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FQDN – Definition, Aufbau, Syntax und Beispiele

Hinter Domains steckt mehr als man denkt – es ist ein eigener technischer Kosmos. Ihre Auflösung im Domain Name System (DNS) ist ein komplexes Verfahren, denn jeder Computer, jede Domain und IP-Adresse muss eindeutig identifizierbar sein.


Blogartikel Fully Qualified Domain Name Titelbild

Wie geht das? Hier kommt der sogenannte Fully Qualified Domain Name, kurz FQDN, ins Spiel. Der Fully Qualified Domain Name bezeichnet einen Domain-Namen, der vollständig und eindeutig einen Host innerhalb des DNS adressiert. Das DNS legt die Syntax vor: ein FQDN besteht aus einzelnen Labels, die jeweils durch einen Punkt getrennt werden und die unterschiedlichen Ebenen des FQDN darstellen.

[hostname].[domain].[tld]   -> [www].[internetx].[com]

Wenn eine Verbindung zu einem Host aufgebaut wird, ist der FQDN von Relevanz. Der DNS-Server löst den Hostnamen in seine IP-Adresse auf, indem er die DNS-Datenbank abgleicht. FQDNs zeigen also den absoluten Pfad zu einem Host und geben dessen IP-Adresse in einer für User lesbaren und vollständigen Form wieder.

Für die sogenannten “absoluten Adressen” gibt es ein paar Regeln:

  • Der gesamte FQDN darf eine maximale Länge von 255 Zeichen haben.
  • Erlaubt sind dabei ausschließlich Ziffern, Buchstaben und Bindestriche.
  • Zu Beginn jedes Labels kann entweder eine Ziffer oder ein Buchstabe stehen.

Wie ist ein Fully Qualified Domain Name aufgebaut?

Die Hierarchie-Ebenen eines FQDN werden von rechts nach links gelesen. Auf der höchsten Hierarchie-Ebene befindet sich das Root-Label, auch Null-Label genannt, also die „Wurzel“ des DNS-Systems. Sie besteht aus einem leeren Bereich und wird deshalb lediglich mittels eines Punktes dargestellt. User müssen diesen nicht mehr eingeben, da er von allen Browsern selbst hinzugefügt wird.

Je weiter rechts, desto höher steht die Ebene innerhalb des DNS. Die Domain liegt also auf einer höheren Ebene, über einer Subdomain.

Betrachten wir den den Aufbau eines FQDN am Beispiel von www.internetx.com:

Root-Domain

Während die Leserichtung von Domain-Namen den meisten bekannt sein dürfte, liegt die Root-Domain für gewöhnlich im Verborgenen. Sie stellt die „Wurzel“ des DNS-Systems dar und wird auch Null- oder Root-Label genannt. Ihr Inhalt: ein leerer Knotenname aus einem einzelnen, mit Nullen gefüllten Oktett. In einem FQDN, welcher streng der Syntax folgt, wird sie schlicht durch einen Punkt dargestellt.

Technisch gesehen ist also auch eine Top-Level-Domain eigentlich eine Subdomain der Root-Domain. Die Root-Domain selbst wird von Browsern automatisch hinzugefügt, weshalb sie beim FQDN für gewöhnlich nicht mit angegeben wird.

Top-Level-Domain

In unserem Beispiel lautet die Top-Level-Domain „.com“. Unter dieser Domain-Endung darf der eigentliche Domain-Name in einem von der jeweiligen Registry festgelegten Rahmen frei gewählt werden.

Second-Level-Domain

Die Second-Level-Domain stellt die als „Domain“ bezeichnete Adresse dar. Mitunter legt eine  Registry fest, dass die Second-Level-Domain fix vorgegeben ist und der frei wählbare Name erst auf dem sogenannten Third-Level verortet wird – so geschehen bei .uk-Domains. Unter .uk konnten Domain-Namen lediglich unter den Endungen .co.uk, .org.uk etc. registriert werden, nicht aber direkt unter .uk. Ähnlich liegt der Fall auch bei Domains unter der australischen Top-Level-Domain. Ab März 2022 wird es möglich sein, Second-Level-Domains, als Domain-Namen direkt unter .au  zu registrieren. Bis dahin sind nur Third-Level-Registrierungen z. B. unter .com.au möglich. 

Hostname

Wie bereits erwähnt, werden FQDNs von rechts nach links gelesen. Zwischen Second-Level-Domain und Hostname können weitere Subdomains liegen, die in Third-Level-Domain, Fourth-Level-Domain und so weiter durchnummeriert werden. Ganz links folgt schließlich der Hostname.
In unserem Beispiel https://www.internetx.com/domains/ ist der Hostname also das  „www“. Während ein Hostname also immer eine Subdomain ist, muss eine Subdomain nicht unbedingt bereits der Hostname sein.

Wie unterschieden sich FQDN, FQHN und PQDN?

Über den Fully Qualified Host Name (FQHN) erreicht eine Anfrage einen eindeutig und zweifelsfrei identifizierbaren Rechner. Entweder wird dessen Adresse über eine IP oder einen FQDN dargestellt.

Ein Beispiel: Der Rechner mit dem Namen „meinrechner“ ist entweder über den FQDN meinrechner.internetx.com erreichbar oder über eine IP-Adresse wie das fiktive Beispiel 85.236.36.86.

Der Partially Qualified Domain Name (PQDN) dagegen ist eine relative Bezeichnung einer Domain. Er gibt nicht den vollständigen Pfad bis zur Top-Level-Domain an. Die Bezeichnung „meinrechner“ in unserem Beispiel wäre also der PQDN von meinrechner.internetx.com.

Ein weiterer Lesetipp: Die 3 besten Domain-Strategien für mehrsprachige Websites

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