, den Rundfunk und andere wichtige Kommunikationsinfrastrukturen in der Ukraine lahmzulegen. Der höchste Stand war in den ersten Wochen zu verzeichnen. Seit Ende März hat die Zahl dieser Angriffe abgenommen. Dennoch rechne ich damit, dass die Angriffe weitergehen werden.

Natürlich hatten wir bereits alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um .ua vor DDoS-Angriffen zu schützen, aber man muss eine Menge Kapazitäten vorhalten, wenn man rund um die Uhr angegriffen wird. Selbst größere Anbieter sind nicht in der Lage, Kriegsangriffen standzuhalten. Unsere Strategie bestand darin, kritische Systeme oder solche, die mehr Redundanz benötigen, besser zu schützen. Wir hatten ein paar kurze Unterbrechungen, und es dauerte ein paar Stunden, bis unsere Systeme reagierten, aber wir waren nie einen ganzen Tag lang offline. Unsere Infrastruktur und unsere Systeme haben sich als widerstandsfähig erwiesen!

Wie ist heute die Lage in .ua, inmitten eines Landes im Kriegszustand?

Die Situation der Registry ist aktuell stabil. Ich bin stolz auf unsere Arbeit, die die .ua Infrastruktur am Laufen hält. Aktuell erhalten wir immer noch neue Domain Registrierungen, wie unsere Statistiken zeigen. Die Anzahl könnte allerdings etwas überhöht sein, da wir keine Domains löschen.

Wenn man sich im Krieg befindet, denkt man nicht allzu viel über Domains nach. Man behält die Systeme bei wie sie sind. Aus diesem Grund haben wir Domains ausgesetzt, löschen sie aber nicht – zum Schutz der .ua-Registranten. Websites funktioniert möglicherweise nicht, aber die Domains bleiben im Besitz der Registranten und wir geben ihnen ein Jahr Zeit, um sie zu verlängern. Wir wissen, dass die Situation kritisch ist und gewähren daher eine längere Frist als üblich. Das hilft uns auch, Cybersquatting gegen ukrainische Domain-Owner zu vermeiden.

Leider muss ich zugeben, dass ich diese positive Einstellung im Hinblick auf die Zukunft nicht beibehalten kann. Daten zu transferieren mag möglich sein, aber das gilt nicht für die Menschen. Unsere Wirtschaft ist in einer schlechten Verfassung und viele Bürger haben das Land verlassen. Der Riss innerhalb der Gesellschaft ist riesig. Wir werden die Probleme in absehbarer Zeit nicht lösen können. Der Krieg ist eine echte Bedrohung für die Existenz des ukrainischen Staates. Auch wenn wir vorübergehend Gebiete verlieren, sollte die ccTLD .ua weiterhin fortbestehen.

Wir kämpfen mit Gegenangriffen gegen die Invasion und ich hoffe, dass der Krieg ganz bald ein Ende hat. Ich bin erstaunt über die Widerstandsfähigkeit der Internet-Infrastruktur in der Ukraine und stolz darauf, mit Hostmaster, der Registry für die ukrainische ccTLD, meinen Teil dazu beizutragen.

Registriere deine .ua Domain

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Domains
news-1460 Mon, 11 Jul 2022 16:13:45 +0200 Snapshot #06 mit Aron Meystedt (symbolics.com) https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1460&cHash=14fa8e2c3c2376d6224f0ff1cf596971 Im Snapshot Podcast unterhalten wir uns mit schlauen Köpfen und klugen Unternehmer:innen zu Themen aus den Bereichen der Digitalisierung, dem Online Marketing und der IT-Fachwelt. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in den Resorts Domains, Hosting und Encryption begleitete InterNetX zahlreiche Unternehmen vom Startup zum Big Player. In der heutigen Folge sprechen wir mit Aron Meystedt, einem äußerst umtriebigen Unternehmer und Domain Investor, der in Kalifornien lebt und arbeitet. Eines seiner interessantesten Assests ist die Domain symbolics.com, die erste je für .com registrierte Domain.

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00:46 Aron’s path into domain names
02:36 The story of buying symbolics.
04:29 Current state and future plans for symbolics.
07:06 Changes in the domain industry over the last 20
09:15 .com vs gTLDs
11:13 NFT domains: possibilities and risks

Shownotes
Zu symbolics.com
Zu InterNetX

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Domains
news-1456 Tue, 28 Jun 2022 15:09:46 +0200 10 Gründe für .me-Premium-Domains https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1456&cHash=a5c8143fea29ad5146c86140979eac9c Eine professionelle Website aufzubauen geht heutzutage relativ einfach. Doch wie kann man diese individuell vermarkten und in Szene setzen? Ganz klar: mit einer Premium-Domain unter .me. Es war noch nie so einfach ein digitales Unternehmen zu gründen. Mithilfe des Internets wird es möglich ein globales Publikum zu erreichen, Geschäftsmöglichkeiten zu skalieren, Flexibilität zu bieten und anfallende Aufgaben von überall aus zu erledigen. Diese Chancen bringen aber auch neue Herausforderungen mit sich, wie z. B. einem verstärkten Wettbewerb. Aus diesem Grund kann die Strategie und die Identity, die man im Web verfolgt und inszeniert den entscheidenden Unterschied ausmachen. Die Wahl der richtigen Domain-Endung kann ein Markenasset schaffen und Online-Präsenzen massiv stärken. Hier kann .me als TLD oft weiterhelfen.

Der Domain-Name: From Montenegro to .me!

Im Internet versuchen Millionen von Unternehmen ihr Business zu etablieren und sich im Wettbewerb zu übertreffen. Kann hier eine Domain den Grundstein zum Erfolg im digitalen Zeitalter legen? Wir sagen definitiv: ja! Eine einprägsame und “sprechende” Domain ist der Startpunkt und mit ihr macht man eindeutig den ersten Schritt im Web. Und wenn Individualisierung und Personal Branding wichtig sind, ist die TLD .me eine fantastische Wahl für die passende Internetadresse.

.me ist die Country Top-Level Domain (ccTLD) für Montenegro. Im Juli 2008 hat der Registry-Betreiber ein Rebranding vorgenommen und vermarktet die eigentliche ccTLD auch als generische TLD mit Fokus auf die englische Bedeutung und Wirkung des Begriffs "me" (= dt. Ich, mir). 

Jede:r kann eine .me-Domain registrieren und davon profitieren ein digitales Asset mit immenser persönlicher Anziehungskraft zu haben. .me bietet zudem als Top-Level-Domain die Möglichkeit, tolle Domain-Hacks zu kreieren, die für ordentlich Awarness sorgen können.

Premium-Domains und .me

Premium-Domains sind auch unter .me “wertvoller” (semantisch und monetär) als andere Domains und daher auch für Reseller profitabel und hilfreich. .me kann viele beliebte und häufig gesuchte E-Commerce Keywords aufnehmen und erlaubt zudem die Erstellung aussagekräftiger Marketingbotschaften. Durch die Kombination eines Keywords mit .me lassen sich Domains bilden, die wir Call-to-Actions wirken.

Premium-Domains sind in der Regel für die innovativsten und zukunftsorientierten Projekte von denjenigen reserviert, die sie als echtes digitales Asset erkennen. Wenn Sie sich für eine .me-Premium-Domain entscheiden, können Sie eine einzigartige Marke aufbauen.

Wie benutzen Top Marken Premium Domains? Finde heraus wie 14 Top Marken Domain Strategien einsetzen, die auf deskriptive Premium Domains basieren.

10 Gründe, warum es sich lohnt eine Premium-Domain unter .me zu erwerben

“Express yourself!” – Das ist das Motto von .me. Jeder Blog und jede Website kann mit der ccTLD professionell vermarktet und personalisiert werden. Der Kreativität sind keine Grenzen geboten und es gibt viele clevere Kombinationsmöglichkeiten. Wir geben zehn Gründe, die aufzeigen, warum .me Premium-Domains aus der Masse hervorstechen und sie zum Schlüssel des Erfolg im Web werden können.

#1 Auf dich und mich zugeschnitten

Eine .me-Premium-Domain kann genau mit Ihrer personellen Brand-Identity oder der CTA, die Sie User richten wollen, übereinstimmen. .me bietet eine einzigartige Möglichkeit ausdrucksstarke Internetadressen zu erstellen, die auf die eigenen Stärken zugeschnitten sind. Premium-Domains sind virtuelle Visitenkarten, die es erlauben über sich selbst und die eigene Mission zu sprechen!

#2 Trust & Professionalität

Gute Domains sind kurz, einprägsam und lassen User schnell wissen, was sie erwarten können. Das weckt Vertrauen. Sie machen direkt klar, was passieren soll und präsentieren Ergebnisse und Ziele. .me-Domains transportieren präzise, persönliche und professionelle Botschaften.

#3 SEO-Boost

SEO ist wichtig, damit User schnell Zugang zu strategisch-wichtigen Content finden. Als TLD rankt .me ebenso stark wie andere TLDs und kann Websites sogar einen Boost verschaffen. Natürlich sind qualitativ-hochwertige Inhalte für gute Rankings unerlässlich, ebenso wie ein zuverlässiges und schnelles Hosting, das Leistung und ein angemessenes Sicherheitsniveau mit Verschlüsselungszertifikaten wie TLS / SSL unterstützt. Das ist heutzutage unverzichtbar. Mit einer .me-Domain hat man allerdings einen ersten SEO-friendly Baustein, den man für eine solide Marken-SEO braucht.

#4 revolutionize.me

Wir befinden uns derzeit mitten in einem historischen Transformationsprozess – der vierten industriellen Revolution. Leistungsstarke digitale neue Technologien halten Einzug in die Arbeitswelt. Das Themenspektrum ist breit gefächert und konzentriert sich auf die Digitalisierung der Wirtschaft und die Veredelung der sog. Technologien 4.0. Viele KMU und Fachleute zögern immer noch mit diesem evolutionären Prozess. Mit einem eingängigen .me-Domain wird es möglich auch symbolisch mit der Revolution Schritt zu halten und es können Zielgruppen aufgefordert werden, mit den Veränderungen in der Gesellschaft Schritt zu halten.

#5 Kosten für PPC kürzen

Können Exact-Match-Domains den Qualitätsfaktor beim Ad Biding verbessern? Neue Studien zufolge lautet die Antwort: ja. Zusammen mit bezahlten Keywords, Text- und Zielseiten kann ein passender Domainname die Anzeige für eine bestimmte Suchanfrage relevanter machen. Dies verbessert deine Keyword-Leistung und führt zu weniger Ausgaben für Pay-per-Click-Anzeigen. Unter .me sind noch viele Möglichkeiten dafür gegeben. 

#6 Einfach “anders als die Anderen”

ccTLDs und .com zählen zu den Domain-Giganten. Obwohl es sich technisch gesehen um eine ccTLD handelt, funktioniert .me wie eine gTLD und Google behandelt sie – egal in welcher Funktion sie eingesetzt wird – gleich. Dies macht sie nicht nur anders als die Anderen, sondern auch zu einem leistungsstarken Instrument, das den Unterschied ausmachen kann! Mit einer .me-Premium-Domain wird es möglich, den eigenen individuellen und professionellen Spielraum zu nutzen und voll auszuschöpfen.

#7 Domain-Authority

Es ist eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Suchmaschinen "Domain-Authority" als einen wesentlichen Faktor bei der Bewertung Qualität einer Website betrachten. Verschiedene Elemente bestimmen diesen Faktoren, wie das Alter der Domain, Größe, Quantität und Qualität der eingehenden Backlinks. Eine Premium-.me-Domain mit klaren Signalen, kann die  "Autorität" einer Website erhöhen!

Willst du mehr über kreatives Domain Marketing mit .me lernen? In unserem E-Paper findest du Erfolgsgeschichten und Lighthouse Projects zur Inspiration.

#8 Persönlich und professionell

Auch wenn die .me in erster Linie für Personal Branding-Projekte und -Kampagnen gedacht ist, kann sie trotzdem auch für professionelle B2B- und B2C-Kampagnen eingesetzt werden. Selbst Nischen-Themen und Brands können diese Domain nutzen, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben. .me ist eine persönliche, aber gut etablierte Option für professionelle Plattformen.

#9 Originalität vom Feinsten

Websites müssen unique und unverkennbar inmitten der unzähligen anderen Websites sein, die das Internet überschwemmen. Mit einer .me-Premium Domain verleiht man ihr oder einer Kampagne einen einzigartigen Charakter und nutzt die immanente Originalität.

#10 Sicherheitsgarantie

.me erzeugt aufgrund ihrer Semantik nicht nur schnell Vertrauen bei Usern, sondern bietet auch technisch hohe Sicherheitsstandards. Die .me-Registry setzt auf mehrere Security-Tools, die ihr Portfolio regelmäßig auf Spam, Malware, Phishing und andere bösartige Aktivitäten überwachen. Darüber hinaus ist die Registry bei Fällen von Missbrauch sehr reaktiv. .me-Premium-Domains sind daher nicht nur wertvoll, sondern auch ziemlich sicher.

Registrieren Sie .me-Domains und hosten Sie sicher

Sie sind auf der Suche nach der passenden .me-Premium-Domain? Und auch einen verlässlichen Hosting-Provider, um Ihrem Projekt ein sicheres digitales Zuhause erschaffen? Wir bei InterNetX bieten Unternehmen beides: Diverse Domain-Services und Hosting-Lösungen. Und das zu Top-Konditionen.

REGISTRIERE .ME HEUTE

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Domains
news-1454 Mon, 13 Jun 2022 16:04:30 +0200 It’s all about domains… mit Philippe Fouquart von GNSO (ICANN) https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1454&cHash=291ab0d32e4f62f000080374b52eea7f Können Sie sich das Internet heute noch ohne new gTLDs vorstellen? Und die Chancen im Namespace werden noch größer! Philippe leitet das Gremium, das unter anderem die Policy für das neue ICANN gTLD Programm definiert. Aktuell wird an der nächsten Runde gearbeitet, um mehr Variationen zu bieten, für das, was wir am meisten lieben: Domains! Wenn wir eine Entwicklung nennen müssten, die die Domain-Branche in den letzten paar Jahren durchgerüttelt hat, dann wäre es die Einführung der new gTLDs. Wenn Sie vor 2012 einen Domain-Namen registrieren wollten, konnten Sie zwischen ccTLDs und ein paar gTLDs wie .com oder .net wählen.

Die erste new gTLD Bewerbungs-Runde wurde am 12. Januar 2012 gelauncht. Dahinter steckt die Generic Names Supporting Organization (GNSO), ein Gremium, das für die new gTLD Strategie-Ausarbeitung zuständig ist und dem ICANN-Vorstand Empfehlungen gibt. Die Organisation hat viel erreicht und die ersten Bewerbungen und Guidebooks geschrieben. Jetzt sind sie wieder an der Arbeit und fordern Innovation und Wettbewerb im Internet noch weiter hinaus. Philippe Fouquart, Ingenieur und Senior Expert in Naming, Numbering & Addressing bei Orange, ist der Vorsitzende der GNSO. Seine umfassende Erfahrung und sein Fachwissen in der Internet-Branche stellt er nun in den Dienst der GNSO, die auf ihr nächstes ehrgeiziges und bahnbrechendes Ziel hinarbeitet. Sie wollen die Regeln für den Launch des zweiten neuen gTLDs Programm finalisieren – ein historischer Wendepunkt, über den wir mit Philippe sprechen wollen!

Du hast dich während deiner gesamten Karriere mit dem Internet befasst. Was hast du bisher so alles gemacht?

In den letzten 20 Jahren war ich an der technischen und politischen Arbeit für die Internet Technical Governance und verschiedenen internationalen und regionalen Organisationen wie die Standards Development Organizations (SDOs), Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, der International Telecommunication Union (ITU) und verschiedenen Industriegruppen beteiligt. Heute bin ich Ingenieur und Senior Expert für Naming, Numbering and Addressing bei Orange, einem Telekommunikationsbetreiber mit Sitz in Frankreich.

Von ICANN hab ich das erste Mal von einigen Kollegen gehört, die von Beginn an dabei waren. Meine Firma, die zu der Zeit France Telecom hieß, war im 1999 Registry/Registrar Teilungsverfahren involviert, fast zeitgleich mit der Gründung der ICANN. Ich hatte Glück, dass mir in den ersten Jahren erfahrene Leute bei ICANN geholfen haben. In den letzten acht Jahren habe ich mich bei ICANN mit ISPs und der Connectivity Providers Constituency innerhalb des GNSO befasst und seit nun fast fünf Jahren bin ich deren Vertreter im GNSO-Rat. Im Jahr 2020 hatte ich die Ehre, zum GNSO-Vorsitzenden gewählt zu werden – das gibt einem viel zurück, macht aber auch demütig e. Meine Amtszeit ist kürzer als einige der Zeitpläne, über die wir hier sprechen werden, aber die Arbeit besteht im Wesentlichen darin, dabei zu helfen, Teile der Aufgaben voranzutreiben, die lange vor meiner Ernennung begonnen (und von anderen erledigt!) wurde und sie hoffentlich mit einigen Fortschritten an diejenigen zu übergeben, die verantwortlich sein werden, wenn sie abgeschlossen sind.

Wie würdest du die Arbeit der GNSO beschreiben?

Die Struktur und die Mission der Generic Names Supporting Organization (GNSO) und ihres Rates sind in der ICANN-Satzung klar definiert. Die Hauptaufgabe besteht darin, Richtlinien für generische Top-Level-Domains zu entwickeln und diese dem ICANN-Vorstand zu empfehlen. Diese Richtlinien umfassen nicht nur die Einführung von new gTLDs, sondern umfassen auch verschiedene Themen wie die Verwaltung von WHOIS-Daten, den Schutz von Kurativrechten, die Streitbeilegung, IDN-Registrierungen, den Domain-Transfer zwischen Registraren usw. Um diese Mission zu erfüllen, arbeitet das GNSO eng mit anderen SO/ACs zusammen.

Darüber unterstützt die GNSO-Community die Mission der ICANN, den stabilen Betrieb der Unique Identifier-Systeme des Internets zu koordinieren. Um dies zu erreichen, befasst es sich mit mehreren Themen, wie mit der Budget- oder Strategieplanung der ICANN oder mit der Entwicklung des Multi-Stakeholder-Modells und in jüngster Zeit mit dem "Holistic Review Pilot",  in dem die Relevanz unserer Struktur in Bezug auf unsere Mission hinterfragt wird.

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Domains
news-1452 Tue, 07 Jun 2022 12:48:46 +0200 Snapshot #05 mit Negar Hajikhani (Sedo) https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1452&cHash=1240cb869e69605f486cc5b19c02a90f Im Snapshot Podcast unterhalten wir uns mit schlauen Köpfen und klugen Unternehmer:innen zu Themen aus den Bereichen der Digitalisierung, dem Online Marketing und der IT-Fachwelt. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in den Resorts Domains, Hosting und Encryption begleitete InterNetX zahlreiche Unternehmen vom Startup zum Big Player. In dieser Folge sprechen wir mit Negar Hajikhani von Sedo.com, sie ist dort Senior Sales and Brokerage Consultant und hat dort auch schon einige Domains mit sechstelligen oder gar siebenstelligen Preisen vermitteln können.

<iframe allow="autoplay" frameborder="no" height="166" scrolling="no" src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/1284095884&amp;color=%23ff5500&amp;auto_play=false&amp;hide_related=false&amp;show_comments=true&amp;show_user=true&amp;show_reposts=false&amp;show_teaser=true" width="100%"></iframe>

Im Podcast sprechen wir über:

01:03 Negars vielfältige Arbeit als Brokerin
02:22 Vermittlung zwischen Käufern und Verkäufern einer Domain
03:40 Unterschiede im Domainhandel zwischen Europa und Amerika
04:26 Vorgehen beim Kauf einer bereits vergebenen Domain
05:15 Features von Premium Domains
06:20 Wert von Premium Domains
07:12 Interessante Deals mit neuen gTLDS

Shownotes
Zu Sedo
Zu InterNetX

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news-1451 Fri, 27 May 2022 13:13:34 +0200 TLDs, die’s nicht mehr gibt. https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1451&cHash=85d24d0ef5980169379de0ef1dc51114 Oft hören wir von der Einführung neuer gTLDs, aber kaum jemanden verliert viele Worte darüber, wenn Domain-Endungen den Namespace verlassen oder inaktiv werden. Wir schon. Dieser Artikel erzählt von TLDs, die nicht mehr gehandelt werden. Im Folgenden erfahren Sie mehr. Viele neue Top-Level-Domains haben den Namespace über die vergangenen Jahre bunter und facettenreicher gemacht. Seit der ersten ICANN-Runde im new gTLD Programm haben mehr als 1.200 Domain-Endungen das DNS um neue Möglichkeiten ergänzt, wie diese 12 new gTLDs, die in 2021 die GA erreichten. Und die Neueinführungen gehen weiter. Die Internet Community arbeitet gegenwärtig an einer zweiten Runde, was die Anzahl an Domain-Endungen am Markt vielleicht sogar verdoppeln könnte.

In diesem Artikel wollen wir uns aber nicht darauf fokussieren, welche als TLDs als nächstes kommen, sondern welche nicht mehr erhältlich sind. Wussten Sie, dass sehr viele TLDs gibt, die den Namespace verlassen haben – oder nicht mehr registrierbar sind? Für ccTLDs können die Gründe dafür in geopolitischen Änderungen liegen, bei den den new gTLDs gibt es eine Reihe von möglichen Gründen, warum diese nicht mehr am Markt erhältlich sind.

Lesen Sie weiter um über die wichtigsten TLDs zu lernen, die nicht mehr registrierbar sind.

Die älteste TLD, die das DNS verlassen hat ist: .nato

Die North Atlantic Treaty Organization (NATO) wurde in 1949, nach WWII gegründet. Von den späten 80er bis Juli 1996 hatte sie ihre eigene TLD im Domain Name System (DNS).

Das Network Information Center (NIC) hat diese Domain-Endung für NATO erstellt, da zu der Zeit, keine TLD adäquat deren Status einer internationalen Organization reflektieren konnte. Ein paar Jahre später hat Paul Mockapetris, ein Networkdesigner des DNS, .nato.int als Endung der NATO vorgeschlagen.

Die gesponserte Top-Level-Domain (sTLD) kommt vom Wort international und ist für die staatenübergreifende Organisationen gedacht. Die NATO wechselte zu nato.int und war demnach die erste Organisation, die unter diesen Domain-Namen eine Domain registrierte. Die Top-Level-Domain .nato wurde im Juli 1996 gelöscht und wurde seitdem daher auch auch nicht mehr benutzt.

ccTLDs, man nicht mehr registrieren kann

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, dass sich staatliche und geopolitische Stati und Veränderungen im Internet widerspiegeln? Im Laufe der Zeit, gab es viele politische Wenden und Veränderungen und ccTLDs sind sozusagen Zeitzeugen dieser Entwicklungen. Jeder Staat verfügt über einen länderspezifischen zweistelligen Code und eine Top-Level-Domain gemäß dem ISO 3166 Standard. Hier sind ein allerdings ein paar Beispiele von ccTLDs, die es nicht mehr gibt.

.dd — Deutsche Demokratische Republik

Nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde am 7. Oktober 1949, die Deutsche Demokratische Republik gegründet, mit Ost-Berlin als ihre Hauptstadt. Der DDR wurde von ISO 3166-1 alpha-2 hat die Buchstaben "dd" zugeteilt, um den Ländercode zu repräsentieren. Jedoch hat die DDR sie nie zu ihren Root Name Server zugeteilt. In der Zeit des Kalten Krieges mussten alle Änderungen innerhalb der Root Zone vom US Departement of Commerce zugelassen werden. So eine Art der Kooperation zwischen den verfeindeten Staaten war aber alles andere als einfach. Die ccTLD .dd wurde daher nur intern in einen abgetrennten Netzwerk zwischen die Universitäten von Jena und Dresden benutzt. In 1990 wurde die DDR Teil der Bundesrepublik Deutschland, welche die ccTLD .de betreibt und die heute, weltweit die am häufigsten registrierte ccTLD ist.

In 2022 haben die TLD .de und die Registry DENIC jeweils ihren 35. und 25. Jubiläum gefeiert. Lernen Sie mehr über die Erfolgsgeschichte des deutschen ccTLDs!

.cs – Die Tschechoslowakei

Die Tschechoslowakei wurde 1918 gegründet, nachdem es sich unabhängig von der Österreichisch-Ungarische Monarchie erklärte. Ihre ccTLD .cs wurde zwischen 1990 und 1991 eingeführt und etabliert. Im Oktober 1991 hat das Institut für Angewandte Kybernetik in Bratislava mit iac.cs die erste Domain unter .cs registriert. Mit der Zersplitterung der Tschechoslowakei in zwei unabhängigen Staaten – in die Tschechische Republik und in die Slowakei – am 1. Januar 1993 wurde .cs überflüssig und eingestellt und dann im Januar 1995 komplett aus der Root Zone gelöscht. Die zwei neuen Nationen bekamen ihre eigenen ccTLDs zugewiesen: .cz und sk.

Im Juli 2002 wurde .cs allerdings als ccTLD für Serbien und Montenegro (Srbija i Crna Gora in Serbisch) wieder neu ins Leben gerufen. In 2006 teilte sich der Staat wieder in zwei neue Staaten und .cs erreichte endgültig das Expiry Date am 30. März 2010.

.yu – Jugoslawien

Die Sozialistische Föderative Republik von Jugoslawien (SFR) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 geboren und teilte sich in sechs Republiken (Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien) und zwei autonome Provinzen innerhalb Serbiens (Kosovo und Vojvodina) im Jahr 1992 aufgeteilt.

.yu wurde der SFR Jugoslawien am 15. Juni 1989 als ccTLD zugeteilt und sie wurde auch weiterhin von den Nachfolgestaaten genutzt, auch nachdem Jugoslawien selbst als Staatengebilde nicht mehr existierte.

Alle Domain-Namen unter der Endung .yu waren für juristische Personen wie Bundes- und Regierungseinrichtungen, Internetdienstanbieter und die serbisch-orthodoxe Kirche reserviert. Als sich die SFR Jugoslawien auflöste, erhielten Slowenien und Kroatien mit .si und.hr. ihre eigenen ccTLDs. Jugoslawien wurde im Februar 2003 in Serbien-Montenegro umbenannt und erhielt die ccTLD .cs. Diese aus zwei Buchstaben bestehende ccTLD (früher der Tschechoslowakei zugeordnet) wurde nicht lange verwendet und .yu blieb die nationale De-facto-Domain. Im Juli 2006 spaltete sich die Staatenunion in zwei autonome Staaten auf, und 2007 wurden für Serbien und Montenegro jeweils .rs und .me initiiert. Eine zweijährige Übergangsfrist begann, die die serbische Registry abgewickelte. Am 30. März 2010 wurde der Betrieb von .yu schließlich aufgegeben.

.oz – Australien

Die ccTLD Australiens hat auch eine ganz eigene Geschichte zu erzählen: In den frühen Tagen des Internets wurde .oz als nationale Domain-Endung für australische Websites verwendet. Obwohl die TLD .au bereits 1986 initiiert wurde, erhielt sie erst 2001 die endgültige Genehmigung der ICANN. Die ccTLD .au nahm am 1. Juli 2002 den Betrieb für Domain-Registrierungen auf, wobei die Non-Profit-Organisation .au Domain Administration (auDA) beaufsichtigt wurde. Alle Domains mit der historischen Endung .oz wurden in den .au-Namespace unter .oz.au migriert.

.su – Die Sowjetunion

Bevor das zweistellige Buchstaben-Format für den Ländercode Standard wurde, wurde der Sowjetunion (UdSSR) die Erweiterung .ussr zugewiesen. Danach wurde ihr am 19. September 1990 die ccTLD .su zugewiesen. Obwohl die Sowjetunion vor mehr als 20 Jahren zusammenbrach, wurde .su nicht aus dem Namespace entfernt. Im Jahr 1994 erhielt Russland die Erweiterung .ru und bat ICANN, die "alte" ccTLD beizubehalten. Heute verwaltet das Russische Institut für öffentliche Netzwerke (RIPN) immer noch 105.000 Domains unter .su.

.zr – Zaire

Der ccTLD .zr wurde 1996 für die Republik Zaire, einen 1971 gegründeten zentralafrikanischen Staat, eingeführt. Rund ein Jahr nach der Einführung der ccTLD wurde das Land in Demokratische Republik Kongo umbenannt. Die Registry gestaltete eine Übergangsphase, in der sie für die Registrierung von .cd warb und den .zr-Namespace sukzessiv leerte. Am 11. März 2001 wurde .zr endgültig aus der Root Zone gelöscht.

.tp – Osttimor

Am Dezember 1997 ordnete die IANA den Ländercode TP Osttimor, einem Inselstaat in Südostasien, zu. Die beiden Buchstaben beziehen sich auf Timor Português (Portugiesisch-Timor), da es eine ehemalige Kolonie Portugals war. Der Betrieb von .tp wurde von connect.ie, einem irischen ISP und den osttimoresischen Behörden übernommen. Mit der endgültigen Unabhängigkeitserklärung Osttimors im Jahr 2002 wurde der ISO-3166-1-Code für Timor-Leste in TL geändert. Alle Domains unter .tp erhielten automatisch die entsprechenden SLD unter .tl. Die ccTLD .tp wurde im Februar 2015 offiziell aus der Root Zone gelöscht.

Neue gTLDs können eingestellt und vom DNS entfernt werden

Laut dem new gTLD Registry Agreement können sowohl Registrys als auch die ICANN eine Entfernung von new gTLDs in die Wege leiten. Die ICANN kann um die Einstellung bitten, wenn der Betreiber der Registry die grundlegenden betrieblichen und sachlichen Vereinbarungen verstößt und nicht innerhalb der vorgeschriebenen Bearbeitungsfrist sofortige Lösungen findet.. Die Registry kann beschließen den Vertrag mit der ICANN nach einer solchen Benachrichtigung zu kündigen. Das passiert öfter als man denkt! Zum Beispiel haben viele Firmen sich von ihren Marken TLDs über die letzten Jahren getrennt. Sobald ein Betreiber zurücktritt, entscheidet die ICANN, ob der TLD-Betrieb auf eine andere Registry übergeht oder ob die Endung aus der Root-Zone gelöscht wird. Wir werden einen Blick auf beide Fälle werfen.

Branded new gTLDs – eine Geschichte des Scheiterns?

Jahre nach der ersten new gTLD-Runde können wir jetzt rückblickend sagen, was gut lief – und was nicht funktionierte.

34% der ersten Anwärter für new gTLDS waren Brand TLDs, auch als .brand bekannt. Diese sind Erweiterungen die mit einem Trademark oder einen Firmenname korrespondieren. Es gibt viele Gründe die dafür sprechen, dass eine eigene Domain-Endung den Wert und Ruf von Marken steigern und so das Vertrauen von Kund:innen sich dadurch steigern kann.

Viele Marken ergriffen daher die Chance ihre eigenen digitalen Marken-Asset zu kriegen. Die Verwendung dieser new gTLDs hat sich jedoch im Laufe der Jahre nicht wirklich so etablieren können, wie zunächst gedacht. Viele Unternehmen haben letztendlich nie das Potenzial ihrer eigenen TLD erkannt und ausgeschöpft. Und die anfängliche Euphorie hat sich etwas gelegt.

Heute haben zahlreiche Unternehmen ihre Bewerbung für eine eigene Brand-TLD zurückgezogen und damit ihre Anfangsinvestition von 185.000 US-Dollar verloren. Aber warum? Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass sie keine spezifische Verwendung für die Domain als Markenbotschaften gefunden haben oder vielleicht die Wartungskosten zu hoch waren.  Vielleicht mangelte es auch an Kreativität.

Das erste Unternehmen, das sich von seiner Marken-TLD trennte, war die koreanische Doosan Group im Jahr 2016. Ein weiteres Beispiel ist Johnson Shareholdings, Inc.
Das Unternehmen beantragte insgesamt acht eigene new gTLDs, nämlich .scjohnson, .rightathome, .raid, .glade, .off ,.duck und .afamilycompany. Im Januar 2022 gab die ICANN den Kündigungen statt. Eine Reihe von globalen Marken trennten sich ebenfalls von ihrer .brand TLD. Einige der bekanntesten Beispiele sind:

.mcdonalds – Die weltbekannte Fast-Food Firma es nie geschafft ihre Brand-TLD kreativ zu nutzen.
.symantec – Die US Sicherheitsfirma erwarb eine Marken-TLD, die im Dezember 2015 in die Root Zone aufgenommen worden war. Der Vertrag wurde dann im September 2020 beendet.
.intel – Die .brand des weltweit größten Produzent von Halbleitern und Chips war nicht lange live. Die gTLD wurde am Juli 2016 delegiert, aber nach vier Jahren hat die Firma die Löschung beantragt und der Betrieb endete im November 2020.

Die größten Firmen haben ihre eigene sehr wertvollen Domain Namen, hauptsächlich unter .com. Wie benutzen die Top Marken Premium Domains? Schauen wir’s uns an.

Manche unbenutzten new gTLDs werden umbenannt

Werden diese unbenutzten new gTLDs von der Root Zone gelöscht? Das ist eher unwahrscheinlich, da sie umstrukturiert von anderen übernommen und so zu neuem Leben erweckt werden können. Dies war bei zwei .brands der Fall. Die Erweiterung .sbs wurde 2015 für die Australian Special Broadcasting Service Corporation erstellt und im April 2020 beendet. Am 6. Mai 2021 gab die Registry ShortDot die Übernahme von .sbs als Abkürzung für "side by side" bekannt. Das Register erwarb auch .cfd vom CFD-Anbieter IG Group Holdings plc. Von seiner ursprünglichen Bedeutung "contracts for difference trading" wurde es nun für den Sektor "clothing, fashion and design" umbenannt.

geoTLDs die du (jetzt) nicht registrieren kannst

Die Erweiterung .doha, die darauf abzielte, Katars Hauptstadt im digitalen Namensraum zu fördern, konnte sich auch nicht lange halten. Sie wurde im März 2015 an die Root-Zone delegiert, aber der Staat Katar übermittelte im November 2018 ihren Antrag auf Löschung an die ICANN. Auch die ungarische Hauptstadt erwarb auch mit .budapest eine eigene geoTLD, aber sie wurde nie genutzt. Der TLD-Betreiber Minds+Machines Group Limited reichte eine Kündigung des Vertrages bei ICANN ein, die im April 2022 in Kraft trat.

ccTLDs, gTLDs, new gTLDs – wir haben die alle! Entdecken Sie unsere TLD-Welt und finden Sie die passende TLD für Ihr Portoflio.

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news-1448 Fri, 13 May 2022 15:56:48 +0200 Wie werden Domains richtig bewertet? https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1448&cHash=4b005a48c6045ef08aeb02d1a234d4b2 Zu welchem Preis eine Domain auf dem Markt gehandelt wird, kann von mehreren Einflussfaktoren abhängig sein. Welche das sind, zeigen wir hier! Warum sind manche Domains teurer als andere, obwohl sie vielleicht die gleiche Zeichenlänge oder die gleiche TLD haben? Die Ursachen für hohe Preise auf dem Domain-Markt sind vielschichtig.

Um nur einige Beispiele zu nennen: Es kann auf die Kürze der Domain, die Einprägsamkeit des Begriffs oder auch aktuelle Trends ankommen. Auch wenn Domain-Preise im vierstelligen (und höheren) Bereich die meisten Interessenten erst einmal abschrecken dürften, bei genauerem Hinsehen kann sich eine Investition durchaus lohnen. So kann eine vermeintlich teure Domain z. B. optimal für Marketingzwecke verwendet werden, ein höheres Ranking in Suchmaschinen fördern oder auch einfach als Geldanlage dienen.

Für welchen Zweck Domains auch verwendet werden, die Preise hängen von einigen Faktoren ab. Manche von ihnen bleiben konstant, wie etwa die Länge der Domain. Andere ändern sich, z. B. welche Keywords aktuell besonders nachgefragt werden. Je nachdem, welches Interesse Sie mit Ihren Domains verfolgen, sind die einzelnen Faktoren von unterschiedlicher Bedeutung. Trotzdem sollten Sie alle Faktoren kennen.

7 Faktoren, die den Preis einer Domain beeinflussen

Domains können sich in ihrem Preis stark unterscheiden. Warum die eine teuer und die andere besonders günstig ist, lässt sich nicht immer klar erkennen. Folgende Gründe verbergen sich in den meisten Fällen hinter hoch gehandelten Domains:

Faktor 1: Kurze Domains

In der Kürze liegt die Würze – das gilt insbesondere bei der Domain-Wahl. Denn kurze Begriffe können generell einfacher von Menschen im Gedächtnis behalten und dementsprechend auch wieder abgerufen werden. Hierin liegt allerdings auch das grundlegende Problem: Prinzipiell möchte jeder in den Besitz einer kurzen Domain kommen, die sich schnell in die Köpfe der User brennt. Unter .com ist beispielsweise bereits seit 2013 keine vierstellige Domain mehr für die  Registrierung verfügbar, .com Domains im zwei- und dreistelligen Bereich waren sogar schon vor 2013 ausnahmslos vergriffen. Das ist auch bei dem deutschen ccTLD .de so. Kein Wunder also, dass der Großteil kurzer Domains auf dem Markt heute ausschließlich zu hohen Preisen gehandelt wird. Hier gilt das alte Prinzip: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Faktor 2: Ein-Wort-Domains

Domains wie "moebel.de" oder "whisky.com" sind bekannt. Nicht zuletzt macht ihre Eingängigkeit sie zu viel besuchten Websites. Keine Frage: Ein-Wort-Domains verlangen bei der Namensfindung aufgrund der heute schwindenden Verfügbarkeit von "gewöhnlichen" Begriffen und der damit verbundenen Notwendigkeit von neuen Wortschöpfungen grundsätzlich mehr Kreativität als Domains, die sich aus zwei oder mehr Begriffen zusammensetzen. Dafür heben sie sich aber auch stärker von der Masse ab – und das macht sie letztlich zu beliebten Domains mit hohem Marktwert.

Faktor 3: Keyword-Domains

Die Zeiten sind längst vorbei, in denen eine Domain lediglich ein Keyword beinhalten musste, um in den entsprechenden Suchergebnissen direkt an vorderer Stelle zu landen. Nichtsdestotrotz sind Keyword-Domains auch weiterhin gefragt. Denn auch wenn Google seit dem Exact Match Domain Update in 2012 den Inhalt einer Domain stärker als ihren Namen bewertet: Wer eine Keyword-Domain mit gutem, gepflegtem Content kombiniert, kann mit einer solchen Domain auch künftig Vorteile im Ranking von Google erzielen. Keyword-Domains im höherpreisigen Segment sind also auch heute keine Seltenheit. Streng genommen zählen sogar prominente Beispiele wie "amazon.com" oder "alibaba.com" zur Gruppe der Keyword-Domains. So kommt es im Normalfall dazu, dass ein Benutzer, der eigentlich nach Informationen zum Fluss Amazonas (engl. "amazon") bzw. der Märchenfigur Alibaba sucht, ebenso Ergebnisse für den jeweils gleichnamigen Online-Shop ausgespielt bekommt. Primär zielen Amazon und Alibaba jedoch wahrscheinlich nicht auf diesen Effekt ab, sondern dürften sich vielmehr aus Branding-Zwecken für ihre Domain-Namen entschieden haben.

Premium-Domains sind die Königsklasse digitaler Assets, die das Potenzial haben, beträchtliche Umsätze zu erzielen. Erfahren Sie 5 Gründe, warum Sie in Premium-Domains investieren sollten.

Faktor 4: Eindeutige Domains

Einfluss auf den Preis einer Domain kann auch die Frage haben, ob Benutzer die Inhalte einer Website überhaupt mit dem Domain-Namen in Verbindung bringen oder nicht. Ein Beispiel: Ein Online-Shop für Schuhe wird vermutlich – zumindest solange sich die Marke noch nicht in den Köpfen der Konsumenten etabliert hat – mehr Klicks generieren, wenn der Begriff "Schuhe" im Domain-Namen verwendet wird, statt eines Begriffes ohne Produktbezug. Ein Blick auf die teuersten Domains 2017 unterstreicht, welche Relevanz und Preise solche Domains aktuell verzeichnen: "kaffee.de" etwa galt mit einem Verkaufspreis von 200.000 Euro als teuerste Domain des Jahres 2017 unter .de.

Faktor 5: Aktuelle Trends

Domain-Preise können darüber hinaus auch stark von aktuellen Trends abhängen. Ein Paradebeispiel dazu liefert der Bereich Kryptowährungen: Während vor einigen Jahren ein Großteil der Bevölkerung noch nie etwas von Bitcoin, Ethereum und Co. gehört hat, sind Kryptowährungen heute in aller Munde. Das macht Begriffe und Wortkombinationen rund um die Thematik Kryptowährungen nun zu einer beliebten Domain-Wahl. Es ist daher klar, dass die Popularität eines bestimmten Themas zu einem Anstieg der Preise für Domains führt, die ein Schlüsselwort zu diesem Thema enthalten.

Alles ändert sich schnell, und es ist wichtig, sich der Veränderungen und Trends bewusst zu sein. Genau das haben wir uns in unserem Global Domain Report 2022 vorgenommen und den heißen Themen NFT, Crypto und Blockchain ein ganzes Kapitel gewidmet. Jetzt herunterladen!

Faktor 6: Preisbereitschaft

Ein wichtiger Punkt, der im Zusammenhang mit Domain-Preisen keinesfalls vernachlässigt werden darf, ist die individuelle Preisbereitschaft der Interessent:innen. Nur weil eine Domain Erfolg verspricht, bedeutet das nicht, dass die Nachfrage hoch sein wird. Stattdessen kann es sogar vorkommen, dass ein zu hoher Preis Interessenten vom Kauf einer Domain zurückschrecken lässt. Letzten Endes handelt es sich jedoch immer um Individualentscheidungen: Für den einen mag eine Domain einen sechsstelligen Betrag wert sein, für den anderen kommen für die gleiche Domain nur ein paar hundert Euro in Frage.

Faktor 7: Die Top-Level Domain

Es gibt auch bei TLDs wichtige Unterschiede. Je nachdem, wie bekannt ein Domain ist, ändert sich der Preis. Hier sollte berücksichtigt werden, was eine TLD über eine Webseite aussagen kann. Beispielsweise kann eine länderspezifische TLD anzeigen, wo sich ein Unternehmen befindet. Andere TLDs informieren Besucher über die Art der Webseite, z. B. ob es sich um eine Firma (.biz, .com), eine Non-Profit-Organisation (.org) oder eine Bildungsinstitut (.edu) handelt. Auch die Sprache der TLDs sollte passen. present.de hat ein gutes englisches Keyword, aber die falsche TLD.

Jedes digitale Projekt basiert auf einem wesentlichen Baustein – der Domain. Hier finden Sie Antworten auf die 15 häufigsten Fragen zur Registrierung eines erfolgreichen Domain-Namens.

Ob eine Domain tatsächlich ihr Geld wert ist, lässt sich von vornherein nur schwer beurteilen. In den meisten Fällen gibt der Domain-Preis aber bereits erste Hinweise darauf, ob eine Domain wertvoll ist oder nicht – sei es aufgrund ihrer Länge, ihrer Einzigartigkeit, der Eindeutigkeit des Namens, aufgrund von Ranking-Vorteilen oder aktuellen Trends. Dennoch: Die Nützlichkeit einer Domain ist von Registrant:in zu Registrant:in verschieden, d. h. auch der Erwerb günstiger Domains kann je nach geplantem Verwendungszweck strategisch sinnvoll sein.

Was gibt es bei der Domain-Bewertung noch zu beachten?

Anhand der Google-Trends kann geprüft werden, in welchen Regionen und zu welcher Zeit Domains besonders häufig aufgerufen bzw. gesucht wird. Zudem ist es sinnvoll zu prüfen, ob die Social Media Benutzernamen der Domain noch verfügbar sind.

Domain Price Check: Der Domain-Wert auf einen Blick

Es ist nicht einfach, bei der Domain-Wahl alle relevanten Kriterien im Blick zu haben. Hierbei könne Tools wie der Domain Price Check von InterNetX wertvolle Dienste leisten. Der Domain Price Check gibt all die bereits erwähnten Informationen auf einen Blick aus und zeigt zusätzlich auf, welche alternativen Domains noch frei sind. Mit der gratis Basic Version können Sie 15 Checks pro Monat machen. Je nach Anforderung lohnt es sich, die kostenpflichtigen Versionen zu nutzen.

Bewerten Sie ihr Portfolio

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news-1447 Fri, 29 Apr 2022 11:53:35 +0200 It's all about domains... Aron Meystedt von symbolics.com https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1447&cHash=2f72af5f2f1ab21a953b3bae8846f3d0 Die erste .com Domain, die jemals registriert wurde, gehört heute Aron Meystedt, Unternehmer aus Leidenschaft und Domain-Investor. Wir entdecken mit ihm die Geschichte dieses Internet-Meilensteins und sprechen über’s Investieren in das, was wir am meisten lieben: Domains! Die populärste TLD? Es ist definitiv kein Geheimnis, dass .com die am häufigsten registrierte TLD ist und alle Charts anführt. Unserem Global Domain Report 2022 zufolge entfallen im Jahr 2022 mehr als 43% aller weltweit registrierten Domains auf die beliebte Endung, was einem Anstieg von 4,5% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein beeindruckender Wachstumstrend, der seit der Registrierung der ersten .com Domain 1985 ungebrochen ist!

Symbolics.com ist die erste und damit älteste .com Domain im Internet. Diesen Internet-Dinosaurier hat Aron Meystedt, ein amerikanischer Unternehmer, Sammler und leidenschaftlicher Unterstützer dieser brandingstarken gTLD, 2009 gekauft.

Heute starten wir unsere Interviewreihe “It's all about domains" für 2022 und widmen uns einer Domain, die Geschichte geschrieben hat! Mit Aron Meystedt gehen wir nicht nur der Story von symbolics.com nach und wie er es geschafft hat, sie zu kaufen. Wir reden auch über das neue Geschäftsmodell “Domain for Lease” und warum er glaubt, dass .com das wahre Digital Asset im Internet bleiben wird.

Was waren Ihre ersten Schritte in der Domain-Branche?

Ich hab vor 20 Jahren mit dem Investieren in Domains begonnen. Während meines Studiums und in meinen frühen 20ern habe ich viele One-Man-Online-Business betrieben und Elektronik, Turnschuhe, Uhren usw. verkauft. Jedes Mal, wenn ich eine neue Verkaufsidee hatte, suchte ich natürlich nach einer .com Domain, die zu meinem neuen Vorhaben passte. Nach frustvollen Tagen und Monaten, in denen ich erkennen musste, dass alle guten Namen schon weg waren, kam mir die Erleuchtung, die Besitzer der registrierten Domain-Namen ausfindig zu machen und ihnen ein Angebot zu unterbreiten. Außerdem dachte ich bei mir, dass einem Unternehmen, über das ich Domains handle, weit weniger Aufwand verursachen würde, da Domains rein digitale Vermögenswerte sind. Ich kaufte und verkaufte also Domains und habe mich total in die Suche nach unentdeckten Domain-Juwelen verliebt.

Sie sind der Besitzer von symbolics.com, der ersten und ältesten .com Domain, die registriert wurde. Was ist die Story dahinter?

Die Domain wurde 1985 von der Symbolics Computer Corporation registriert. Symbolics war eine sehr zukunftsorientierte Tech-Firma in Cambridge, Massachusetts. Sie war nicht nur eine der ersten Firmen, die eine “Computer Workstation” hatte, sondern auch das erste Unternehmen, das eine Domain registrierte, nachdem die Registrierung für die Öffentlichkeit möglich war. Einer der Gründe, warum es Symbolics nicht mehr gibt ist, dass die von ihnen entwickelte Computersprache Lisp nicht mehr weit verbreitet ist. Trotzdem können wir nicht ignorieren, wie vorausschauend und brillant diese Leute waren. Symbolics wurde aus den MIT Labs ausgegliedert und war in den 80er und 90er Jahren führend im Bereich der Computersoftware und -entwicklung – den heute etablierten Firmen weit voraus.

Was hat Sie dazu gebracht, diese Domain zu kaufen und wie ging dieser Kauf vonstatten?

Ich liebe es seltene Sachen zu sammeln – von Sportkarten über Sneakers bis zu versiegelten Videospielen. Der Sammler in mir ist immer auf der Suche nach dem Besten einer Sache. Wie ich vorher schon bemerkte, genieße ich den Nervenkitzel bei der Jagd mehr als alles andere – und deswegen hab ich darüber nachgedacht, welche die beste Domain wäre. Ich wollte dabei den Sammler in mir befriedigen und etwas Besonderes finden.

Eines Tages hörte ich von symbolics.com und dass sie die erste .com im Internet sei, die jemals registriert wurde. Ich hatte mich zuvor nie besonders dafür interessiert, aber an diesem einen Tag in 2009 schickte ich eine kurze Nachricht an die Symbolics Computer Corporation, in der ich mein Interesse am Kauf ihren Domain für meine Sammlung vorbrachte.

Sie hatten nie daran gedacht, diese Domain zu verkaufen, aber meine Anfrage landete zum richtigen Zeitpunkt auf ihrem Tisch! Viele Leute vor 2009 waren höflich abgewiesen worden. Nennen wir es Glück! Die Firma befand sich gerade in der Umstrukturierung und dachte zum allerersten Mal darüber nach, die Domain zu verkaufen! Nach einem kurzen Hin und Her haben wir uns auf einen fairen Preis geeinigt (Eine Geheimhaltungsvereinbarung verbietet mir diesen Preis zu nennen!) und so bin ich zu symbolics.com gekommen, der ersten jemals registrierten .com.

Als bekannt wurde, dass ich der neue Besitzer der Domain bin, haben mich unzählige Investoren und Spekulanten kontaktiert und wollten wissen, wie ich so einen Deal zustande gebracht hätte. Ich wünschte ich könnte behaupten, dass ich ein Verhandlungs-Experte bin. Manchmal passieren Sachen einfach mit etwas Glück, wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

Wie benutzen Sie heute diese “historische” Domain?

Ein paar Jahre lang machte ich sehr wenig mit der Domain. Dann erkannte ich, dass jeden Tag Hunderte, manchmal Tausende von Leuten zufällig symbolics.com besuchten. Von CNN bis Wired, von der New York Times bis TechCrunch; die großen Medien-Unternehmen wollten die Geschichte erfahren, was den Traffic auf der Domain erhöhte. Ich habe erkannt, dass ich etwas für diese neugierigen Besucher machen muss.

Also habe ich vor einigen Jahren mit “The Big Internet Museum” zusammengearbeitet und ihre Arbeit in symbolics.com eingebunden. Heute ist symbolics.com ein Online-Museum, das die Meilensteine der Internetentwicklung chronologisch aufgezeichnet, von Memes zu Musik, über Social Media zu Technik. Wir haben die wichtigsten Momente aufgelistet, die uns zum heutigen Internet geführt haben. Ich glaube, dass wir das Potenzial von symbolics.com noch nicht ganz ausgeschöpft habe. Also bin ich mal gespannt, was die Zukunft bringt.

Haben Sie jemals darüber gedacht, sie zu verkaufen?

Ich erhalte oft unaufgefordert Angebote von interessierten Käufern, aber niemand hat bisher ein Angebot gemacht, das mich dazu verleiten würde, mich von diesem historischen Vermögenswert zu trennen. Für mich ist symbolics.com ein Teil des Fundaments des Internets - eine technologische Entwicklung, die die Kommunikation und Transaktionen der ganzen Welt verändert hat. Ich liebe es, einen Teil dieser Geschichte zu besitzen. Ich weiß nicht, wieviel Geld meine Meinung darüber ändern würde.

Hier finden Sie Antworten auf alle Ihre Fragen zum Thema Domains und können sich ein Bild davon machen, was es bedeutet, eine erfolgreiche Domain zu haben und zu registrieren. Probieren Sie es aus!

Heute arbeiten Sie als Asset Investor und bieten über napkin.com “Domains for Lease” an. Welches Konzept steckt hinter diesem Business-Modell? Ist es möglich, Webspace wie eine Immobilie zu vermieten?

Ich habe im März 2022 alle meine Domains auf ein Leasing-Modell umgestellt. Wenn ich eine Domain verkaufe, mischt sich in meine Freude auch Frust, da ich mich von einem tollen, unersetzlichen Asset getrennt habe. Eine verkaufte Domain ist für immer weg. Lange Zeit habe ich mich nach jedem Verkauf gleich wieder auf die Suche gemacht, um die Leere wieder zu füllen. Es ist schwierig, etwas in derselben Qualität zu finden, das auch noch weniger als meinen vorherigen Verkaufspreis kostet.

Da diese qualitativ hochwertigen Domains einfach zu schwer zu bekommen sind, habe ich mich entschieden, sie zu vermieten, wenn ich für jede eine Art Exit finden will. Mehrere Top-Investoren haben den Wechsel zu diesem Business-Modell schon gemacht, da alle Beteiligten davon profitieren.

Statt einer beträchtlichen Kapitalausgabe kann der Käufer mit einer einzigen monatlichen Zahlung loslegen und sein Unternehmen sofort mit einem erstklassigen Domain-Namen ausstatten. Das ist eine bemerkenswerte Value Proposition! Als Verkäufer kann ich diese Assets monetarisieren, ohne dass ich “Ersatzfrust” schieben muss.

Sie sind jetzt seit 20 Jahren in der Domain-Branche aktiv. Was hat sich verändert?

Die Domain-Branche hat sich in vielerlei Hinsicht verändert. Als ich angefangen habe, gab es viel weniger Konkurrenz. Ich konnte Domains und ihre Besitzer schnell finden und ich war oft der Einzige, der ihnen einen Angebot machte. Im Laufe der Zeit kamen dann immer mehr Investoren, was die Preise von guten Domains in die Höhe trieb. Dazu kommt auch, dass Start-ups und Firmen mittlerweile die Vorteile von top Domain-Namen erkannt haben.

Zweitens: Domain Parking war vor 10-15 Jahren sehr lukrativ. Oft konnte ich einen Namen kaufen, sie mit PPC-Werbung vollpacken und ein konstantes Einkommen generieren. Ich hätte die Domain dann auf einem Parking-Multiplikator verkaufen und den Prozess einfach beliebig wiederholen können. Parking ist jetzt viel schwieriger geworden. Deshalb kam ich auf diese Leasing-Idee. Ich will meinen Portfolio monetarisieren, ohne meine Key-Assets zu verkaufen.

Die meisten weltbekannten Unternehmen verwenden Premium-Domains, um ihre Marke und Produkte mit klaren und aussagekräftigen Keywords zu bewerben. Erfahren Sie mehr über Premium-Domain-Strategien.    

Auf welche Merkmale achten Sie, wenn Sie eine neue Domain für Ihr Portfolio suchen?

Ich nehme nur .com Domains. Ich besitze keine anderen TLDs. Trotzdem weiß ich, dass manche Investoren sehr gut mit Endungen wie .io und .xyz abschneiden. Die gTLD .com scheint immer noch der Standard für die Fortune 500 und andere große Firmen zu sein. Außerdem ist sie nicht an Käufer auf einem lokalen Markt gebunden, was .com zum Standard für Unternehmen macht, die international tätig sind.

Ich liebe es, nach kurzen Ein-Wort-Namen mit einem generischen Keyword wie Apple, Uber, Amazon, March etc. zu suchen, die für das Branding eines Unternehmens genutzt werden können. Der Grund dafür ist einfach: Viele Start-ups ändern ihren Kurs und brauchen einen Namen, der ebenfalls flexibel ist. Ich mag auch kurze Akronyme, denn den Sammler in mir freut die Tatsache, dass es nur 17.576 Kombinationen von .com Domains mit 3 Buchstaben gibt! ;)

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news-1443 Thu, 21 Apr 2022 09:31:23 +0200 Hosting und SEO: Zwei wichtige Pagespeed-Faktoren https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1443&cHash=f7294dad11eba31facdbef515bf7ea67 Es gibt vieles, was das Ranking Ihrer Website bestimmt. Haben Sie schon mal in Richtung Webhosting und Pagespeed gedacht? Selten thematisiert und doch wichtig für SEO: Das Hosting von Websites. Webhosting wird in der Suchmaschinenoptimierung als Rankingfaktor behandelt. Dabei kann die Wahl des Anbieters auch die Erreichbarkeit einer Seite beeinflussen. Die Wahl des passenden Webhosters ist damit eine richtungsweisende Entscheidung bei der Planung eines Internet-Auftritts. Aus SEO-Sicht wird das Webhosting dennoch oft nur als "indirekter" Ranking-Faktor angesehen.


Da vom Webhosting aber auch Erreichbarkeit und Geschwindigkeit einer Seite abhängen, kann es unmittelbaren Einfluss auf die Darstellung in den SERP (Search Engine Result Pages) nehmen – und damit maßgeblichen in die Ziele der Suchmaschinenoptimierung eingreifen.

PageSpeed als entscheidender SEO-Faktor

Grundlegend wichtig für alle Websites: sie sollten schnell und störungsfrei erreichbar sein. Ob Blog, Online-Shop oder Community-Seite, der Faktor Geschwindigkeit ist für Nutzer – und damit auch für Suchmaschinen wie Google – entscheidend, nicht zuletzt, weil sie selbst die Maßstäbe diktieren.

Je schneller Google oder andere große Webdienste werden, desto tiefer sinkt die Toleranzschwelle der User bei langsam ladenden Seiten. Vor allem im E-Commerce kann eine zu lange Ladezeit teuer werden: Muss der Kunde zu lange warten, wird er möglicherweise nicht nur ungeduldig und bricht den Kauf ab, sondern fühlt sich im schlimmsten Fall beim Wettbewerber besser aufgehoben. Zwischen der Ladezeit der Website und der Kaufrate kann ein direkter Zusammenhang hergestellt werden: Die Conversion-Rate sinkt mit der Erhöhung der Ladezeit der Seiten. Gleichzeitig verzögern langsame Seiten die Crawler der Suchmaschine und werden dafür in der Regel bestraft.

Damit Seitenbesuchern die Ladezeit nicht lange vorkommt, sollte der Pagespeed zwischen 1 und 3 Sekunden liegen.

Data Center standen immer wieder wegen ihres hohen Energiebedarfs in der Kritik, doch ihre Energieeffizienz kann heute auch mit erhöhter PageSpeed erheblich verbessert werden. Finden Sie heraus, was nötig ist, um ein ökologisches Rechenzentrum zu betreiben.

Wie beeinflusst die Wahl des Webhosters SEO?

Bevor die Entscheidung für oder gegen einen Webhoster fällt, lohnt es sich die Mindestbandbreite zu betrachten, die für den reibungslosen, schnellen Betrieb der Website benötigt wird.

Berechnet werden kann die benötigte Bandbreite wie folgt:
Durchschnittliche Besucher pro Tag x Durchschnitt der Seitenaufrufe x Durchschnitt der Seitengröße x 31 x Ausweichfaktor

Werden auf der untersuchten Webseite Downloads angeboten, setzt sich die Formel wie folgt zusammen:
[(Durchschnittliche Besucher pro Tag x Durchschnittl der Seitenaufrufe x Durchschnitt der Seitengröße) + (Durchschnittliche tägliche Datei-Downloads x durchschnittliche Dateigröße)] x 31 x Ausweichfaktor

Die durchschnittliche Größe Ihrer Webseite setzt sich aus den Dateien und dem Code ihrer Webseite zusammen. Wenn Sie viele Bilder und Videos haben, dann erhöht das die Größe. 
Die 31 ist die Anzahl der Tage in einem Monat. Da es um die Berechnung des Bandbreitenminimums geht, kann auch mit 30 Tagen gerechnet werden. Vor allem um mögliche Peaks abzufangen, sollte aber reichlich Luft nach oben einkalkuliert werden. Dafür ist der Ausweichfaktor da. Zur Berechnung reicht 1.3 - 1.8. Wenn die Ansprüche noch höher liegen, muss der Anbieter in der Lage sein, Anbindungen mit bis zu 10 Gbit/s einzurichten.

Unabhängig von spezifischen Kriterien, die auf das jeweilige Projekt zugeschnitten sind, sollte ein SEO-freundliches Webhosting folgende grundlegenden Kriterien erfüllen, damit die Website in den Suchmaschinen gut abschneidet:

  • Eine Uptime der Netzwerk- und Strominfrastruktur von 99,9%
  • Hochwertige Hardware (SSD, RAM, Anzahl und Geschwindigkeit der CPUs) von Markenherstellern
  • Schnelle DNS-Server, damit der Webserver mit der Webseite schnell gefunden wird
  • Aktuelle PHP-Version, damit der Server die Daten schneller bereitstellen kann
  • Standardmäßiges PHP-Caching
  • Serverseitige GZIP-Komprimierung mit der aktuellen Plesk Version: Durch die Komprimierung der Dateien wird eine geringere Dateigröße übertragen

Tipp: Damit die Datenauslieferung noch schneller geht, ist der Einsatz von PROCEED empfehlenswert. PROCEED steigert die Server-Performance durch SSL-Offloading und das eigene CDN.

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Was tun, wenn Sie technische Probleme haben?

Bei der Auswahl eines Webhosters ist es wichtig, den Support-Service zu berücksichtigen. Prüfen Sie wie lange ihr Webhoster braucht, um Ihnen im Bedarfsfall zu helfen.

Ein Webhoster, der langsam antwortet oder keine Lösung liefern kann, ist von geringem Nutzen. Wenn Ihre Website Probleme zeigt, schadet das Ihrem Ranking, und je länger die Probleme bestehen, desto mehr schadet es dem Ranking. Bei DDoS-Attacken kann ein verlässlicher Webhoster die Angriffe abmildern und die Website erreichbar halten. Auch das ist bei der Wahl des Webhosters wichtig.

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Seitenladegeschwindigkeit mit Google PageSpeed Insights messen

Google PageSpeed Insights ist ein kostenloses Tool, mit dem die Seitenladezeit einer Website abgerufen werden kann. Mit den ausgegebenen Daten kann außerdem analysiert werden, warum eine Seite ggf. im Verhältnis zu langsam ist. Google PageSpeed Insights vergibt dabei einen Score, der bei optimaler Seitenladegeschwindigkeit 100 beträgt. Nach der Abfrage liefert Google Empfehlungen, wie die Seitenladezeit optimiert werden kann. So identifiziert Google z. B. unnötig große Bilder, die zu lange Ladezeiten führen.

Standort des Servers: Ebenfalls ein wichtiges Kriterium

Viele Webhoster versprechen Sicherheit und Uptime, aber auch der Server-Standort ist von Bedeutung. User aus Deutschland müssen mehrere Millisekunden länger warten, wenn die Hardware in den USA steht. Das klingt zunächst nicht nach einem immensen Zeitverlust, trägt jedoch zur Verzögerung des Pagespeeds bei. Je nach Standort eines Servers bestimmen Suchmaschinen, ob eine Website für die Bewohner eines Landes relevant ist oder nicht. Je mehr Standorte es weltweit gibt, desto schneller laden die jeweiligen Seiten. Zusätzlich diktiert der Aufenthaltsort der Server auch die geltenden Datenschutzbedingungen. Deutschland ist bekannt für seine besonders strengen Richtlinien und wird daher als Standort immer beliebter. Der Datenbestand von Servern in Deutschland wird über die anderen Standorten weitergegeben und nicht im Ausland gespeichert. Mit der DSGVO sind auch die rechtlichen Anforderungen gestiegen: Auch diese sollten unbedingt beachtet werden.

Würden Sie ohne eine gewisse Qualitätsgarantie einem Rechenzentrum Ihren Geschäftsbetrieb anvertrauen? Erfahren Sie, wie das Data Center von InterNetX Ihre Daten in einer sicheren und Tier III-zertifizierten Umgebung hostet.

Noch ein Punkt: Weiche Hosting-Faktoren berücksichtigen

Bevor die endgültige Wahl auf einen Provider fällt, lohnt es sich, auch "weiche" Faktoren beim SEO-freundlichen Hosting zu berücksichtigen: zum Beispiel die Erfahrung am Markt, das Support-Angebot, die webhoster-eigenen SEO Tools oder welche optionalen Zusatzleistungen, wie Domains oder TLS/SSL-Zertifikate, angeboten werden.

Auch TLS/SSL-Zertifikate wirken sich nachweislich auf das Ranking in den Ergebnislisten von Google aus. Verwendet der Webhoster wie InterNetX ausschließlich Markenprodukte der Firmen Intel, Dell EMC, Brocade, Citrix und vieler weiterer namhafter Marken, kann dieser Effekt sogar noch verstärkt werden: Die Komponenten bieten entsprechende Erweiterungen, damit die SSL-Verschlüsselung schneller ist und vor allem das System nicht so stark belastet wird. Am Ende werden die Seiten schneller ausgeliefert. Generell gilt bei der Entscheidung für einen geeigneten Webhoster: Wer sich mit einem breiten Leistungsspektrum schon lange durchsetzt, kann nicht viel falsch gemacht haben – und ist damit wahrscheinlich auch eine gute Wahl.

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news-1436 Fri, 08 Apr 2022 13:03:00 +0200 Snapshot Podcast #04 mit Vuksan Rajkovic (.ME Registry) https://www.internetx.com/news/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=1436&cHash=60606c57690ce8fc1bdc87fb1467edf1 Im Snapshot Podcast unterhalten wir uns mit schlauen Köpfen und klugen Unternehmer:innen zu Themen aus den Bereichen der Digitalisierung, dem Online Marketing und der IT-Fachwelt. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in den Resorts Domains, Hosting und Encryption begleitete InterNetX zahlreiche Unternehmen vom Startup zum Big Player. In dieser Folge spreche wir mit Vuksan Rajkovic über die ccTLD .me und wie Montenegro es geschafft hat, ihre ccTLD weltweit als eine gTLD zu vermarkten.
 


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(01:04) Begrüßung in Montenegrin
(01:23) Aufstieg der ccTLD eines sehr kleinen Landes zur weltweit gefragten Brand
(04:33) Einfache Registrierung als Schlüssel zum Erfolg
(07:23) Zielgruppen von .me
(12:31) Premium Domains bei .me
(15:26) Highlights des Premium Domain Report 2021
(18:09) .me auf Konferenzen 2022

Shownotes
Zum Premium Domain Report 2021 der .me Registry
Zu InterNetX

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